Eine Abfolge von Königreichen LEITTEXT: „Dies Gesicht vom Abend und Morgen das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin.“ (Daniel 8, 26.) Zum Lesen empfohlen: Der große Kampf, S. 425-433. „Jede Nation… hatte seine Zeit der Erprobung; jedes versagte; sein Ruhm verblasste, seine Macht schwand dahin.“ – Propheten und Könige, S. 374. 1. Der Widder wird groß 26.04. (So) a. Was sah Daniel gegen Ende der Vorherrschaft Babylons? Daniel 8, 1. 2. b. Beschreibe das Verhalten des ersten Tieres, das auf die Bühne trat und groß wurde. Daniel 8, 3. 4. c. Wie deutete der Engel den Widder, den Daniel gesehen hatte? Daniel 8, 19. 20. „In dem Gesicht des Propheten sieht man, wie ein mächtiger Herrscher abgesetzt und ein anderer eingesetzt wird. Er wird offenbart als der Alleinherrscher des Universums, der dabei ist, sein ewiges Reich aufzurichten – der Alte, der lebendige Gott, die Quelle aller Weisheit, der Regent der Gegenwart, der Offenbarer der Zukunft.“ – Bibelkommentar, S. 218. „Aus dem Aufstieg und Niedergang der Völker, deutlich gemacht in den Büchern Daniel und Offenbarung, sollten wir lernen, wie wertlos äußerlicher und weltlicher Ruhm ist. Babylon ist mit all seiner Macht und Herrlichkeit, wie sie die Welt seither nie wieder gesehen hat und die den Menschen jener Tage fest und dauerhaft erschienen, so völlig untergegangen! ‚Wie eine Blume des Grases‘, ist es dahingeschwunden. Genauso gingen das medisch-persische, das griechische und das römische Reich zugrunde. Und so vergeht alles, was nicht in Gott gegründet ist.“ – Propheten und Könige, S. 383. 2. Der „sehr große“ Ziegenbock 27.04. (Mo) a. Welche neue Macht trat auf, um Medo-Persien herauszufordern? Daniel 8, 5. 21. b. Beschreibe die Eroberungsmacht des Königs dieses neuen Reiches. Daniel 8, 6. 7. „Alle Macht, die ein Herrscher auf Erden ausübt, ist vom Himmel verliehen. Sein Erfolg hängt vom rechten Gebrauch der empfangenen Gewalt ab. Einem jeden aber gilt das Wort des himmlischen Wächters: ‚Ich habe dich gerüstet, da du mich noch nicht kanntest.‘ (Jesaja 45, 5.) Und für jeden bedeuten die Worte, die vor alters zu Nebukadnezar gesprochen wurden, die Lebensweisheit: ‚Mache dich los von deinen Sünden durch Gerechtigkeit und ledig von deiner Missetat durch Wohltat an den Armen, so wird dein Glück lange währen.‘ (Daniel 4, 24.) Wenn man diese Dinge versteht, wenn man einsieht, dass Gerechtigkeit ein Volk erhöht, dass ‚durch Gerechtigkeit‘ ‚der Thron befestigt‘ und dass er ‚durch Liebe‘ (Sprüche 14, 34; Sprüche 16, 12; Sprüche 20, 28.) gestützt wird, wenn man die Verwirklichung dieser Grundsätze in der Machtoffenbarung des Gottes erkennt, der da ‚setzt Könige ab und setzt Könige ein‘ (Daniel 2, 21), dann erspürt man den Sinn der Geschichte. Nur im Worte Gottes ist dies klar dargestellt. Hier wird gezeigt, dass die Stärke der Völker wie der Einzelmenschen nicht auf den Gelegenheiten und Vorteilen beruht, die sie unbesiegbar erscheinen lassen. Sie ist nicht in ihrer prahlerischen Größe zu suchen. Sie hängt von der Treue ab, mit der sie Gottes Absicht erfüllen.“ – Erziehung, S. 161. 162. c. Was geschah mit dem griechischen Reich, als es unter Alexander dem Großen sehr groß wurde? Daniel 8, 8. 22. „Der weise Salomo sagt: ‚Wer langsam zum Zorn ist, ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.‘ Ein Mensch, der die Ausgeglichenheit seiner Stimmung bewahrt, wenn er versucht wird, Ärger oder Wut nachzugeben, steht in den Augen Gottes und der himmlischen Engel höher als der bekannteste General, der je seine Armee in die Schlacht und zum Sieg geführt hat. Ein gefeierter Eroberer sagte auf seinem Sterbebett: ‚Von all meinen Eroberungen gibt es nur eine, die mich jetzt wirklich tröstet, und das ist der Sieg über mein eigenes wildes Temperament.‘ Alexander und Cäsar fanden es leichter, eine Welt zu unterwerfen als sich selbst. Nachdem sie eine Nation nach der anderen erobert hatten, stürzten sie – der eine ‚als Opfer der Unmäßigkeit, der andere als Opfer wahnsinnigen Ehrgeizes.‘“ – Child Guidance, S. 95. 96. 3. „Außerordentlich groß“ 28.04. (Di) a. Welche neue Macht wird beschrieben, die das geteilte griechische Reich übernimmt? Daniel 8, 9. 23. b. Beschreibe die Handlungen Roms, sowohl des heidnischen als auch des päpstlichen, die Daniel in der Vision sah. Daniel 8, 10-12. 24. „Das Papsttum war zum Zwingherrn der Welt geworden. Könige und Kaiser beugten sich den Erlassen des römischen Bischofs. Das Schicksal der Menschen schien für Zeit und Ewigkeit von ihm abhängig zu sein… Die Glanzzeit des Papsttums war für die Welt eine Zeit tiefster Finsternis… Jahrhundertelang machte Europa auf wissenschaftlichem, kulturellem oder zivilisatorischem Gebiet keine Fortschritte. Eine sittliche und geistliche Lähmung hatte das Christentum befallen.“ – Der große Kampf, S. 59. 60. „Wie von der Prophezeiung vorhergesagt, warf die päpstliche Macht die Wahrheit zu Boden. Das Gesetz Gottes wurde in den Staub getreten, während man die Überlieferungen und Gebräuche der Menschen erhob. Die Kirchen, die unter der Herrschaft des Papsttums standen, zwang man schon sehr früh, den Sonntag als einen heiligen Tag zu ehren. Der vorherrschende Irrtum und Aberglaube verwirrte selbst viele Angehörige des wahren Volkes Gottes, so dass sie den Sabbat feierten und auch am Sonntag nicht arbeiteten. Dies aber genügte den päpstlichen Würdenträgern nicht. Sie verlangten, dass der Sonntag geheiligt und der Sabbat entheiligt würde, und sie verurteilten mit den stärksten Ausdrücken alle jene, die es wagten, nach wie vor den biblischen Sabbat zu feiern. Nur wer der römischen Macht entronnen war, konnte dem Gesetz Gottes in Frieden gehorchen.“ – Der große Kampf, S. 64. 65. c. Wie würde diese Macht trotz ihrer listigen Methoden ein Ende finden? Daniel 8, 25. „Inmitten der Dunkelheit, die sich während der langen päpstlichen Herrschaft über die Erde lagerte, konnte das Licht der Wahrheit nicht völlig ausgelöscht werden. Zu jeder Zeit gab es Zeugen für Gott – Menschen, die den Glauben an Christus als den einzigen Vermittler zwischen Gott und den Menschen werthielten, denen die Bibel als einzige Richtschnur des Lebens galt und die den wahren Sabbat feierten. Wieviel die Welt diesen Menschen schuldet, wird die Nachwelt nie erkennen. Sie wurden als Ketzer gebrandmarkt, ihr Charakter verleumdet, ihre Beweggründe angefochten, ihre Schriften unterdrückt, missdeutet oder entstellt; dennoch standen sie fest und bewahrten von Jahrhundert zu Jahrhundert ihren Glauben in seiner Reinheit als heiliges Erbteil für die kommenden Geschlechter.“ – Der große Kampf, S. 61. 4. Die 2300 Tage 29.04. (Di) a. Welches Gespräch hörte Daniel über die Zeitspanne, die die Ereignisse der Vision umfassten, und was würde am Ende dieser Zeitspanne geschehen? Daniel 8, 13. 14. b. Welches gegenbildliche Ereignis wurde durch die Reinigung des Heiligtums angedeutet, wie es im zeremoniellen Gesetz dargestellt und in Daniels Vision vorhergesagt wird? 3. Mose 23, 27-32; 16. 33. 34. „Im Schattendienst, der ein Hinweis auf das Opfer und die Priesterschaft war, bildete die Reinigung (Weihe) des Heiligtums den letzten Dienst, der vom Hohenpriester in der jährlichen Amtsführung ausgeübt wurde. Es war dies das abschließende Werk der Versöhnung, ein Wegschaffen oder Abtun der Sünde von Israel, und versinnbildete das Schlusswerk im Amte unseres Hohenpriesters im Himmel, wobei er die Sünden seines Volkes, die in den himmlischen Büchern verzeichnet stehen, hinwegnimmt oder austilgt.“ – Der große Kampf, S. 355. „Wie die Sünden des Volkes vor alters durch den Glauben auf das Sündopfer gelegt und bildlich durch dessen Blut auf das irdische Heiligtum übertragen wurden, so werden im Neuen Bund die Sünden der Bußfertigen durch den Glauben auf Christus gelegt und in Wirklichkeit auf das himmlische Heiligtum übertragen. Und wie im Schattendienst die Reinigung des irdischen Heiligtums durch das Wegschaffen der Sünden, durch die es befleckt worden war, vollbracht wurde, so soll die Reinigung des himmlischen durch das Wegschaffen oder Austilgen der dort aufgezeichneten Sünden vollzogen werden. Ehe dies aber geschehen kann, müssen die Bücher untersucht werden, um zu entscheiden, wer, durch Bereuen der Sünden und den Glauben an Christus, der Wohltaten seiner Versöhnung teilhaftig werden kann. Die Reinigung des Heiligtums schließt deshalb eine Untersuchung, ein Gericht ein. Diese Untersuchung muss stattfinden, ehe Christus kommt, um sein Volk zu erlösen; denn wenn er kommt, ist sein Lohn mit ihm, ‚zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden‘. (Offenbarung 22, 12.)“ – Der große Kampf, S. 423. c. Was sagte der Engel über die Prophezeiung der 2300 Tage? Daniel 8, 26 (vergleiche Vers 14, letzter Teil). 5. Ein teilweise verstandenes Gesicht 30.04. (Do) a. Wozu wurde der Engel Gabriel beauftragt, Daniel zu helfen? Daniel 8, 15-18. „Der Engel Gabriel, der dem Sohn Gottes rangmäßig am nächsten steht, überbrachte Daniel die göttliche Botschaft. Gabriel, ‚seinen Engel‘, sandte Christus, um dem geliebten Johannes die Zukunft zu eröffnen. Und seliggesprochen wird, ‚der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist‘. (Offenbarung 1, 1-3.)“ – Das Leben Jesu, S. 218. b. Wie reagierte Daniel trotz einer ausführlichen Erklärung vieler anderer Details, nachdem er von der Zeitprophezeiung der 2300 Tage gehört hatte? Daniel 8, 27. „Eine weitere Vision warf noch mehr Licht auf die Ereignisse der Zukunft, und am Ende dieses Gesichtes hörte Daniel ‚einen Heiligen reden, und ein anderer sprach zu dem, der da redete: Wie lange gilt dieses Gesicht?‘ Die Antwort, die gegeben wurde, erfüllte Daniel mit Ratlosigkeit: ‚Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.‘ (Daniel 8, 13-14.) Mit allem Ernst forschte er nach der Bedeutung dieses Gesichtes. Er konnte nicht verstehen, welche Beziehung zwischen den siebzig Jahren der Gefangenschaft, die Jeremia vorausgesagt hatte, und den zweitausenddreihundert Jahren bestand. Diese sollten vergehen, hatte er den himmlischen Besucher im Gesicht sagen hören, ehe das Heiligtum Gottes ‚wieder geweiht‘ werde. Der Engel Gabriel deutete ihm das Gesicht teilweise. Doch als der Prophet die Worte hörte: ‚Es ist noch eine lange Zeit bis dahin‘, wurde er ohnmächtig. ‚Ich, Daniel‘, so berichtet er selbst, ‚war erschöpft und lag einige Tage krank. Danach stand ich auf und verrichtete meinen Dienst beim König. Und ich wunderte mich über das Gesicht, und niemand konnte es mir auslegen.‘ (Daniel 8, 26. 27.)“ – Propheten und Könige, S. 389. Fragen zur persönlichen Wiederholung 01.05. (Fr) 1. Welche Beweggründe treiben zu oft die Eroberungen irdischer Mächte an? 2. Welcher nicht korrigierte Charakterfehler führte zum Bruch des bemerkenswerten Horns des Ziegenbocks? 3. Wie ähnelten die heidnische und die päpstliche Phase Roms einander? 4. Was sollte am Ende der 2300 Tage geschehen? 5. Welcher Teil der Vision blieb für Daniel noch ein Geheimnis, als er schwach wurde? |