2. Lektion Sabbat, den 11. April 2026


Gottes Bote zu den Königen

LEITTEXT: „Aber diesen vier Knaben gab Gott Kunst und Verstand in allerlei Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und Träumen.“ (Daniel 1, 17.)

Zum Lesen empfohlen: Propheten und Könige, S. 335-343.

„Das Leben Daniels und seiner Gefährten zeigt anschaulich, was der Herr für die tun wird, die sich ihm übergeben und die von ganzem Herzen danach trachten, sein Werk durchzuführen.“ – Propheten und Könige, S. 343.

1. Gefangene in Babylon 05.04. (So) 

a. Wie kam Daniel nach Babylon? Daniel 1, 1-7.

b. Was war die Folge von Daniels Entscheidung in Bezug auf die Speise von der Tafel des Königs? Daniel 1, 8-16.


„Da jedoch ein Teil des Essens den Götzen geopfert worden war, galten alle Speisen, die vom Tisch des Königs kamen, als dem Götzenkult geweiht. Wer sie genoss, huldigte nach der damaligen Ansicht den Göttern Babylons. Die Treue zum Herrn verbot Daniel und seinen Gefährten, sich solcher Art der Verehrung anzuschließen…
Ferner wagten sie es nicht, ihre körperliche, geistige und geistliche Entwicklung der entnervenden Wirkung von Luxus und Ausschweifung auszusetzen.“ – Propheten und Könige, S. 336. 337.
„Als Daniel und seinen Freunden die Prüfung auferlegt wurde, entschieden sie sich für die Gerechtigkeit und Wahrheit. Sie gingen nicht nach Laune, sondern weise vor. Da sie in der Vergangenheit keine Fleischnahrung zu sich genommen hatten, wollten sie diese auch nicht in der Zukunft zu sich nehmen, und da Wein allen, die im Dienste Gottes standen, verboten war, waren sie entschlossen, keinen zu genießen.“ – In Heavenly Places, S. 261.

c. Beschreibe das Experiment und die anschließende Prüfung durch den König. Daniel 1, 17-21.

2. Die Feuerprobe 06.04. (Mo)

a. Auf welche Weise wurden die Hebräer unter Todesandrohung hinsichtlich ihrer Treue zum zweiten Gebot geprüft? Daniel 3, 1-15.


„Nicht alle beugten ihre Knie vor dem abgöttischen Symbol menschlicher Macht. Inmitten der anbetenden Menge waren drei Männer fest entschlossen, den Gott des Himmels nicht zu verunehren. Ihr Gott war der König der Könige und Herr aller Herren; vor keinem andern wollten sie sich beugen.“ – Propheten und Könige, S. 354.

b. Wie waren sie in der Lage, ihren Glauben und Gehorsam aufrechtzuerhalten? Daniel 3, 16-18; Jesaja 43, 1. 2.

„Die Drohungen des Königs waren vergeblich. Er vermochte die Männer nicht von ihrer Treue zum Herrscher des Weltalls abzubringen. Aus der Geschichte ihrer Väter hatten sie gelernt, dass Ungehorsam gegen Gott Schmach, Unglück und Tod bringt und dass die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit und die Grundlage alles wahren Glückes ist. Gefasst schauten sie auf den glühenden Ofen und erwiderten: ‚Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten.‘ Ihr Glaube war so stark, dass sie erklären konnten, Gott werde durch ihre Errettung verherrlicht. Doch mit Zuversicht, die ihrem Gottvertrauen entsprang, fügten sie hinzu: ‚Und wenn er‘s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.“ – Propheten und Könige, S. 355.

c. Wie wurde Gott durch ihre Errettung verherrlicht? Daniel 3, 19. 20. 24–28.

„Von seinem Herrschersitz aus schaute der König zu in der Erwartung, die Männer, die ihm getrotzt hatten, völlig vernichtet zu sehen. Aber sein Gefühl der Überlegenheit schlug plötzlich um…
Seine Größe und Würde vergessend, stieg Nebukadnezar von seinem Thron…
‚Da traten Schadrach, Meschach und Abed-Nego heraus‘ vor die gewaltige Menschenmenge und zeigten, dass sie unverletzt waren… Vergessen war das große goldene Bild, das mit solchem Gepränge aufgestellt worden war. In der Gegenwart des lebendigen Gottes fürchteten sich die Menschen und zitterten.“ – Propheten und Könige, S. 356. 357. 

3. Stolz und Demut 07.04. (Di)

a. Wie sprach Gott zu dem König Nebukadnezar? Daniel 4, 1-4 [4-7].


„Es ist nicht verwunderlich, dass der erfolgreiche, so überaus ehrgeizige und stolze Monarch in Versuchung geriet, abzuweichen vom Pfad der Demut, der allein zu wahrer Größe führt… In seiner Güte schenkte Gott dem König einen weiteren Traum, um ihn vor seiner Gefährdung und vor der Schlinge, die zu seinem Verderben ausgelegt worden war, zu warnen.“ – Propheten und Könige, S. 360. 361.

b. Welchen Rat gab Daniel dem König, als er schließlich zur Deutung des Traums gerufen wurde? Daniel 4, 17-24 [20-27].

„Daniel, der den Sinn des Traumes erfasste und von ihm erschreckt wurde, ‚war eine Zeitlang starr vor Entsetzen‘… Der Prophet erkannte, dass Gott ihm die schwere Aufgabe übertragen hatte, Nebukadnezar das Gericht zu offenbaren, das wegen seines Stolzes und seiner Anmaßung bald über ihn kommen sollte.“ – Propheten und Könige, S. 362.
„Nachdem Daniel den Traum gewissenhaft ausgelegt hatte, empfahl er dem stolzen Monarchen eindringlich Reue und Hinwendung zu Gott, um durch Rechttun das drohende Elend abzuwenden.“ – Propheten und Könige, S. 363.

c. Wie führte Daniels Dienst dazu, dass der König durch eine harte und demütigende Erfahrung lernte, Gott zu verherrlichen? Daniel 4, 31-34 [34-37].

„Sieben Jahre lang war Nebukadnezar ein Gespött all seiner Untertanen; sieben Jahre lang wurde er vor aller Welt gedemütigt. Dann erhielt er seinen Verstand zurück. Demütig schaute er zum Gott des Himmels auf und erkannte die göttliche Hand in seiner Strafe. In einer öffentlichen Erklärung gestand er seine Schuld ein und bestätigte, dass es Gottes Gnade sei, die ihn wiederhergestellt habe…
Der einst so stolze Monarch war ein demütiges Kind Gottes geworden, der tyrannische, anmaßende Herrscher ein weiser und barmherziger König. Er, der den Gott des Himmels herausgefordert und gelästert hatte, anerkannte nun die Macht des Höchsten und suchte die Gottesfurcht und das Glück seiner Untertanen zu fördern…
Gottes Absicht, dass das mächtigste Reich der Welt sein Lob verkünden sollte, war nun erfüllt. Die öffentliche Erklärung, in der Nebukadnezar die Gnade, Güte und Herrschaft Gottes anerkannte, war die letzte Tat seines Lebens, die in der heiligen Geschichte überliefert worden ist.“ – Propheten und Könige, S. 364. 365.

4. Die Schrift an der Wand 08.04. (Mi)

a. Welches dramatische Ereignis brachte Belsazar, den Nachkommen Nebukadnezars, in seiner lästerlichen Herausforderung gegen den Gott des Himmels abrupt zum Stillstand? Daniel 5, 1-6.


„Belsazer, dem schon in seiner Jugend ein Teil der königlichen Autorität übertragen worden war, sonnte sich in seiner Macht; sein Herz überhob sich und wandte sich gegen den Gott des Himmels. Er hatte sehr oft Gelegenheit gehabt, den göttlichen Willen zu erfahren und seine Verpflichtung zum Gehorsam ihm gegenüber zu erkennen. Er wusste, dass sein Großvater durch Gottes Ratschluss aus der menschlichen Gesellschaft verbannt worden war, und er war auch mit Nebukadnezars Bekehrung und wunderbarer Wiedereinsetzung vertraut. Doch Belsazer ließ es zu, dass die Liebe zum Vergnügen und zur Selbstverherrlichung die Lehren verwischten, die er nie hätte vergessen sollen.“ – Propheten und Könige, S. 366.

b. Wie wurde Daniel erneut dazu berufen, einem heidnischen König die Botschaft Gottes zu überbringen? Daniel 5, 8-16.

„Der Prophet erinnerte Belsazer zuerst an Dinge, die ihm vertraut waren und ihn doch nicht die Demut gelehrt hatten, die ihn hätte retten können. Er sprach von Nebukaduezars Sünde und Fall und davon, wie Gott mit ihm verfuhr: wie er ihm Herrschaft und Ruhm verlieh, wie das göttliche Urteil wegen seines Stolzes über ihn erging und er daraufhin die Macht und Barmherzigkeit des Gottes Israels anerkannte. Dann rügte er Belsazer kühn und nachdrücklich wegen seiner schlimmen Gottlosigkeit.“ – Propheten und Könige, S. 370. 

c. Wie erfüllte sich Daniels Deutung in jener Nacht? Daniel 5, 17. 25-31.

„Während der König noch im Kreise derer, deren Schicksal besiegelt war, im Festsaal weilte, unterrichtete ihn ein Bote, ‚dass seine Stadt genommen sei‘ von dem Feind, vor dessen Plänen er sich so sicher gefühlt hatte... Gerade als er und seine Edlen aus den heiligen Gefäßen des Herrn tranken und ihre Götzen aus Silber und Gold priesen, drangen die Meder und Perser, die den Euphrat aus seinem Strombett abgeleitet hatten, in das Herz der unbewachten Stadt vor. Nun stand das Heer des Cyrus an den Mauern des Palastes. Die Stadt war ‚wie mit Heuschrecken‘ (Vers 14) von den Soldaten des Feindes angefüllt, deren Siegesgeschrei man durch die Verzweiflungsrufe der überraschten Zecher vernehmen konnte.“ – Propheten und Könige, S. 371.

5. In der Löwengrube 09.04. (Do)

a. Warum führte Daniels Treue zu Gott zur Verfolgung? Daniel 6, 2-6.


„Die Ehren, die Daniel erwiesen wurden, erregten den Neid der führenden Männer des Königreichs, und sie suchten nach einem Anlass, ihn zu verklagen… Daniels tadellose Lebensführung reizte die Eifersucht seiner Feinde noch mehr…
Darauf berieten sich die Statthalter und Fürsten miteinander und ersannen eine Intrige, durch die sie Daniel zugrunde zu richten hofften.“ – Propheten und Könige, S. 377.

b. Was geschah aufgrund von Daniels Weigerung, nachzugeben? Daniel 6, 12-18.

„Obwohl er sich sehr wohl über die Folgen seiner Treue zu Gott klar war, ließ er sich doch nicht entmutigen. Denen gegenüber, die seinen Untergang planten, wollte er nicht einmal den Schein erwecken, als sei seine Verbindung mit dem Himmel unterbrochen. In allen Fällen, in denen der König das Recht besaß zu gebieten, gehorchte Daniel; aber weder der König noch dessen Erlass konnten ihn von der Untertanentreue gegenüber dem König aller Könige abbringen.“ – Propheten und Könige, S. 378.

c. Wie wurde Gott erneut durch seinen Diener verherrlicht? Daniel 6, 20-24. 28.

„Gott hinderte Daniels Feinde nicht daran, ihn in die Löwengrube zu werfen. Er ließ zu, dass böse Engel und ruchlose Menschen ihre Absicht so weit verwirklichen konnten; aber das geschah nur, um die Errettung seines Dieners um so auffälliger hervortreten zu lassen und den Feinden der Wahrheit und Gerechtigkeit eine um so gründlichere Niederlage zu bereiten. ‚Wenn Menschen wider dich wüten, bringt es dir Ehre‘ (Psalm 76, 11), hat der Psalmist bezeugt. Durch den Mut dieses einen Mannes, der lieber dem Recht als der politischen Klugheit folgte, sollte Satan besiegt und der Name Gottes verherrlicht und geehrt werden.“ – Propheten und Könige, S. 380.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 10.04. (Fr)

1. Wie können wir heute die klugen Entscheidungen der vier Hebräer nachahmen?
2. Wie können uns Prüfungen stärken und die Tür zum Zeugnis vor der Welt öffnen?
3. Welche Lektionen lernte König Nebukadnezar, die zu seiner Bekehrung führten?
4. Was können heutige Führungspersönlichkeiten aus Belsazars letzter Nacht in Babylon lernen?
5. Wie kann die Geschichte Daniels das Volk Gottes ermutigen, das Verfolgung erlebt?

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