1. Lektion Sabbat, den 1. Januar 2022


Gott reicht Empörern die Hand

Leittext: „Dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ (Römer 1, 21. 22.)

„In der frühen Geschichte Israels hatten die Völker der Welt durch lasterhafte Gewohnheiten das Wissen um Gott verloren. Einst hatten sie ihn gekannt; aber sie ‚haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern haben ihre Gedanken dem Nichtigen zugewandt.‘“ – Das Wirken der Apostel, S. 13.

Zum Lesen empfohlen: Römer 1, 18-32; Wie führe ich mein Kind?, S. 273. 276.

Sonntag, 26. Dezember

1. Gottes Offenbarung für die Menschheit

a. Auf welche Weise offenbart sich Gott der Menschheit? Römer 1, 18. 19.


„Natur und Offenbarung zeugen beide von Gottes Liebe. Unser himmlischer Vater ist die Quelle des Lebens, der Wahrheit und der Freude. Blickt nur hin auf die sinnvollen und herrlichen Wunder der Natur! Bedenkt, wie vortrefflich sie nicht nur den Bedürfnissen und dem Glück der Menschen, sondern auch aller andern Lebewesen angepasst sind! Sonnenschein und Regen, die die Erde erquicken und erfrischen, Hügel, Seen und Ebenen erzählen uns von der Liebe des Schöpfers. Gott sorgt täglich für alle seine Geschöpfe.“ – Der Weg zu Christus, S. 3.

b. Welches typische, falsche Verständnis haben ungläubige Menschen vom Erlösungsplan? Wer hat ihn erdacht? Galater 2, 16; Epheser 2, 9.

„Satan hatte durch das Heidentum zu allen Zeiten die Menschen Gott abspenstig gemacht … Die Auffassung, dass der Mensch sich durch seine eigenen Werke selbst erlösen könne, war die Grundlage jeder heidnischen Religion … [Dieser Grundsatz wurde] von Satan eingepflanzt … Wo immer man ihn befolgt, berauben die Menschen sich selbst jeder Schutzwehr gegen die Sünde.“ – Das Leben Jesu, S. 27.

Montag, 27. Dezember

2. Keine Ausrede, verloren zu gehen

a. Warum kann niemand eine Ausrede haben, wenn er verloren geht? Römer 1, 20; 2, 14. 15.


„Manche Heiden dienen Gott unwissentlich. Niemals wurde ihnen sein Licht durch menschliche Vermittler überbracht. Trotzdem werden sie nicht verloren gehen. Zwar kannten sie das geschriebene Gebot Gottes nicht, sie vernahmen aber seine Stimme in der Natur und taten, was das Gesetz fordert. Ihre Werke bekundeten, dass der Heilige Geist ihre Herzen berührt hatte, und Gott anerkennt sie als seine Kinder.“ – Das Leben Jesu, S. 636.

b. Was geschieht mit denen, die das göttliche Licht zurückweisen, welches ihnen durch den Heiligen Geist und durch Gottes Schöpfung der Natur offenbart wird? Römer 1, 21-25.

c. Welchen Grad des moralischen Verfalls erreichen letztendlich diejenigen, die willentlich die göttliche Wahrheit zurückweisen? Römer 1, 26-28.

d. Welche weiteren gottlosen Bräuche erwähnt Paulus, und was wird am Ende deren Folge sein? Römer 1, 29-32.


„Die Menschen wandten sich ab von Gott und beteten Geschöpfe eigener Fantasie an. Die Folge davon war, dass sie immer tiefer sanken. Der Psalmist beschreibt diese Auswirkungen der Götzendienerei folgendermaßen: ‚Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen.‘ (Psalm 115, 8.) Es ist ein Gesetz des menschlichen Geistes: Durch Anschauen werden wir verwandelt. Der Mensch wird nicht höher steigen, als seine Wahrheitsbegriffe und Vorstellungen von Reinheit und Heiligkeit sind. Wenn der Geist sich niemals über das rein Menschliche hinaus zur gläubigen Betrachtung der unendlichen Weisheit und Liebe emporheben lässt, wird er ständig tiefer sinken. Die Anbeter falscher Götter bekleideten ihre Gottheiten mit menschlichen Eigenschaften und Schwächen und stellten sie dadurch auf die Stufe der eigenen Sündhaftigkeit. Das aber hatte ihre Verderbnis zur Folge … Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voller Frevel.‘ (1. Mose 6, 5. 11.) Gott hatte den Menschen seine Gebote zur Richtschnur ihres Lebens gegeben, aber sie übertraten sie und verfielen darum in jede nur denkbare Sünde.“ – Patriarchen und Propheten, S. 69.

Dienstag, 28. Dezember

3. Heuchelei und Selbstgerechtigkeit

a. Welche Aussage trifft Paulus über diejenigen, die andere verurteilen? Römer 2, 1-3.


„Das Mühen des Menschen, die Seligkeit durch eigene Werke zu gewinnen, führt ihn unweigerlich dahin, sich durch Menschengebote vor der Sünde schützen zu wollen. Wenn er sieht, dass er das Gesetz nicht erfüllen kann, stellt er eigene Regeln und Richtlinien auf, die ihm zum Gehorsam verhelfen sollen. Dadurch aber wird der Sinn von Gott weg und auf das Ich gelenkt. Die Liebe zu Gott erstirbt im Herzen, und damit schwindet auch die zu den Mitmenschen. Das menschliche Gedankengebäude mit seinen zahlreichen Vorschriften macht seine Erbauer zu Richtern über alle, die gegenüber den menschlichen Satzungen in irgendeiner Weise zu kurz kommen. Vor lauter Selbstsucht und Haarspalterei müssen aller Edelmut und alle Großzügigkeit grausam ersticken, und aus dem Menschen wird ein ichsüchtiger Richter und ein kleinlicher Topfgucker.“ – Das bessere Leben, S. 102.
„Vom Richten hängt viel ab. Denkt daran, dass der Bericht über euer Leben bald vor Gottes Angesicht geprüft wird.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 85.

b. Wie erreicht die Reue unser Herz? Römer 2, 4; Apostelgeschichte 5, 31.

„Eine solche Buße [wie die Davids] bringen wir nie aus eigener Kraft zustande, sondern nur durch Christus, der in die Höhe aufgefahren ist und den Menschen Gaben verliehen hat…
Die Heilskraft, die von Christus ausgeht, leitet zur wahren Buße. Petrus machte den Israeliten dies mit den Worten klar: ‚Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden.‘ (Apostelgeschichte 5, 31.) Wir können ebenso wenig ohne den Geist Christi, der das Gewissen weckt, Buße tun, wie wir ohne Christus Vergebung unserer Sünden erhalten.“ – Der Weg zu Christus, S. 16.

c. Was ist dagegen das Ergebnis der Unbußfertigkeit? Römer 2, 5-11.

„Das Ziel, wonach [Satan] strebt, heißt: die Menschen in Dunkel und Unbußfertigkeit zu halten, bis das Mittleramt Christi beendet ist und es für die Sünde kein Opfer mehr gibt.“ – Der große Kampf, S. 521.

Mittwoch, 29. Dezember

4. Verantwortlich für unsere Gelegenheiten

a. Erkläre den gerechten und angemessenen Maßstab in Gottes Gericht. Römer 2, 12. 13; Lukas 12, 47. 48.


„Gottes Prüfung der Heiden, die das Licht nicht haben, und seine Prüfung derer, die leben, wo die Erkenntnis der Wahrheit überreichlich vorhanden ist, unterscheiden sich erheblich voneinander. Er nimmt von denen in Heidenländern einen Grad der Gerechtigkeit an, der ihm nicht genügt, wenn jene in christlichen Ländern einen solchen Grad der Gerechtigkeit vorbringen. Er fordert nicht viel, wo nicht viel verliehen worden ist.“ – Bibelkommentar, Band 5, S. 301.

b. Wie können Jung und Alt von dem Blut Christi einen Nutzen haben? Römer 1, 16. 17; 1. Johannes 1, 7.

„Der Herr fordert den Jüngling auf: ‚Gib mir, mein Sohn, dein Herz.‘ (Sprüche 23, 26.) Der Heiland der Welt sieht es gern, wenn ihm die Kinder und Jugendlichen ihre Herzen weihen. Es wird viele Kinder geben, die ihre Treue zu Gott gezeigt haben, weil sie im Licht wandelten, wie Christus im Licht ist. Sie lieben ihren Heiland und wollen ihm gefallen. Sie werden nicht ungeduldig, wenn man sie tadelt, vielmehr beglücken sie die Herzen von Vater und Mutter durch ihre Freundlichkeit, Geduld und Bereitschaft, ihnen die Last des täglichen Lebens tragen zu helfen. Von Kindheit an werden sie als treue Nachfolger Jesu erfunden.“ – Ein glückliches Heim, S. 201.

c. Was gehört dazu, wenn wir uns Christus unterwerfen? Matthäus 16, 24.

„Das Kreuz Christi ist die Hauptsäule, an der ‚eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit‘ (2. Korinther 4, 17) hängt. ‚Will mir jemand nachfolgen‘, sagt Jesus, ‚der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.‘ (Matthäus 16, 24.) Einzig und allein die Liebe zu unseren Mitmenschen, die sich wie ein Wohlgeruch ausbreitet, beweist unsere Liebe zu Gott. Nur geduldiges Dienen schenkt der Seele Frieden. Nur demütige, fleißige und treue Arbeit fördert das Wohl Israels. Gott erhält und stärkt den, der bereitwillig in Christi Wegen wandelt.“ – Das Wirken der Apostel, S. 557.

Donnerstag, 30. Dezember

5. Wahre Beschneidung / Taufe

a. Welche Art der Beschneidung oder Taufe ist laut Paulus wirklich gültig? Römer 2, 25-27. Wann ist eine Taufe rechtmäßig? Markus 16, 16.


„‚Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben.‘ … Allein die Gnade Christi verleiht der Seele Leben. Ohne Christus ist die Taufe wie jede andere religiöse Handlung eine wertlose Form.“ – Das Leben Jesu, S. 164.

b. Wer ist in den Augen Gottes, im Unterschied zu der jüdischen Nation zur Zeit Christi, ein echter Jude oder Christ? Johannes 3, 36; Römer 2, 28. 29.

„[Das jüdische Volk] hatte sich als etwas Besonderes dargestellt, als ein treues Volk, welches von Gott bevorzugt wurde. Aber Christus zeigte, dass es ihrer Religion an Glauben fehlte. Es war eine Kombination aus trockener, harter Lehre, vermischt mit Opfern und Gaben. Sie waren sehr genau in der Ausführung der Beschneidung, aber sie lehrten nicht die Notwendigkeit eines reinen Herzens. Sie erhoben die Gebote Gottes durch ihre Worte, aber sie weigerten sich, sie durch ihre Taten zu erhöhen; und ihre Religion war für die Menschen nur ein Stolperstein.“ – The Review and Herald, 30. April, 1895.
„Wenn wir Christus angenommen haben und uns im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, der drei Gottheiten und Mächte des Himmels, verpflichtet haben, verpflichten diese sich selbst, uns jede Fähigkeit zu geben, wenn wir unser Taufgelöbnis ausführen: ‚Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab ... und rühret kein Unreines an.‘ Wenn wir unser Gelöbnis halten, sichert er uns zu: ‚So will ich euch annehmen.‘“ – Bibelkommentar, Band 6, S. 377.

Freitag, 31. Dezember

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Was sollten wir verstehen, wenn wir versuchen, Ungläubige zu erreichen?
2. Warum müssen wir das erste Kapitel des Römerbriefs studieren, während die Moral in der Gesellschaft immer weiter abnimmt?
3. Was müssen wir als Christen in Bezug auf die Reue immer in Gedanken behalten?
4. Wodurch sind wir in Gefahr, in Bezug auf geistliche Errungenschaften überheblich zu sein?
5. Was erklärt Paulus über die Beschneidung? Warum?

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