3. Lektion Sabbat, den 15. April 2023


Wer kann bestehen?

Leittext: „Und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi.“ (Titus 2, 13.)

„Eine der feierlichsten und zugleich köstlichsten aller in der Bibel offenbarten Wahrheiten ist die von der Wiederkunft Christi zur Vollendung des großen Erlösungswerkes … Die Lehre von der Wiederkunft Christi ist der eigentliche Grundton der Heiligen Schrift.“ – Der große Kampf, S. 303.

Zum Lesen empfohlen: Der große Kampf, S. 635-651.

Sonntag, 9. April

1. Eine buchstäbliche Wiederkehr

a. Nenne die seligste Verheißung in der Heiligen Schrift. Johannes 14, 1-3; 2. Timotheus 4, 8.


„Die Wiederkunft des Herrn war in allen Zeiten die Hoffnung seiner wahren Nachfolger. Die Abschiedsverheißung des Heilandes auf dem Ölberg, dass er wiederkommen werde, erhellte den Jüngern die Zukunft und erfüllte ihre Herzen mit einer Freude und Hoffnung, die weder Sorgen dämpfen noch Prüfungen schwächen konnten. Inmitten von Leiden und Verfolgungen war die ‚Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes, Jesu Christi‘, die selige Hoffnung. (Titus 2, 13.) Als die Christen in Thessalonich bei der Bestattung ihrer Lieben, die gehofft hatten, das Kommen des Herrn zu erleben, von Leid erfüllt waren, verwies Paulus, ihr Lehrer, sie auf die Auferstehung, die bei der Wiederkunft Christi stattfinden würde.“ – Der große Kampf, S. 306.

b. Warum sind die Details in den Prophezeiungen über die Wiederkunft Christi so wichtig? Matthäus 24, 30. 31; Hebräer 9, 28.

„Die apostolische Kirche glaubte nicht an die Lehre von der Bekehrung der Welt und der geistlichen Herrschaft Christi. Erst ungefähr zu Anfang des 18. Jahrhunderts bürgerte sie sich ein. Wie jeder andere Irrtum hatte auch dieser schlimme Folgen … Er erzeugte ein Gefühl der Sorglosigkeit und Sicherheit, das keineswegs begründet war, aber viele veranlasste, die notwendige Vorbereitung zu versäumen, um ihrem Herrn begegnen zu können.“ – Der große Kampf, S. 324.

Montag, 10. April

2. Buchstäblich und sichtbar

a. Wie wird Jesus wiederkehren? Apostelgeschichte 1, 9-11.


„Die Verheißung des zweiten Kommens Christi sollte seinen Jüngern stets frisch im Gedächtnis bleiben. Dieser Jesus, den sie zum Himmel hatten auffahren sehen, würde wiederkommen, um alle zu sich zu nehmen, die auf Erden zu seinem Dienst bereit waren. Dieselbe Stimme, die gesagt hatte: ‚Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende‘, würde sie auch bei sich im Himmelreich willkommen heißen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 32.
„Wahrlich kostbar war für die trauernden Jünger das Versprechen, dass sie Jesus wiedersehen werden, den sie alle so sehr liebten. Ebenso kostbar ist das Versprechen auch für jeden Nachfolger Christi. Niemandem, der Jesus wirklich liebt, wird es bedauern, dass er wiederkommt …
Jesus kommt, so wie er in den Himmel aufgefahren ist, jedoch mit größerer Herrlichkeit. Er kommt in der Herrlichkeit seines Vaters – und all seine Engel mit ihm, um ihn auf seinem Weg zu begleiten. Anstelle der grausamen Dornenkrone, welche sein heiliges Haupt durchsticht, wird eine Krone voll leuchtender Herrlichkeit auf seinem Haupte sein … Er wird nicht ein einfaches, nahtloses Gewand tragen, sondern ein Gewand, welches weißer ist als Schnee, voll leuchtender Herrlichkeit. Jesus kommt! Aber nicht, um als zeitlicher Herrscher zu regieren. Er wird die gerechten Toten auferwecken, die lebenden Heiligen zu einer herrlichen Unsterblichkeit verwandeln und mit den Heiligen das Königreich unter dem gesamten Himmel regieren.“ – The Faith I Live By, S. 351.

b. Bedeutet das, dass Jesus in seinem tatsächlichen Leib auferstanden ist? Johannes 2, 19-21.

„Nach der Auferstehung verbreiteten die Priester und Obersten das Gerücht, Christus sei nicht am Kreuz gestorben, sondern nur ohnmächtig geworden, und man habe ihn später wiederbelebt. Auch wurde behauptet, dass nicht ein wirklicher Leib aus Fleisch und Knochen, sondern ein nachgeahmter Körper ins Grab gelegt worden sei. Die Tat der römischen Kriegsknechte aber widerlegte diese Lügen. Sie brachen seine Beine nicht, weil er bereits gestorben war. Nur um die Priester zufriedenzustellen, stießen sie in seine Seite. Wäre Jesu Leben nicht schon erloschen gewesen, so hätte diese Wunde seinen Tod herbeigeführt.“ – Das Leben Jesu, S. 774.
„Nach seiner Auferstehung blieb er noch für kurze Zeit auf Erden, damit seine Jünger ihn in seinem auferstandenen und verklärten Leib kennenlernen konnten. Jetzt wollte er Abschied nehmen. Er hatte unumstößlich bewiesen, dass er ein lebendiger Heiland ist. Seine Nachfolger brauchten nun nicht länger an das Grab zu denken, wenn sie an ihn dachten. Sie konnten ihren Meister als den in Erinnerung behalten, der vor himmlischen Welten verklärt worden war.“ – Das Leben Jesu, S. 834.

Dienstag, 11. April

3. Eine herrliche Erscheinung

a. Beschreibe die buchstäbliche Wiederkunft Jesu Christi aus dem Himmel. Matthäus 25, 31.


„Keine Sprache kann die Herrlichkeit dieser Szene beschreiben. Die lebendige Wolke der Majestät und der unübertroffenen Herrlichkeit kam näher, und wir konnten die holde Gestalt Jesu deutlich sehen. Er trug keine Dornenkrone, sondern eine Krone der Herrlichkeit ruhte auf seinem heiligen Haupte. Auf seinem Gewand und seiner Hüfte stand ein Name geschrieben, der König aller Könige und Herr aller Herren. Sein Antlitz leuchtete wie die Mittagssonne, seine Augen glichen Feuerflammen und seine Füße glänzendem Erz. Seine Stimme tönte wie viele Musikinstrumente. Die Erde erzitterte vor ihm, die Himmel entwichen wie ein zusammengerolltes Buch, und jeder Berg und jede Insel wurden bewegt aus ihren Örtern.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 279. 280.

b. Wie viele der lebendigen Erdenbewohner werden nicht in der Lage sein, solch ein Kommen zu erkennen? Matthäus 24, 24-27; Offenbarung 1, 7; 6, 16. 17.

„Ebenso entsetzlich wird die Erfüllung jenes Ausrufes am Jüngsten Tage sein. Wenn Christus wieder zur Erde herniederfahren wird, dann wird die Menschheit ihn nicht mehr als einen von einem Pöbelhaufen umgebenen Gefangenen sehen. Sie wird ihn dann als den Himmelskönig erkennen. Christus wird in seiner, in seines Vaters und der heiligen Engel Herrlichkeit erscheinen. Zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend Engel, die schönen und siegreichen Söhne Gottes, die eine alles übertreffende Lieblichkeit und Pracht besitzen, werden ihn auf seinem Weg begleiten. Dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und alle Völker werden um ihn versammelt sein. Jedes Auge wird ihn sehen; auch die, ‚die ihn durchbohrt haben‘. (Offenbarung 1, 7.) Statt der Dornenkrone wird er die Krone der Herrlichkeit tragen. Statt des verblichenen purpurnen Königsmantels wird er angetan sein mit Kleidern aus reinstem Weiß, wie ‚sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann‘. (Markus 9, 3.) Auf seinem Gewand wird ein Name geschrieben sein: ‚König aller Könige und Herr aller Herren.‘ (Offenbarung 19, 16.) Die ihn verhöhnt und misshandelt haben, werden dabei sein. Die Priester und Obersten werden nochmals jenes Schauspiel im Gerichtshaus an sich vorüberziehen sehen. Alle Einzelheiten werden vor ihnen erscheinen wie mit feurigen Lettern geschrieben. Schließlich werden jene, die ausriefen: ‚Sein Blut komme über uns und unsre Kinder‘ (Matthäus 27, 25), die Antwort auf ihr Begehren erhalten. Die ganze Welt wird dann wissen, verstehen und erkennen, gegen wen sie als arme, schwache und sterbliche Wesen gekämpft haben. In Todesangst und Schrecken werden sie zu den Bergen und Felsen rufen: [Offenbarung 6, 16. 17 zitiert].“ – Das Leben Jesu, S. 740.

Mittwoch, 12. April

4. Der Zweck seines Kommens

a. Was ist der Hauptgrund für die Wiederkunft Jesu? Matthäus 16, 27.


„In seiner göttlichen Vorkehrung und durch seine unverdiente Gunst hat der Herr bestimmt, dass gute Werke belohnt werden sollen. Wir werden allein durch Christi Gnade angenommen, und die Taten der Gnade, die Taten der Liebe sind die Frucht des Glaubens: Sie werden uns zum Segen, denn Menschen sollen nach ihren Werken belohnt werden. Es ist der Wohlgeruch der Verdienste Christi, der unsere guten Werke Gott angenehm erscheinen lässt, und es ist Gnade, die uns befähigt, die Werke zu verrichten, für die er uns belohnt. Unsere Werke in und aus sich selbst verdienen nichts. Wenn wir alles getan haben, was uns möglich ist, sollen wir uns selbst als unnütze Knechte betrachten. Wir verdienen keinen Dank von Gott. Wir haben nur unsere Pflicht getan; unsere Werke hätten nicht in der Kraft unserer eigenen sündigen Natur verrichtet werden können.“ – Bibelkommentar, S. 302. 303.

b. Was geschieht mit denen, die in der Hoffnung gestorben sind, Jesus bei seiner Wiederkunft zu sehen? 1. Thessalonicher 4, 13-18.

„Als des Paulus Brief geöffnet und verlesen worden war, brachten seine Ausführungen über den wahren Zustand der Toten große Freude und Trost über die Gemeinde. Der Apostel zeigte den Thessalonichern, dass jene, die bei Christi Kommen noch leben, ihrem Herrn nicht früher begegnen werden als die in Jesus Entschlafenen. Die ‚Stimme des Erzengels‘ und die ‚Posaune Gottes‘ wurden von denen, ‚die entschlafen sind‘, gehört werden, und ‚die Toten in Christus‘ würden auferstehen, noch ehe den Lebenden Unsterblichkeit verliehen wird.“ – Das Wirken der Apostel, S. 258.

c. Was wird mit den unbußfertigen Menschen geschehen? Markus 8, 38; Offenbarung 6, 14-17.

„In dem Leben aller, die die Wahrheit verwerfen, gibt es Augenblicke, da das Gewissen erwacht, da ihnen ihr Gedächtnis qualvolle Erinnerungen an Worte und Taten der Heuchelei vorhält, da die Seele von Reue geplagt wird. Aber was sind diese, verglichen mit den Gewissensbissen jenes Tages, da ‚Angst und Not kommt‘, da das ‚Unglück als ein Wetter‘ offenbar wird! (Sprüche 1, 27.) Die Christus und seine Nachfolger gern umgebracht hätten, sehen nun die Herrlichkeit, die auf ihnen ruht.“ – Der große Kampf, S. 643.

Donnerstag, 13. April

5. Bereit sein

a. Welche Art von Charakter wird benötigt, um vorbereitet zu sein, bei diesen letzten Ereignissen dabei zu sein? 1. Johannes 2, 28; 3, 1-9.


„Gerechtigkeit wurzelt in Gottseligkeit. Niemand kann gerecht sein, es sei denn, er glaubt an Gott und unterhält eine lebendige Verbindung mit ihm. Gleichwie die Blume des Feldes ihre Wurzeln in die Erde senkt, gleichwie sie Luft, Tau, Regen und Sonne braucht, so müssen wir von Gott empfangen, was zum Leben der Seele dient. Nur wenn wir Teilhaber seiner Natur werden, erhalten wir Kraft, seinen Geboten zu gehorchen. Niemand, sei er hoch oder niedrig, erfahren oder unerfahren, kann vor seinen Mitmenschen ständig ein reines, kraftvolles Leben führen, ohne dass sein Leben durch Christum in Gott geborgen ist. Je größer die Aktivität unter Menschen ist, desto inniger muss das Herz mit Gott verbunden sein.“ – Zeugnisse, Band 7, S. 184.

b. Was müssen alle tun, welche auf die Wiederkunft Christi warten? Markus 13, 35-37; Jakobus 5, 7. 8; 1. Thessalonicher 5, 1-6.

„Weil die Zeit kurz ist, sollten wir sorgfältig und mit doppeltem Eifer arbeiten …
‚Wachet und betet‘ ist eine Aufforderung, die uns in der Schrift wiederholt begegnet. Bei Menschen, die diese Aufforderung in ihrem Leben verwirklichen, kann man eine glückliche Grundstimmung verspüren, die allen zum Segen gereicht, die mit ihnen in Berührung kommen. Unfreundliche, schlecht gelaunte Menschen werden dadurch freundlich und liebenswürdig, stolze werden sanftmütig und demütig.“ – Counsels to Parents, Teachers, and Students, S. 293.

Freitag, 14. April

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Was war die immerwährende Hoffnung aller Gläubigen seit der Zeit, als unsere ersten Eltern aus dem Garten Eden ausgeschlossen wurden?
2. Woher wissen wir, dass das zweite Kommen Christi buchstäblich zu verstehen ist?
3. Wer wird unter denen, die auf der Erde leben, tatsächlich in der Lage sein, seine Wiederkunft zu sehen?
4. Warum kommt Jesus wieder?
5. Wie bereitest du dich darauf vor, Jesus zu sehen?

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