7. Lektion Sabbat, den 13. Februar 2021


Ein gefährlicher Kompromiss

„Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir die Menschen tun.“ (Psalm 56, 11.)

„Solange die Seele in unerschütterlichem Vertrauen auf die Verdienste und Macht der Versöhnung beharrt, wird sie fest wie ein Fels zu den Grundsätzen stehen, und alle Macht Satans und seiner Engel kann sie nicht von ihrer Redlichkeit abwendig machen.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 390.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 651-653. 667-673.

Sonntag, 7. Februar

1. Mit Achis in Gath

a. Warum stand der von David gewählte Weg, um sich von dem Druck Sauls zu befreien, im Gegensatz zum Willen Gottes? 1. Samuel 27, 1-4.


„Davids Überzeugung, Saul würde seinen mörderischen Plan eines Tages ganz sicher ausführen, entstand ohne Gottes Rat. Selbst als Saul Ränke schmiedete und seinen Mordplan zu verwirklichen suchte, war der Herr am Werke, David das Königreich zu sichern. Gott führt seine Pläne durch, auch wenn sie dem menschlichen Auge verhüllt sind. Viele können Gottes Wege nicht verstehen. Und da sie auf äußere Anzeichen sehen, deuten sie Versuchungen und Prüfungen, die Gott über sie kommen lässt, als widrige Umstände, die sie nur zugrunde richten sollen. So achtete auch David nur auf die scheinbaren Widerstände und schaute nicht auf Gottes Verheißungen. Es schien ihm mehr als zweifelhaft, dass er den Thron Israels je besteigen würde. Die endlosen Anfechtungen hatten ihn in seinem Glauben müde gemacht und seine Geduld erschöpft.
Nicht der Herr schickte David zu Israels erbittertsten Feinden, den Philistern, um bei ihnen Schutz zu suchen. Gerade sie sollten bis zuletzt zu Israels schlimmsten Gegnern zählen; und doch floh er in der Not zu ihnen, damit sie ihm hülfen… Gott hatte ihn dazu berufen, sein Banner im Lande Juda aufzupflanzen. Wenn er den ihm zugewiesenen Platz ohne des Herrn Befehl verließ, geschah dies aus Mangel an Glauben.“ – Patriarchen und Propheten, S. 651.

Montag, 8. Februar

2. Die falschen Worte am falschen Ort

a. Wie wurde David von Achis empfangen, und auf welche Weise mögen auch wir manchmal in Gefahr sein, den Fehler Davids zu wiederholen? 1. Samuel 27, 5-7.


„Tatsächlich wurde Gott durch Davids Unglauben entehrt. Die Philister fürchteten sich weniger vor Saul und seinen Heeren als vor David. Wenn er sich jetzt aber unter ihren Schutz stellte, verriet er ihnen selbst die Schwäche seines Volkes. Das ermutigte diese hartnäckigen Gegner natürlich, Israel zu unterjochen. David war gesalbt worden, damit er Gottes Volk beschützte. Der Herr will auf keinen Fall, dass seine Knechte die Gottlosen ermutigen, indem sie ihnen die Schwächen seines Volkes enthüllen oder den Anschein erwecken, als sei ihnen dessen Wohl gleichgültig. Außerdem mussten Davids Brüder den Eindruck gewinnen, er sei zu den Heiden übergegangen und diene hinfort deren Göttern. Er gab ihnen Anlass, seine Beweggründe falsch auszulegen, und viele fassten ein Vorurteil gegen ihn. Er tat gerade das, was Satan durch ihn erreichen wollte. Denn als er bei den Philistern Zuflucht suchte, löste das bei den Widersachern Gottes und seines Volkes lauten Triumph aus. David hörte zwar nie auf, Gott anzubeten und sich auch weiterhin der Sache zu widmen. Aber er vertraute ihm seine persönliche Sicherheit nicht mehr an. Das trübte seinen aufrechten, gläubigen Charakter, den Gott bei seinen Dienern erwartet.
Die Philister nahmen David sehr freundlich auf. Diesen warmen Empfang verdankte er dem Umstand, dass deren König ihn bewunderte und es außerdem seiner Eitelkeit schmeichelte, dass ein Hebräer bei ihm Schutz suchte.“ – Patriarchen und Propheten, S. 652.

b. Welches Übel entstand aus den schlecht gewählten Worten Davids? 1. Samuel 27, 8-12.

„Solange David in dieser abseits gelegenen Stadt [Ziklag] lebte, führte er Krieg gegen die Geschuriter, Girsiter und Amalekiter und ließ keinen am Leben, der Kunde davon nach Gath hätte bringen können. Kehrte er vom Kampf zurück, tat er Achis gegenüber so, als habe er sein eigenes Volk, die Einwohner Judas, bekämpft. Mit dieser Heuchelei half er, die Widerstandskraft der Philister zu stärken … David wusste, dass nach Gottes Willen diese heidnischen Stämme vernichtet werden sollten und er für diese Aufgabe bestimmt war. Aber mit solchen Täuschungen handelte er nicht nach Gottes Ratschluss.“ – Patriarchen und Propheten, S. 652. 653.

Dienstag, 9. Februar

3. Das Bedürfnis nach der Befreiung durch Gott

a. Wie geriet David in noch größere Schwierigkeiten? 1. Samuel 28, 1. 2. Welches Gebet Davids zeigt, dass er schließlich aus seinen Fehlern gelernt hat? Psalm 141, 3.

„David dachte nicht daran, die Hand gegen sein eigenes Volk zu erheben. Aber er wusste auch nicht recht, wie er sich verhalten sollte, solange ihm nicht eindeutige Umstände seine Pflicht deutlich machten. So antwortete er dem König ausweichend: ‚Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht tun wird.‘ (1. Samuel 28, 1. 2.) Achis verstand diese Worte als Beistandsverpflichtung für den bevorstehenden Krieg und gab David seinerseits das Versprechen, ihm unter großen Ehrungen eine hohe Stellung an seinem Hofe zu übertragen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 653.

b. Wie befreite der Herr ihn trotz seines Fehlers aus der misslichen Lage bei Achis? 1. Samuel 29, 1-5.

„Es wäre für [David] weit besser gewesen, in den Bergen Zuflucht zu suchen statt bei den geschworenen Feinden Jahwes und seines Volkes. Aber in seiner großen Barmherzigkeit bestrafte der Herr seinen Knecht nicht damit, dass er ihn im Unglück und in der Ratlosigkeit sich selbst überließ. David hatte wohl den festen Halt an der Kraft Gottes verloren und war vom Wege strenger Rechtschaffenheit abgewichen, doch wollte er Gott unbedingt treu bleiben. Während Satan und seine Anhänger die Feinde Gottes und Israels gegen einen König unterstützten, der Gott entsagt hatte, halfen Engel des Herrn David aus der Gefahr, in die er geraten war. Sie bewogen die Philisterfürsten, seine Beteiligung bei dem bevorstehenden Kampfe abzulehnen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 667.

c. Beschreibe Achis’ Einstellung, als er David nach Hause sandte. 1. Samuel 29, 6-11. Welche Gefühle muss das in David geweckt haben?

„Achis’ Erwiderung muss Scham und Reue in David ausgelöst haben. Ihm wird klar geworden sein, dass solche Täuschung eines Knechtes Jahwes unwürdig war.“ – Patriarchen und Propheten, S. 668.

Mittwoch, 10. Februar

4. Die einzige Hoffnung

a. Wie wichtig ist es, dass unsere Worte rein sind, vor allem in der Zeit der letzten Tage – und wie nur ist das möglich? Offenbarung 14, 1. 5; Jakobus 4, 8.


„In eurem Mund soll keine Lüge gefunden werden.“ – Wie führe ich mein Kind?, S. 93.

b. Beschreibe was David nach seiner Ankunft in Ziklag erwartete. 1. Samuel 30, 1-6 (erster Teil).

„Wieder einmal wurde David wegen seines Kleinglaubens gestraft, der ihn dazu geführt hatte, sich unter den Philistern niederzulassen. Nun erlebte er es ja, wie sicher man bei den Feinden Gottes und des Volkes Gottes war.“ – Patriarchen und Propheten, S. 669.

c. Was beschloss David in dieser letzten Stunde der Krise? 1. Samuel 30, 6 (letzter Teil); Psalm 56, 2-4. 11-13.

„Wie konnte David erwarten, dass der Gott Israels ihn beschützen würde, wenn er sich mit den schlimmsten Feinden seines Volkes verbündete? … Konnte er ernsthaft Schutz bei einem Volk suchen, dessen Vernichtung Gott bestimmt hatte?“ – The Signs of the Times, 9. November 1888.
„David schien jedes menschlichen Rückhaltes beraubt zu sein. Alles, was ihm auf Erden lieb war, hatte er verloren. Saul hatte ihn aus der Heimat vertrieben; die Philister hatten ihn gezwungen, das Feldlager zu verlassen; die Amalekiter hatten inzwischen die Stadt geplündert; seine Frauen und Kinder waren gefangen, und die vertrauten Kameraden rotteten sich gegen ihn zusammen und drohten ihm sogar mit dem Tod. In dieser Stunde äußerster Not hing David nicht lange seinen Gedanken über die schmerzlichen Umstände nach, sondern bat Gott ernstlich um Hilfe. Er ‚stärkte sich in dem Herrn‘. (1. Samuel 30, 6.) Er hielt Rückblick auf sein vergangenes, bewegtes Leben. Hatte der Herr ihn je verlassen? Und er gewann neue Kraft, als er sich die vielen Beweise der göttlichen Gnade ins Gedächtnis rief. Davids Kampfgefährten dagegen machten ihr Elend durch ihre Unzufriedenheit und Ungeduld doppelt schwer. Aber der Mann Gottes, der noch mehr Grund zum Kummer hatte, hielt sich tapfer aufrecht. ‚Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich‘ (Psalm 56, 4), betete er in seinem Herzen. Obwohl er noch keinen Ausweg erkennen konnte, Gott wusste ihn und würde ihm sagen, was er tun sollte.“ – Patriarchen und Propheten, S. 669. 670.

Donnerstag, 11. Februar

5. Unser großzügiger Versorger

a. Wie belohnte Gott das Gebet Davids? 1. Samuel 30, 7-9. 16-19.


„Nun aber schonten sie [die Amalekiter], um mit ihren vielen Gefangenen ihren Siegesruhm zu steigern und um sie später als Sklaven zu verkaufen. So erfüllten sie unbewusst Gottes Absicht. Sie taten den Gefangenen nichts zuleide, damit diese ihren Männern und Vätern wiedergegeben werden konnten.“ – Patriarchen und Propheten, S. 671.

b. Welche geistliche Lehre ist in der großzügigen Entscheidung Davids hinsichtlich der Beute enthalten? 1. Samuel 30, 20-26; Johannes 4, 36-38.

„Einige selbstsüchtige und boshafte Krieger [verlangten] unter den vierhundert, dass diese Männer keinen Anteil an der Beute haben sollten, weil sie nicht gekämpft hatten. Es genüge, dass sie ihre Frauen und Kinder wiederhätten. Aber damit war David nicht einverstanden. [1. Samuel 30, 23. 24 zitiert.] So wurde es denn auch gehalten, und später wurde es zur Satzung in Israel erhoben, dass alle, die ehrenhaft irgendwie an einem Feldzug beteiligt waren, genauso an der Beute beteiligt sein sollten wie die eigentlichen Kämpfer.“ – Patriarchen und Propheten, S. 671.
„Heute braucht der Herr in seinem großen Erntefeld Leute, die säen, und solche, die ernten. Mögen doch alle, die hinaus ans Werk gehen, einige, um zu säen, und andere, um zu ernten, daran denken, dass sie sich nicht die Ehre für den Erfolg ihrer Arbeit zuschreiben können.
‚Wer erntet, empfängt schon seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet.‘ (Johannes 4, 36.)
Lest diese Worte sorgfältig. Studiert ihre Bedeutung, denn sie zeigen euch Gottes Plan.“ – Diener des Evangeliums, S. 224.

Freitag, 12. Februar

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Wie können wir es vermeiden, gemäß Davids Denkweise zu handeln, die ihn nach Gath führte?
2. Erkläre die Gefahren der weltlichen Art von Diplomatie.
3. Betrachte unterschiedliche Wege, mit denen Gott ehrliche bedrängte Seelen befreit.
4. Beschreibe den Hintergrund des 56. Psalms.
5. Was sind die Belohnungen des geistlichen Säens und Erntens?

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