5. Lektion Sabbat, den 29. Januar 2022


Nicht länger Sklaven der Sünde

Leittext: „Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ (Römer 6, 14.)

„Die Versöhnung Christi ist nicht ein lediglich geschickter Weg, dass unsere Sünden vergeben werden: sie ist vielmehr ein göttliches Heilmittel zur Heilung von Übertretung und zur Wiederherstellung geistlicher Gesundheit. Sie ist das vom Himmel eingesetzte Mittel, wodurch Christi Gerechtigkeit nicht nur auf uns, sondern in unsere Herzen und Wesen kommt.“ – Bibelkommentar, S. 374.

Zum Lesen empfohlen: Römer 6. Kapitel.

Sonntag, 23. Januar

1. Gottes Kraft bei der Rechtfertigung

a. Was geschieht, wenn ein reumütiger Sünder gerechtfertigt wird? Matthäus 6, 12; Johannes 1, 12. 13.


„Der Bußfertige wird Vergebung erlangen; denn Christus ist ‚Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt‘. (Johannes 1, 29.) Gottes Verheißung lautet: ‚Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.‘ (Jesaja 1, 18.) ‚Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben … Ich will meinen Geist in euch geben.‘ (Hesekiel 36, 26. 27.)“ – Das bessere Leben, S. 11.
„Die Vergebung Gottes ist keine bloße gerichtliche Handlung, mit der er uns die Strafe erlässt. Sie bedeutet nicht nur Vergebung der Sünde, sondern auch Befreiung von der Sünde. Sie ist ein Ausströmen der Erlöserliebe mit Bekehrungskraft.“ – Das bessere Leben, S. 95.
„Wer Christus als Erlöser annimmt, der die Sünden vergibt, wird mit seinem Gewand des Lichtes bekleidet. Christus nimmt seine Sünden hinweg und verleiht ihm seine Gerechtigkeit. Die Freude ist vollkommen …
Wer wahrhaft bekehrt ist, wird so sehr von der Liebe Gottes erfüllt sein, dass er sich danach sehnt, mit anderen die Freude zu teilen, von der er erfasst ist.“ – Manuscript Releases, Band 13, S. 212.

Montag, 24. Januar

2. Der Sünde gestorben, lebendig für Christus

a. Steht es uns frei, in der Sünde zu leben, nachdem wir durch den Glauben gerechtfertigt worden sind? Römer 6, 1. 2.


„Durch treuen Gehorsam zur Wahrheit sollen sie ihre Berufung und Erwählung festmachen.“ – Bibelkommentar, S. 429.

b. Was symbolisiert die Taufe tatsächlich? Römer 6, 3-5.

„Die Auferstehung Christi wird gefeiert durch unser Begrabenwerden mit ihm in der Taufe und das Auferstehen aus dem Wassergrabe, gleich seiner Auferstehung, um in einem neuen Leben zu wandeln.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 207.
„Alle, die Söhne und Töchter Gottes sind, werden die Gottlosigkeit und weltliche Lüste verweigern. Alle, die sich als Äste des wahren Weinstocks auf die Seite des Herrn stellen, erhalten Nahrung und werden von dem Weinstock belebt, um gute Früchte zu bringen. Sie werden im Einklang mit Gott sein, sich nach ihren Fähigkeiten in der Frömmigkeit üben und in ihrem neuen Leben wandeln, welches aus Reue zu Gott und Glauben an den Herrn Jesus Christus besteht.“ – The Review and Herald, 23. Februar 1897.

c. Wann stirbt der Gläubige der Sünde? 2. Korinther 5, 14; Römer 6, 6; Wie kann er oder sie diese Erfahrung beibehalten? Römer 6, 11-13; 1. Korinther 15, 31.

„Die Heiligung Pauli war die Folge eines beständigen Kampfes mit seinem eigenen Ich. Er sagte: ‚Ich sterbe täglich.‘ (1. Korinther 15, 31.) Sein Wille und seine Wünsche lagen jeden Tag im Streit mit der Pflicht und dem Willen Gottes. Anstatt aber seinen Neigungen zu folgen, tat er doch Gottes Willen, einerlei, wie sehr dies seine eigene Natur kreuzigte.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 313.
„Als du bei deiner Taufe aus dem Wassergrab gestiegen bist, hast du bekannt, ‚gestorben‘ zu sein, und erklärt, dein Leben sei umgewandelt – verborgen mit Christus in Gott. Darüber hinaus hast du bekannt, der Sünde gestorben und von deinen ererbten und gehegten bösen Wesenszügen gereinigt zu sein. Durch die Taufe hast du dich vor Gott verpflichtet, der Sünde gestorben zu bleiben. Dein Mund sollte ein geheiligter Mund, deine Zunge eine bekehrte Zunge bleiben. Du solltest von Gottes Güte reden und seinen heiligen Namen preisen. So solltest du der Gemeinde eine große Hilfe und ein großer Segen sein.“ – Bibelkommentar, S. 445.

Dienstag, 25. Januar

3. Der Sieg zugesichert

a. Was gehört dazu, der Sünde und dem Ich zu sterben? Römer 6, 15-18; Kolosser 3, 1-5. 8-10.

b. Worauf sollten sich unsere Neigungen richten? Kolosser 3, 2; Hebräer 12, 2.


„Der Himmel ist billig genug, wenn wir ihn durch Leiden erlangen. Wir müssen uns immer selbst verleugnen, täglich uns selbst sterben, Jesum allein erscheinen lassen und seine Herrlichkeit beständig im Auge behalten.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 58.
„Würden diejenigen, die heute das Wort Gottes lehren, auch das Kreuz Christi immer mehr verherrlichen, dann würde ihr Dienst weit erfolgreicher sein. Wenn Sünder dahin geführt werden können, ihren hilfesuchenden Blick auf das Kreuz zu richten, sodass sie den gekreuzigten Heiland in seiner ganzen Größe vor sich sehen können, dann werden sie die Tiefe des göttlichen Erbarmens und die furchtbare Macht der Sünde erkennen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 208.

c. Welche Verheißung wurde gegeben, die bestätigt, dass wir tatsächlich in der Stärke Jesu die Sünde überwinden können? Römer 6, 14; 1. Johannes 5, 4; 1. Korinther 15, 57.

„Aus eigener Kraft können wir den Begierden des Fleisches nicht widerstehen. Satan wird gerade diese Schwächen benutzen, um uns in Versuchung zu führen. Christus wusste, dass der Feind sich jedem Menschen nahen würde, um aus dessen ererbten Schwächen Vorteile zu ziehen und alle, die kein Gottvertrauen besitzen, durch seine Einflüsterungen zu umgarnen. Unser Herr hat dadurch, dass er uns auf unserem Pilgerpfad vorangeschritten ist, den Weg der Überwindung gebahnt. Es ist nicht sein Wille, dass wir im Kampf mit Satan irgendwie benachteiligt sein sollten. Er will, dass wir uns durch die Angriffe der Schlange nicht einschüchtern oder entmutigen lassen. ‚Seid getrost‘, sagt er, ‚ich habe die Welt überwunden.‘ (Johannes 16, 33.)
Wer gegen die Macht der Esslust anzukämpfen hat, schaue auf den Heiland in der Wüste der Versuchung. Er blicke auf ihn, wie er am Kreuz Todesqualen litt, wie er ausrief: ‚Mich dürstet!‘ Jesus hat alles ertragen, was Menschen je auferlegt werden könnte. Sein Sieg ist auch unser Sieg.
Christus verließ sich auf die Weisheit und Kraft seines himmlischen Vaters. Er sagte: ‚Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden.‘ (Jesaja 50, 7.)“ – Das Leben Jesu, S. 107.

Mittwoch, 26. Januar

4. Sklaven der Sünde oder Sklaven der Gerechtigkeit

a. Wie können wir überwinden, wie Christus es tat? 2. Petrus 1, 4.


„Jesus sagte: ‚Es kommt der Fürst der Welt. Er hat keine Macht über mich.‘ (Johannes 14, 30.) Satan vermochte mit seinen Spitzfindigkeiten bei ihm nichts auszurichten. Jesus gab der Sünde nicht nach. Nicht mit einem Gedanken überließ er sich der Versuchung. So soll es auch mit uns der Fall sein.
Das Menschliche in Christus war mit dem Göttlichen vereint; der ihm innewohnende göttliche Geist hatte ihn für den Kampf ausgerüstet. Und Jesus kam, um uns zu Teilhabern der göttlichen Natur zu machen. Solange wir durch den Glauben mit ihm verbunden sind, hat die Sünde keine Gewalt über uns. Gott fasst unsere Hand des Glaubens und will uns leiten, damit wir einen festen Halt an der Gottheit Christi haben und einen vollkommenen Charakter entfalten können.“ – Das Leben Jesu, S. 108.
„Sollten wir nicht die Feindschaft annehmen, welche Christus zwischen dem Menschen und der Schlange gesetzt hat?“ – That I May Know Him, S. 16.

b. Wie beschreibt Paulus den Zustand des Menschen, der sich von Gott entfernt hat? Epheser 2, 1-3; Römer 6, 20. 21. Aber was geschieht, wenn wir uns Christus übergeben? Römer 6, 19. 22. 23.

„[Der folgende Satz ist aus dem Englischen übersetzt] Satan tut sein Werk in den ungehorsamen Menschen. Er wirkt nicht nur direkt auf sie ein, sondern verleitet durch ihren Einfluss – ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht – auch andere zum Ungehorsam.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S. 99.
„Wenn der Mensch sich Christus ausliefert, ergreift eine neue Kraft Besitz von einem neuen Herzen. Mit ihm ist eine Wandlung vor sich gegangen, die niemand von sich aus zustande zu bringen vermag. Es ist ein außerordentliches Geschehen, wenn die menschliche Natur durch ein übernatürliches Wesenselement durchdrungen wird. Christus macht eine Seele, die sich ihm ergibt, zu seinem Bollwerk, das er in einer aufrührerischen Welt verteidigt. Er erwartet, dass in diesem Bollwerk keine andere als nur seine Autorität gilt. Ein Herz, das sich so in der Obhut der himmlischen Kräfte befindet, ist für Satans Angriffe unüberwindlich. Wenn wir uns jedoch nicht der Macht Christi anvertrauen, wird uns der Böse beherrschen. Es ist unvermeidbar, dass wir uns der einen oder der anderen der beiden großen Mächte unterordnen, die um die Herrschaft in der Welt kämpfen. Wir brauchen uns gar nicht bewusst in den Dienst des Reiches der Finsternis zu stellen, um in seine Gewalt zu geraten; es genügt bereits, wenn wir es unterlassen, uns mit dem Reich des Lichtes zu verbünden. Arbeiten wir nicht mit den himmlischen Kräften zusammen, [der folgende Teil ist nach dem Englischen übersetzt] so wird Satan von unserem Herzen Besitz ergreifen und es zu seiner Wohnstatt machen.“ – Das Leben Jesu, S. 314.

Donnerstag, 27. Januar

5. Die Gabe des ewigen Lebens

a. Was ist denen verheißen, die beharrlich an Christus glauben? Kolosser 1, 21-23; Römer 6, 23 (zweiter Teil).


„Wenn wir unser Vertrauen auf Jesus Christus setzen, der in uns den Gehorsam zu einem rechtschaffenen Leben weckt, wirken Engel Gottes an unseren Herzen die Bereitschaft zu guten Taten.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S. 99.

b. Wie beschrieb Christus in seinem hohepriesterlichen Gebet das ewige Leben, und unter welcher Voraussetzung ist das ewige Leben möglich? Johannes 17, 3; 1. Johannes 5, 12. 13. 20.

„[Johannes 17, 3 zitiert.] Diese Worte bedeuten viel. Nur wenn wir Christus kennen, kennen wir Gott. Der Gesandte Gottes ruft alle auf, diese Worte zu hören. Es sind Worte Gottes, und alle sollten sie beachten, denn durch diese Worte werden sie gerichtet werden. Rettende Erkenntnis Christi bedeutet, durch geistliche Erkenntnis belebt zu werden und seine Worte auszuleben. Ohne dies ist alles andere wertlos.“ – The Signs of the Times, 27. Januar 1898
„Eine Erkenntnis Gottes wird eine Art des Wissens schaffen, die so lang anhaltend sein wird wie die Ewigkeit.“ – Fundamentals of Christian Education, S. 392.
„Während wir Christus auf eine Weise, als Erlöser der Welt, kennen, bedeutet es mehr als das. Wir müssen eine persönliche Erkenntnis und Erfahrung in Christus Jesus haben, eine durch Erfahrung gegründete Erkenntnis Christi, darüber, was er für uns ist und was wir für Christus sind. Das ist die Erfahrung, nach der jedermann trachtet. Jedoch kann ich diese nicht für euch haben oder ihr für mich. Das Werk, welches für uns getan werden muss, entsteht durch die Offenbarung des Heiligen Geistes Gottes in den Seelen und Herzen der Menschen. Das Herz muss gereinigt und geheiligt werden.“ – This Day With God, S. 213.
„Gott erkennen heißt ihn lieben.“ – Das Leben Jesu, S. 11.

Freitag, 28. Januar

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Was geschieht mit meinen Prioritäten, wenn mein Schöpfer in mir ein neues Herz erschafft?
2. Was geschieht mit der Art meines Redens, wenn ich ein neues Herz habe?
3. Was geschieht, wenn ich meine Neigungen beständig auf Christus richte?
4. Wie ist meine menschliche Natur ohne Christus, und was geschieht, wenn ich meinen Willen vollkommen Christus übergebe?
5. Warum ist es so wichtig für mich, Jesus als meinen Freund und Erlöser zu kennen?

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