Leben und Wirken LEITTEXT: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben.“ (Johannes 1, 12.) Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 9, S. 55-60. „Der Geist der selbstaufopfernden Liebe Christi durchdringt den Himmel und ist die Quelle aller Segnungen. Diesen Geist sollen die Jünger Christi besitzen, ein solches Werk tun.“ – Der Weg zu Christus, S. 55. 56. 1. Das Leben und das Licht 23.08. (So) a. Was wird vom natürlichen Herzen ignoriert, und mit welchem Ergebnis? Johannes 1, 4. 5. „Gott ist für das ganze Weltall die Quelle des Lebens, des Lichtes und der Freude. Wie die Lichtstrahlen von der Sonne, wie die Wasserströme von einer lebendigen Quelle ausgehen, so strömen die Segnungen von ihm über alle seine Geschöpfe. Wenn aber dieses göttliche Leben in den Herzen der Menschen wohnt, dann wird es sich von ihnen in Liebe und Wohltat über andere ergießen.“ – Der Weg zu Christus, S. 55. b. Was wird im Leben sichtbar, wenn die Liebe Christi im Herzen gepflegt wird? 2. Korinther 2, 14. 15; 5, 14. „Wenn die Liebe des Heilandes im Herzen bewahrt wird, dann kann sie gleich einem süßen Wohlgeruch nicht verborgen bleiben. Ihr heiliger Einfluss wird sich bei allen fühlbar machen, mit denen wir in Verbindung treten. Christi Geist in dem Herzen ist gleich einer Quelle in der Wüste, die zur Stärkung aller fließt und in denen, die dem Tode nahe sind, das Verlangen weckt, vom Wasser des Lebens zu trinken.“ – Der Weg zu Christus, S. 56. „Die Welt soll sehen, dass wir nicht selbstsüchtig nur in unseren eigenen Belangen aufgehen, sondern wünschen, dass auch andere die gleichen Segnungen und Vorrechte genießen wie wir. Sie sollen sehen, dass unsere Religion uns nicht unfreundlich oder streng macht. Mögen alle, die bekennen, Christus gefunden zu haben, wie er dem Wohl der Menschen dienen.“ – Das Leben Jesu, S. 138. 139. 2. Teilhaber der Gnade 24.08. (Mo) a. Welches Bedürfnis wird gestillt, wenn wir Jesus als unseren Erlöser annehmen? Johannes 1, 12. 13; 1. Korinther 1, 4. 5; Römer 5, 1. 2. „So müssen alle, welche die Gnade Christi genießen wollen, stets zu irgendeinem Opfer bereit sein, damit auch andere, für die Christus in den Tod ging, dieses himmlischen Geschenkes teilhaftig werden können. Sie werden alles aufbieten, die Welt und damit den Aufenthalt in ihr besser zu gestalten. Dieser Geist ist die Frucht eines wahrhaft bekehrten Herzens. Sobald jemand zu Christus kommt, wird sich auch in seinem Herzen das Verlangen regen, andern kundzutun, welch einen köstlichen Freund er in Jesus gefunden hat; solch eine rettende und heiligende Wahrheit lässt sich nicht im Herzen verschlossen halten. Wenn wir mit der Gerechtigkeit des Herrn bekleidet und mit der heiligen Freude seines Geistes erfüllt sind, können wir nicht schweigen. Sobald wir die Güte Gottes gesehen und geschmeckt haben, müssen wir auch davon erzählen. Wir werden gleich Philippus, als er den Heiland gefunden hatte, andere einladen, zu ihm zu kommen.“ – Der Weg zu Christus, S. 56. 57. b. Welchen Rat gibt der Apostel Paulus, wenn wir mit Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert sind? Hebräer 4, 16. „Jesus kennt die Bedürfnisse seiner Kinder, und er hört ihre Gebete gern. Die Kinder sollen die Welt und alles ausschließen, was ihre Gedanken von Gott abziehen würde, und sich bewusst machen, dass sie allein mit Gott sind, dass sein Auge in das innerste Herz blickt und das Verlangen der Seele liest und dass sie mit Gott reden dürfen.“ – Sons and Daughters of God, S. 121. c. Wenn wir Kinder Gottes geworden sind, was sind wir dann anderen schuldig? Römer 1, 14. 15. „In welchem Sinne war Paulus Juden und Griechen ein Schuldner? Ihm wurde der Missionsbefehl aufgetragen, wie er jedem andern Jünger Christi aufgetragen wird: „Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Als Paulus Christus annahm, nahm er diesen Befehl an. Er erkannte, dass auf ihm die Verpflichtung ruhte, für alle Gesellschaftsschichten zu wirken – für Juden und Heiden, Gelehrte und Ungelehrte, für die, die in hohen Stellungen und die in den bescheidensten Verhältnissen leben.“ – Bibelkommentar, S. 366. 3. Die Frucht der Bekehrung 25.08. (Di) a. Was wird eine unserer ersten Handlungen sein, wenn der Heilige Geist in unseren Herzen ist? Johannes 1, 41. 42. „Wir werden versuchen, [anderen] die Anziehungskraft Christi sowie die unsichtbaren Dinge der zukünftigen Welt vor Augen zu stellen. Wir werden nichts sehnlicher wünschen, als in die Fußstapfen des Meisters zu treten. Ein ernstes Verlangen wird in uns erwachen, unserer Umgebung das Lamm zu zeigen, das ‚der Welt Sünde trägt‘. (Johannes 1, 29.) Das Bestreben, andern ein Segen zu sein, wird reiche Segnungen für uns selbst bringen. Das war auch die Absicht Gottes, als er uns an dem Werke der Erlösung teilnehmen ließ. Er gewährte uns Menschen die Gnade, Teilhaber seiner göttlichen Natur zu werden, und verlangt dafür, dass wir Segensströme über unsere Mitmenschen ausgießen. Dies ist die höchste Ehre, die größte Freude, mit der Gott den Menschen bedenken konnte. Wer sich so an der Liebestätigkeit beteiligt, kommt dem Schöpfer am nächsten. Gott hätte die Botschaft des Heils, das ganze Werk der dienenden Liebe den Engeln des Himmels zur Ausführung übergeben und andere Mittel zur Verwirklichung seines Planes anwenden können. Jedoch in seiner unendlichen Liebe zu uns Menschen wollte er uns mit Christus und den Engeln zu seinen Mitarbeitern machen, damit wir teilhaftig werden des Segens, der Freude und der geistlichen Erhebung, die sich aus solchem uneigennützigen Dienst ergeben. Wir werden dem Heiland durch die Gemeinschaft seiner Leiden nahegebracht. Jede Selbstaufopferung für andere stärkt die liebevolle Gesinnung des Wohltäters, verbindet ihn immer enger mit dem Erlöser der Welt, der, ‚ob er wohl reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet‘. (2. Korinther 8, 9.) Nur wenn wir so den göttlichen Plan unserer Erschaffung ausführen, ist das Leben für uns ein Segen.“ – Der Weg zu Christus, S. 57. 58. b. Welches Beispiel Christi sollte uns im Umgang mit Verwandten und Nachbarn leiten? Galater 6, 9. 10; Johannes 9, 4. „Gehst du an die Arbeit, wie ein Jünger Christi es tun soll, andere Menschen für ihn zu gewinnen, dann wirst du die Notwendigkeit einer tieferen Erfahrung und größeren Erkenntnis in göttlichen Dingen einsehen, und es wird dich hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit. Du wirst in Gott dringen, dein Glaube wird gestärkt werden, und dein Herz wird sich an dem Brunnen des Heils laben. Prüfungen und Kämpfe werden dich zum Worte Gottes und zum Gebet treiben. Auch wirst du in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi wachsen und reiche Erfahrungen sammeln.“ – Der Weg zu Christus, S. 58. 4. Uneigennützige Arbeit 26.08. (Mi) a. Nenne eine große Gefahr, der wir als Glieder der Gemeinde heute ausgesetzt sind. Maleachi 3, 8-10. „Im Augenblick besteht die größte Gefahr für [sabbathaltende Adventisten] darin, Eigentum anzuhäufen. Einige vermehren laufend ihre Sorgen und Arbeit. Sie sind überfordert. Das Resultat ist, dass Gott und die Bedürfnisse seines Werkes nahezu von ihnen vergessen werden. Sie sind geistlich tot. Von ihnen wird gefordert, für Gott Opfer zu bringen. Ein Opfer nimmt nicht zu, sondern nimmt ab und wird verzehrt… Vieles von dem Geld, das unsere Geschwister besitzen, erweist sich nur als Schaden für sie.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 517. b. Welche christlichen Tugenden helfen den Gläubigen, in der Gnade und Erkenntnis des Herrn Jesus Christus zu wachsen? 1. Petrus 4, 8-10; Hebräer 13, 2. „Die Gnade, die Abraham und Lot widerfuhr, wird uns nicht verweigert. Wenn wir den Kindern Gottes Gastfreundschaft erweisen, können auch wir seine Engel in unsre Wohnungen aufnehmen. Selbst heute noch betreten Engel in menschlicher Gestalt die Häuser der Menschen und werden von ihnen bewirtet. Die Christen, die vor Gottes Angesicht leben, sind stets von unsichtbaren Engeln begleitet, und diese heiligen Wesen hinterlassen einen Segen in unsern Heimen.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 343. c. Welche Aufgabe haben die Gläubigen heute zu erfüllen? 2. Korinther 10, 16. „Die Laienglieder unsrer Gemeinden können eine Aufgabe erfüllen, die sie bis jetzt noch kaum in Angriff genommen haben. Niemand ziehe allein um eines weltlichen Vorteils willen in einen neuen Ort; wo sich aber ein Weg öffnet, den Lebensunterhalt zu verdienen, sollten sich eine oder zwei fest in der Wahrheit gegründete Familien niederlassen, um dort Missionsarbeit zu treiben. Sie müssen von Liebe zu Seelen erfüllt sein und sich gedrungen fühlen, für sie zu wirken. Sie sollen darüber nachdenken, wie diese zur Wahrheit gebracht werden können. Sie können unsre Schriften verbreiten, Versammlungen in ihren Häusern abhalten, sich mit ihren Nachbarn bekannt machen und sie zu den Versammlungen einladen. Auf diese Weise können sie ihr Licht in guten Werken leuchten lassen.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 241. „Lange schon wartet Gott darauf, dass der Geist des Dienens die ganze Gemeinde erfasse, so dass jeder seiner Fähigkeit entsprechend für ihn arbeitet. Wenn die Glieder der Gemeinde Gottes das ihnen aufgetragene Werk in den der Hilfe bedürfenden Feldern der Heimat und des Auslandes ausrichteten und so den Auftrag zur Evangeliumsverkündigung erfüllten, wäre bald die ganze Welt gewarnt, und der Herr Jesus käme mit Kraft und großer Herrlichkeit auf diese Erde zurück.“ – Das Wirken der Apostel, S. 114. 5. Treue Vertreter 27.08. (Do) a. Was wird von allen erwartet, denen das Evangelium anvertraut ist – und besonders von den Arbeitern? 1. Korinther 4, 1. 2; Offenbarung 2, 10. „Die Wächter auf den Mauern Zions genießen das Vorrecht, so nahe bei Gott zu stehen und für die Eindrücke seines Geistes so empfänglich zu sein, dass er durch sie wirken kann, um den Sündern ihre Gefahr und auch den Zufluchtsort zu zeigen. Von Gott erwählt und durch die Weihe versiegelt, sollen sie Männer und Frauen vor dem drohenden Verderben retten. Sie sollen ihre Mitmenschen vor den sicheren Folgen der Übertretungen treu warnen und ebenso sorgsam das Wohl der Gemeinde hüten.“ – Diener des Evangeliums, S. 10. b. Welches Beispiel gab Daniel für die heutige Jugend? Daniel 1, 8. 15. „Der Herr wünscht, dass wir auch aus Daniels Erfahrung lernen. Es gibt so manche, die mächtige Männer werden könnten, wenn sie sich gleich diesem treuen Hebräer auf Gott verließen, der ihnen Gnade zum Überwinden und Kraft und Geschick für ihre Arbeit geben kann. Daniel befleißigte sich der vollkommensten Höflichkeit gegenüber seinen Ältesten als auch gegenüber allen Jugendlichen. Er war ein Zeuge für Gott und versuchte eine solche Haltung einzunehmen, dass er sich vor dem Himmel seiner Worte und Handlungen wegen nicht zu schämen brauchte. Als man von Daniel forderte, die üppigen Speisen von des Königs Tafel zu essen, wurde er weder aufgebracht noch zeigte er sich entschlossen, zu essen und zu trinken, wie es ihm passte. Ohne ein herausforderndes Wort zu äußern, legte er die Angelegenheit Gott vor. Er und seine Gefährten suchten Weisheit vom Herrn, und als sie sich vom inbrünstigen Gebet erhoben, war ihr Entschluss gefasst. Mit wahrem Mut und christlicher Höflichkeit besprach Daniel die Sache mit dem obersten Kämmerer, der die Aufsicht über sie hatte, und bat darum, dass ihnen einfache Speise gewährt werden möchte. Diese jungen Männer empfanden, dass ihre religiösen Grundsätze auf dem Spiel standen, und sie verließen sich auf Gott, den sie liebten und dem sie dienten.“ – Zeugnisse für Prediger, S. 226. Fragen zur persönlichen Wiederholung 28.08. (Fr) 1. Welcher Zustand der Welt machte es notwendig, dass Gott Licht in sie hineingab? 2. Welche wunderbare Veränderung wird im Leben der Gläubigen sichtbar werden? 3. Was sollte die Reaktion sein, wenn wir einen Segen empfangen? 4. Beschreibe einige Wege, auf denen jeder von uns anderen dienen kann. 5. Wie ist Daniels Treue eine Inspiration für mich? |