13. Lektion Sabbat, den 27. Juni 2026


Das Ende vorhergesagt

LEITTEXT: „Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!“ (Offenbarung 21, 5.)

Zum Lesen empfohlen: Erfahrungen und Gesichte, S. 272-288.

„Unserer kleinen Welt, die unter dem Fluch der Sünde der einzige dunkle Fleck in Gottes herrlicher Schöpfung war, soll mehr als allen anderen Welten im Universum Ehre erwiesen werden.“ – Das Leben Jesu, S. 16.

1. Die sieben letzten Plagen 21.06. (So) 

a. Was wird über die Gerichte Gottes offenbart, die über die Erde ausgegossen werden sollen? Offenbarung 15, 1; Kapitel 16.


„Dann sah ich, dass die sieben letzten Plagen bald über die ausgegossen werden, die nicht geborgen sind; aber die Welt beachtet es nicht mehr, als sie Wassertropfen achten würde, die im Begriff sind, zu fallen. Ich wurde dann befähigt, den schrecklichen Anblick der sieben letzten Plagen, den Zorn Gottes, auszuhalten. Ich sah, dass sein Zorn schrecklich und fürchterlich war, und wenn er seine Hand ausstrecken oder im Zorn erheben sollte, so würden die Bewohner der Erde werden, als ob sie nie gewesen seien, oder sie werden an unheilbaren Geschwüren und verzehrenden Plagen leiden, die über sie kommen, und werden keine Erlösung finden, sondern von ihnen vernichtet werden.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 55.

b. Auf welche unterschiedliche Weise wird dieselbe Szene beschrieben? Jeremia 25, 30-33; Offenbarung 19, 17-21.

„Die Gottlosen haben die Grenzen ihrer Gnadenzeit überschritten; der Geist Gottes, dem sie hartnäckig widerstanden, ist ihnen schließlich entzogen worden. Von der göttlichen Gnade nicht mehr beschirmt, sind sie schutzlos dem Bösen ausgeliefert. Satan wird dann die Bewohner der Erde in eine letzte große Trübsal stürzen. Wenn die Engel Gottes aufhören, die grimmigen Stürme menschlicher Leidenschaften im Zaum zu halten, werden alle Mächte des Streites entfesselt sein. Die ganze Welt wird in ein Verderben hineingezogen werden, das schrecklicher ist als jenes, das einst über das alte Jerusalem hereinbrach.“ – Der große Kampf, S. 615.

2. Das zweite Kommen 22.06. (Mo) 

a. Wie beschreibt das Buch der Offenbarung das zweite Kommen Christi? Offenbarung 1, 7; 6, 15-17.


„Bald wurden unsere Augen nach Osten gerichtet, wo eine kleine dunkle Wolke erschien, kaum halb so groß wie eines Mannes Hand; wir alle wussten, dass dies das Zeichen des Menschensohnes sei. Wir schauten alle in tiefem Schweigen nach der Wolke, wie sie näher kam und immer heller, strahlender und herrlicher wurde, bis sie eine große, weiße Wolke war. Der Grund erschien wie Feuer; über der Wolke war ein Regenbogen und sie war umgeben mit zehntausend Engel, die mit lieblicher Stimme sangen; auf ihr saß des Menschen Sohn. Sein Haar war weiß und lockig und hing über seine Schultern, und über seinem Haupte waren viele Kronen; seine Füße waren gleich Feuer; in seiner rechten Hand hatte er eine scharfe Sichel, in der linken eine silberne Posaune. Seine Augen waren gleich Feuerflammen, die seine Kinder ganz und gar durchdrangen. Da wurden alle Angesichter bleich, und diejenigen, die Gott verworfen hatten, umfing Dunkelheit. Dann riefen wir alle: ‚Wer kann bestehen? Ist mein Kleid fleckenlos?‘ Dann hörten die Engel auf zu singen, und eine Zeitlang herrschte eine schreckliche Stille, als Jesus rief: ‚Die reine Herzen und Hände haben, werden bestehen; meine Gnade ist hinreichend für euch.‘ Da leuchteten unsere Angesichter auf, und Freude erfüllte jedes Herz. Die Engel sangen wieder im höheren Chor, während die Wolke der Erde noch näher kam.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 13. 14.

b. Was werden die Engel dann tun? Matthäus 24, 31; 1. Thessalonicher 4, 16. 17.

„Die Sünde hat das göttliche Bild entstellt und nahezu verwischt; aber Christus kam, um das, was verlorengegangen war, wiederherzustellen. Er wird unseren nichtigen Leib verwandeln und seinem verklärten Leibe ähnlich machen. Die sterbliche, vergängliche, anmutlose, einst mit Sünde befleckte Gestalt wird vollkommen, schön und unsterblich…
Die Engel werden ‚versammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels‘. (Markus 13, 27.) Kleine Kinder werden von den heiligen Engeln in die Arme ihrer Mütter getragen. Freunde, die der Tod lange Zeit getrennt hatte, werden wieder zusammengeführt, um nie mehr scheiden zu müssen, und gemeinsam steigen sie unter Freudengesängen auf zu der Stadt Gottes.“ – Der große Kampf, S. 644. 645.

c. Wo wird Satan hingebracht werden? Offenbarung 20, 1. 2.

„Diese Einöde soll tausend Jahre lang die Heimat Satans mit seinen bösen Engeln sein. Auf die Erde beschränkt, wird er keinen Zugang zu andern Welten haben, um die zu versuchen und zu belästigen, die nie gefallen sind.“ – Der große Kampf, S. 657.

3. Das Gericht 23.06. (Di) 

a. Was werden die Heiligen während der 1000 Jahre tun, in denen Satan gebunden ist? Offenbarung 20, 4-6; 1. Korinther 6, 2. 3.


„Während der tausend Jahre zwischen der ersten und der zweiten Auferstehung findet das Gericht über die Gottlosen statt. Der Apostel Paulus bezeichnet dieses Gericht als ein Ereignis, das der Wiederkunft Christi folgt… Daniel erklärt, dass, als der Alte kam, ‚das Gericht gegeben wurde den Heiligen des Höchsten‘. (Daniel 7, 22; Lange und Grundtext). Um diese Zeit herrschen die Gerechten als Könige und Priester Gottes… Zu dieser Zeit werden, wie Paulus vorausgesagt hat, ‚die Heiligen die Welt richten‘. (1. Korinther 6, 2.) Mit Christus richten die Gerechten die Gottlosen, indem sie deren Taten mit dem Gesetzbuch, der Bibel, vergleichen und jeden Fall nach den zu Lebzeiten geschehenen Werken entscheiden. Dann wird ihnen die Strafe, die sie erleiden müssen, nach ihren Werken zugemessen und ihrem Namen gegenüber in das Buch des Todes eingetragen.
Auch Satan und die bösen Engel werden von Christus und seinem Volk gerichtet. Paulus sagt: ‚Wisset ihr nicht, dass wir über die Engel richten werden?‘ (1. Korinther 6, 3.) Und Judas erklärt: ‚Die Engel, die ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern verließen ihre Behausung, hat er behalten zum Gericht des großen Tages mit ewigen Banden in der Finsternis.‘ (Judas 6.)“ – Der große Kampf, S. 659.

b. Was soll am Ende des 1000-jährigen Gerichts geschehen? Offenbarung 21, 2; 20, 7. 8.

„Am Ende der tausend Jahre wird die zweite Auferstehung stattfinden. Dann werden die Gottlosen vom Tode auferweckt werden und vor Gott zur Vollstreckung des geschriebenen Urteils erscheinen… Jesaja erklärt hinsichtlich der Gottlosen, ‚dass sie versammelt werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden‘. (Jesaja 24, 22.)“ – Der große Kampf, S. 660.

c. Was wird das endgültige Ende der Gottlosen sein? Offenbarung 20, 9; Maleachi 3, 19 [4, 1].

„In den reinigenden Flammen werden die Gottlosen ausgetilgt, Wurzel und Zweige: Satan die Wurzel, seine Nachfolger die Zweige. Himmel und Erde sehen, dass die volle Gesetzesstrafe ausgeteilt worden und dass allen Forderungen des Rechtes nachgekommen ist, und sie anerkennen die Gerechtigkeit des Herrn.“ – Der große Kampf, S. 671.

4. Die neue Erde 24.06. (Mi) 

a. Beschreibe Gottes Verheißung, alles wieder neu zu machen. Offenbarung 21, 1. 5; 22, 1. 2; Jesaja 65, 17.


„Das Erlösungswerk wird vollständig sein. Dort, wo einst die Sünde herrschte, wird die Gnade Gottes überreich vorhanden sein. Die Erde die Satan als sein Eigentum beansprucht, soll nicht nur losgekauft sondern erhöht werden. Unserer kleinen Welt, die unter dem Fluch der Sünde der einzige dunkle Fleck in Gottes herrlicher Schöpfung war, soll mehr als allen anderen Welten im Universum Ehre erwiesen werden. Hier, wo einst der Sohn Gottes unter den Menschen Wohnung nahm, wo der König der Herrlichkeit lebte, litt und starb, soll dereinst die ‚Hütte Gottes bei den Menschen‘ stehen, wenn er alles neu gemacht haben wird. ‚Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott, wird mit ihnen sein.‘ Offenbarung 21, 3. Wenn die Erlösten in der Ewigkeit im Lichte des Herrn wandeln, werden sie ihn für seine unaussprechliche Gabe preisen, für Immanuel – Gott mit uns.“ – Das Leben Jesu, S. 16. 17.

b. Was wird auf der neuen Erde anders sein? Jesaja 65, 21-25; Offenbarung 21, 4.

„Schmerzen sind in der himmlischen Umgebung unmöglich. Dort werden keine Tränen mehr sein, keine Leichenzüge, keine Zeichen der Trauer…
In der Stadt Gottes ‚wird keine Nacht da sein‘. Niemand wird der Ruhe bedürfen oder danach verlangen. Keiner wird müde werden, den Willen Gottes auszuführen und seinen Namen zu preisen. Wir werden beständig die Lebensfrische des Morgens fühlen, und nie wird ein Ende kommen. ‚Sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten.‘ (Offenbarung 22, 5.) Das Sonnenlicht wird ersetzt durch einen Glanz, der nicht unangenehm blendet, aber doch die Helle des Mittags weit übertrifft.“ – Der große Kampf, S. 674. 675.
„In der Bibel wird das Erbe der Erlösten ein Vaterland genannt. (Hebräer 11, 14-16.) Dort führt der himmlische Hirte seine Herde zu Brunnen lebendigen Wassers. Der Baum des Lebens gibt seine Frucht jeden Monat, und die Blätter des Baumes dienen zur Gesundheit der Völker. Dort sind ewig fließende Ströme, hell wie Kristall, und an ihren Ufern werfen schwankende Bäume ihren Schatten auf die für die Erlösten des Herrn bereiteten Wege. Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden.“ – Der große Kampf, S. 674.

5. Einladung und Segensspruch 25.06. (Do) 

a. Mit welchen Worten suchte Jesus die Leser der Weissagungen der Offenbarung zu ermutigen? Offenbarung 22, 7. 12-14.


„Der Herr selber offenbarte seinem Diener die in diesem Buch enthaltenen Geheimnisse, und es ist seine Absicht, dass sie allen zur Erforschung zugänglich sein sollen. Die darin enthaltenen Wahrheiten sind ebenso an die gerichtet, die in den letzten Tagen der Weltgeschichte leben, wie an die Zeitgenossen des Johannes. Einige der darin prophezeiten Geschehnisse haben sich bereits erfüllt, andere treffen gerade in unserer Zeit ein; wieder andere gewähren einen Ausblick auf die Ereignisse beim Abschluss des großen Kampfes zwischen den Mächten der Finsternis und dem Fürsten des Himmels. Schließlich beschreiben weitere Prophezeiungen den Jubel und die Freude der Erlösten auf der neuen Erde.
Niemand sollte meinen, es sei sinnlos, in diesem Buch zu forschen und die darin enthaltene Wahrheit zu suchen, wenn er nicht gleich die Bedeutung eines jeden Sinnbildes erkennen kann. Der vormals Johannes diese Geheimnisse offenbarte, wird auch dem ernstlich nach Wahrheit Suchenden einen Vorgeschmack der himmlischen Dinge schenken. Wer sein Herz der Wahrheit öffnet, wird die Lehren dieses Buches verstehen und den Segen empfangen können, der denen verheißen ist, ‚die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.‘“ – Das Wirken der Apostel, S. 580. 581.

b. Wie lädt Christus uns ein, durch ihn ewiges Leben und Frieden zu finden? Offenbarung 22, 17; Jesaja 55, 1; Johannes 7, 37. 38.

„Noch heute ertönt Jesu Ruf an die dürstenden Seelen in aller Welt. Mit noch größerer Kraft und Anstrengung als am letzten Tage des Festes in Jerusalem ergeht des Heilandes Einladung an die Menschen. Der Brunnen des lebendigen Wassers steht allen offen, den Müden und Erschöpften wird der erfrischende, stärkende Trank des ewigen Lebens angeboten. ‚Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!‘“ – Das Leben Jesu, S. 447.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 26.06. (Fr) 

1. Wie führen die Plagen das Ende der Weltgeschichte herbei?
2. Wer wird bestehen können, wenn Christus wiederkommt?
3. Beschreibe den Zweck des Gerichts während der 1000 Jahre.
4. Was wird die endgültige Heimat der Erlösten sein?
5. Möchte ich von ganzem Herzen Teil von Gottes ewigem Reich sein?

Nach oben