8. Lektion Sabbat, den 19. Februar 2022


Unsere Gelegenheit wertschätzen

Leittext: „Was wollen wir denn hier sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne.“ (Römer 9, 14.)

„Einfach und vernünftig sind die Bedingungen, um Gottes Gnade erlangen zu können. Der Herr erwartet nicht, dass wir irgendetwas Beschwerliches unternehmen, um Vergebung zu empfangen. Wir brauchen weder lange, mühselige Wallfahrten zu machen noch schmerzliche Bußübungen auszuführen, um uns vor dem lebendigen Gott angenehm zu machen oder unsere Übertretungen zu sühnen. ‚Wer seine Sünde ... bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.‘ (Sprüche 28, 13.)“ – Das Wirken der Apostel, S. 550.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 181-182; Zeugnisse, Band 5, S. 127-129.

Sonntag, 13. Februar

1. Eine gemischte Nation

a. Beschreibe das Verlangen nach Erlösung, das Paulus für seine Nation empfand, und die Gründe, die dahinterstanden. Römer 9, 1-5.


„Den Apostel beseelte kein gewöhnliches Verlangen. Beständig bat er Gott, für die Israeliten zu wirken, die versäumt hatten, in Jesus von Nazareth den verheißenen Messias zu erkennen…
Die Juden waren Gottes auserwähltes Volk, durch das er das ganze Menschengeschlecht segnen wollte. Aus ihnen hatte Gott viele Propheten erweckt. Diese hatten das Kommen des Erlösers vorausgesagt, der von denen verworfen und getötet werden würde, die in ihm als erste hätten den Verheißenen erkennen sollen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 371.

b. Was fand Gott immer inmitten der jüdischen Nation, von Anbeginn seiner Existenz an? Römer 9, 6-8.

Montag, 14. Februar

2. Ein Beispiel von früher

a. Was sollten wir von der Botschaft des Herrn an Rebekka lernen, über die Zukunft ihrer ungeborenen Zwillinge. Römer 9, 10-12; 1. Mose 25, 22. 23.


„Es war auch kein Akt der Willkür, dass Gott Esau von den Segnungen des Heils ausschloss. Die Gnadengaben durch Christus stehen allen Menschen offen. Es gibt keine Erwählung, sondern nur die eigene Entscheidung, zu leben oder zu verderben. Gott hat in seinem Wort die Bedingungen niedergelegt, unter denen jeder zum ewigen Leben erwählt werden kann: Gehorsam gegen seine Gebote durch den Glauben an Christus. Von Gott wird erwählt, wer wesensmäßig mit seinem Gesetz übereinstimmt und tut, was er fordert; solch ein Mensch kann in das Reich der Herrlichkeit eingehen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 181.

b. Welches Verlangen hatte Esau in Bezug auf das Geburtsrecht des Erstgeborenen, und Jakob den zweiten Sohn? 1. Mose 25, 29-34; Hebräer 12, 16. 17.

„[Der folgende Satz ist nach dem Englischen übersetzt.] Esau als der Ältere hatte Anspruch auf das Erstgeburtsrecht. Aber Esau hatte weder Neigung zur Frömmigkeit noch zum geistlichen Leben. Die mit dem Erstgeburtsrecht verbundenen Bedingungen waren ihm ein lästiger und geradezu verhasster Zwang. Esau empfand Gottes Gesetz, das die Bedingung des göttlichen Bundes mit Abraham gewesen war, als ein Joch. Mit seinem Hang zur Zügellosigkeit begehrte er nichts so sehr wie die Freiheit, tun und lassen zu können, was er wollte. Für ihn waren Macht und Reichtum, Gelage und Lustbarkeiten gleichbedeutend mit einem glücklichen Leben. [Der folgende Satz ist nach dem Englischen übersetzt.] Er genoss seine uneingeschränkte Freiheit seines wilden, landstreicherischen Lebens.“ – Patriarchen und Propheten, S. 155.
„Vorsätzlich trennte [Esau] sich vom Volke Gottes. Jakob dagegen erwählte das Erbteil des Glaubens.“ – Patriarchen und Propheten, S. 182.
„Jakob wusste durch die Mutter von der göttlichen Ankündigung, dass ihm das Erstgeburtsrecht zufallen sollte. Und er war von unsagbarem Verlangen nach den Vorrechten erfüllt, die ihm damit übertragen würden. Nicht, dass er nach dem Reichtum des Vaters strebte; das Ziel seiner Sehnsucht galt vielmehr dem geistlichen Erstgeburtsrecht. Mit Gott in der Weise zu verkehren, wie es der gerechte Abraham erlebt hatte, das Versöhnungsopfer für die Familie darzubringen, der Ahnherr des erwählten Volkes und des verheißenen Messias zu sein – das waren Gnadengaben, die er sich brennend wünschte. Sie schlossen ja das Erbe der unvergänglichen Besitztümer und den Segen des Bundes ein. Seine Gedanken gingen immer wieder in die Zukunft, und er trachtete nach ihren noch verborgenen Segnungen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 155.

Dienstag, 15. Februar

3. Gerecht und mitfühlend

a. Was offenbart Gottes Gerechtigkeit in der Anerkennung Jakobs? Römer 9, 13. 14.


„Es war auch kein Akt der Willkür, dass Gott Esau von den Segnungen des Heils ausschloss. Die Gnadengaben durch Christus stehen allen Menschen offen. Es gibt keine Erwählung, sondern nur die eigene Entscheidung, zu leben oder zu verderben. Gott hat in seinem Wort die Bedingungen niedergelegt, unter denen jeder zum ewigen Leben erwählt werden kann: Gehorsam gegen seine Gebote durch den Glauben an Christus. Von Gott wird erwählt, wer wesensmäßig mit seinem Gesetz übereinstimmt und tut, was er fordert; solch ein Mensch kann in das Reich der Herrlichkeit eingehen. Christus selbst sagte: ‚Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen.‘ (Johannes 3, 36.) – ‚Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.‘ (Matthäus 7, 21.) Wo es um das Anliegen der ewigen Errettung geht, ist dies die einzige Erwählung, von der das Wort Gottes spricht.
Wer wird denn erwählt? Jeder, der aufrichtig um seine Errettung bemüht ist. Wer die Waffenrüstung anlegt und den guten Kampf des Glaubens kämpft. Wer wacht und betet, in der Heiligen Schrift forscht und die Versuchung flieht. Wer im Glauben beharrt und jedem Wort aus Gottes Mund gehorsam ist. Die Voraussetzung zur Erlösung ist für alle geschaffen, aber erleben werden sie nur diejenigen, welche die Bedingungen erfüllt haben.“ – Patriarchen und Propheten, S. 181. 182.

b. Welchen zeitlosen Grundsatz offenbarte Gott dem Mose in Bezug auf sein Erbarmen? 2. Mose 34, 5-7; Römer 9, 15. 16.

„Wir dürfen uns Gott nicht nur als einen Richter vorstellen, der bereit steht, uns zu verdammen. Er hasst die Sünde; aber aus Liebe zu Sündern gab er sich selbst in der Person Christi dahin, damit alle, die es wollen, gerettet werden und ewige Glückseligkeit im Reiche der Herrlichkeit haben können.
Der Herr selbst erklärt seinen Charakter, den Satan böswillig falsch dargestellt hat … [2. Mose 34, 6. 7 zitiert.]“ – Zeugnisse, Band 5, S. 663.

Mittwoch, 16. Februar

4. Pharao

a. Wie müssen alle die Gefahr der Einstellung des Pharao erkennen, als Moses ihm den göttlichen Befehl zur Freilassung Israels aus der Sklaverei überbrachte? Römer 9, 17; 2. Mose 5, 1. 2.

b. Warum verhärtete sich das Herz des Pharao immer mehr, und wie soll das allen eine Warnung sein? 2. Mose 7, 3. 4; Hebräer 4, 7.


„Gott vernichtet keinen Menschen. Ein jeder, der zugrunde gehen wird, vernichtet sich selbst. Ein jeder, der die Mahnungen seines Gewissen erstickt, sät den Samen des Unglaubens, und derselbe wird eine sichere Ernte bringen. Als Pharao vor alters die erste ihm von Gott gegebene Warnung verwarf, säte er den Samen der Halsstarrigkeit, und er erntete Halsstarrigkeit. Gott zwang ihn nicht zum Unglauben. Der Same des Unglaubens, den er säte, brachte eine Ernte nach seiner Art hervor. In dieser Weise fuhr er in seiner Halsstarrigkeit fort, bis er auf sein verwüstetes Land, auf die kalte, tote Gestalt seines Erstgebornen und der Erstgebornen aller, die in seinem Hause waren, und aller Familien seines Reiches blickte, bis die Wasser des Meeres sich über seinen Pferden, seinen Wagen und seinen Kriegsleuten zusammenschlossen. Seine Geschichte veranschaulicht in furchtbarer Weise die Wahrheit der Worte: ‚Was der Mensch sät, das wird er ernten.‘ (Galater 6, 7.) Würden die Menschen dies erkennen, dann würden sie sorgfältiger darauf achten, was für Samen sie säen.“ – Christi Gleichnisse, S. 83.
„Es bedurfte keiner übernatürlichen Macht, das Herz des Königs zu verhärten. Gott gab Pharao außerordentlich überzeugende Beweise seiner Stärke, aber der Herrscher wehrte sich hartnäckig gegen jede bessere Einsicht. Mit jeder Offenbarung der unendlichen Machtvollkommenheit, die er zurückwies, wurde er umso entschlossener zum Widerstand. Schon mit der Ablehnung des ersten Wunders war die Saat der Auflehnung gestreut, die jetzt ihre Früchte trug. Als er sich unterstand, weiterhin eigene Wege zu gehen, steigerte sich seine Starrköpfigkeit von Mal zu Mal. Immer hartherziger wurde er, bis man ihn rief, sich die kalten, toten Gesichter der Erstgeborenen anzusehen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 244.
„Genau das, was sich im Herzen Pharaos abspielte, wird in jeder Seele stattfinden, die versäumt, dem Licht zu folgen und unverzüglich in seinen Strahlen zu wandeln. Gott vernichtet niemanden. Der Sünder vernichtet sich selbst durch seine eigene Unbußfertigkeit. Wenn jemand einmal versäumt, die Einladungen, Ermahnungen und Warnungen des Geistes Gottes zu beachten, wird sein Gewissen verletzt, und wenn er das nächste Mal ermahnt wird, ist es ihm schwieriger, zu gehorchen, als zuvor. So geschieht es bei jeder Wiederholung.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 128.

Donnerstag, 17. Februar

5. Es ist an der Zeit, sich zu entscheiden

a. Wie vermittelt die Weissagung jedem Sterblichen die göttliche Realität? Römer 9, 18-20.


„Jetzt ist für euch die Zeit, eine Vorbereitung zu treffen und euch für die uns bevorstehende furchtbare Prüfung bereit zu machen und jene Heiligkeit zu erlangen, ohne die niemand den Herrn sehen kann. Niemand darf sagen: Mein Weg ist vor dem Herrn verborgen; Gott hat keine Kenntnis davon. Es mag sein, dass es noch nicht zu spät ist. Jetzt mögt ihr noch bereuen können. Aber selbst wenn hinter euren Namen Vergebung eingetragen wird, werdet ihr schrecklichen Verlust erleiden; denn die Narben, die ihr eurer Seele zugefügt habt, werden bleiben.
Ach, wie ist es möglich, dass jene, denen das Licht der Wahrheit scheint, das große Licht, von Gott gegeben, den Zorn und die Gerichte Gottes herausfordern, indem sie gegen ihn sündigen und genau das tun, was Gott in seinem Wort verboten hat? Wie können sie so von Satan verblendet sein, Gott ins Angesicht zu entehren und ihre Seelen zu beflecken, indem sie wissentlich sündigen? Der Apostel sagt: ‚Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen.‘ Wollen diese Sünder in Zion – soll ich sie Heuchler nennen? – sich nicht die Frage stellen, welches Schauspiel sie der Welt, den Engeln und den Menschen sind? Gebt euch selbst die Antwort: Ein Schauspiel des Missbrauchs des Lichtes, der Vorrechte und der Gnadenbeweise Gottes, ein Schauspiel unziemlicher Handlungen, welche die Seele verderben und beflecken. Während ich vorgebe, Gott zu kennen, entferne ich ihn aus meinen Vorstellungen und ersetze ihn durch einen Götzen. Verleite ich durch mein Beispiel nicht andere dazu, die Sünde leicht zu nehmen?“ – Zeugnisse für Prediger, S. 385.

b. Welches Bild sollte immer lebhaft in unserem Geist verbleiben? Römer 9, 21-23.

Freitag, 18. Februar

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Woher wissen wir, dass die Abstammung keine Erlösung garantiert?
2. Warum fand Jakob in den Augen Gottes mehr Gefallen als Esau?
3. Was lehren mich die Erfahrungen Jakobs und Moses über Gott?
4. Wie kann ich es verhindern, Schritt für Schritt geistlichen Selbstmord zu begehen wie der Pharao?
5. Wie beeinflussen die Entscheidungen, die ich jetzt treffe, mein ewiges Leben?

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