11. Lektion Sabbat, den 14. März 2020


Der Besuch Jethros

„Sein Schwiegervater sprach zu ihm: … Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze über sie, etliche über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.“ (2. Mose 18, 17. 21.)

„In seiner Unterweisung an Mose legte der Herr deutlich den Charakter der Männer dar, die als Ratgeber dienen sollten.“ – Zeugnisse für Prediger, S. 294.

Zum Lesen empfohlen: Das bessere Leben, S. 16-19.

Sonntag, 8. März

1. Eine freudige Wiedervereinigung

a. Wer kam nach dem Kampf mit den Amalekitern, um Mose zu besuchen, und wen brachte er mit? 2. Mose 18, 1-5.


„Nicht weit vom derzeitigen Lagerplatz Israels wohnte Jethro, Moses Schwiegervater. Er hatte von der Befreiung der Hebräer gehört und machte sich nun auf, um sie zu besuchen und um Mose die Frau und seine beiden Söhne wieder zuzuführen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 274.

b. Was tat Mose, als Jethro ihm die Nachricht seines Kommens übermittelte? 2. Mose 18, 6. 7.

„Als Boten ihm die Nachricht ihrer Ankunft überbrachten, ging Mose ihnen mit Freuden entgegen. Nach der Begrüßung führte er sie in sein Zelt. Vor der gefahrvollen Ausführung Israels aus Ägypten hatte er seine Familie zurückgesandt. Aber nun durfte er sich wieder ihrer Hilfe und ihres Trostes erfreuen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 274.

Montag, 9. März

2. Die frohe Botschaft teilen

a. Was sagte Mose seinem Schwiegervater? 2. Mose 18, 8.

b. Wie reagierte Jethro auf die frohe Botschaft? 2. Mose 18, 9-12.


„Er [Mose] berichtete Jethro, auf welch wunderbare Weise Gott mit Israel gewesen war; freudig bewegt pries deshalb der Patriarch den Herrn. Mit Mose und den Ältesten vereinte er sich dann zu einem Dankopfer und zu einer Gedenkfeier an Gottes Barmherzigkeit.“ – Patriarchen und Propheten, S. 274.

c. Was sollten wir in Erinnerung an das Gespräch zwischen Mose und Jethro bedenken, wenn wir in Kontakt mit anderen kommen, sei es innerhalb oder auch außerhalb der Gemeinde? Psalm 105, 1; 1. Thessalonicher 5, 18.

„Gottes Vorgehen mit seinem Volk sollte oft wiederholt werden. Wie viele Denkmäler hat der Herr in seiner Handlungsweise mit dem alten Israel aufgerichtet! Damit die Geschichten der Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerieten, gebot er Mose, diese Begebenheiten in Liedern festzuhalten, damit die Eltern sie ihre Kinder lehren konnten. Sie mussten sich Andenken sammeln und diese sichtbar aufbewahren. Besondere Sorgfalt wurde darauf verwandt, sie zu erhalten, damit, falls die Kinder über diese Dinge Auskunft wünschten, die ganze damit zusammenhängende Geschichte erzählt werden konnte. Auf diese Weise behielten sie die Vorkehrungen, die sichtbare Güte und Barmherzigkeit Gottes in der Sorge für sein Volk und die Befreiung desselben im Gedächtnis … Der Herr hat sich seinem heutigen Volk als ein wunderwirkender Gott erwiesen … Wir müssen oft von Gottes Güte erzählen und ihn für seine wunderbaren Werke preisen.
Lasst uns auf die Gedenksäulen schauen als Beweis dafür, was der Herr getan hat, um uns zu erquicken und aus der Hand des Widersachers zu erretten. Lasst uns in frischem Angedenken die vielen Gnadengaben erhalten, mit denen Gott uns überhäuft hat, die Tränen, die er getrocknet, die Schmerzen, die er gestillt hat, erinnern wir uns der Schwierigkeiten, die er gelöst, der Furcht, die er verscheucht, der Bedürfnisse, für die er gesorgt, der Segnungen, die er über uns ausgeschüttet hat! Dadurch sammeln wir Stärke für die noch vor uns liegende Pilgerschaft.“ – Conflict and Courage, S. 364. 
„Täglich schenkt uns Gott seine Gnadengaben; aber wie wenig zeigen wir ihm unsere Dankbarkeit, wie wenig loben und preisen wir ihn für das, was er uns getan hat!“ – Der Weg zu Christus, S. 75.

Dienstag, 10. März

3. Jethro gibt einen Ratschlag

a. Was beobachtete Jethro in Bezug auf Moses Werk als Richter, und was war die Antwort Moses? 2. Mose 18, 13-16.


„Da Jethro im Lager blieb, sah er bald, welche schweren Lasten auf Mose ruhten. Zucht und Ordnung unter solcher riesigen und großenteils unwissenden Menge aufrechtzuerhalten, war tatsächlich eine ungeheure Aufgabe. Denn zu Mose als ihrem anerkannten Führer und ihrer Obrigkeit brachte man nicht nur die allgemeinen Anliegen und Pflichten des Volkes, sondern auch die persönlichen Streitigkeiten zwischen einzelnen Israeliten. Er hatte das erlaubt, weil es für ihn eine günstige Gelegenheit war, sie zu belehren. Er sagte: Ich ‚tue ihnen kund die Satzungen Gottes und seine Weisungen‘. (2. Mose 18, 16.) Aber Jethro erhob Einspruch dagegen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 275.

b. Welchen Ratschlag gab der Priester Gottes seinem Schwiegersohn? 2. Mose 18, 17-23.

c. Welche vier Haupteignungskriterien waren es, die der Besucher für die Auswahl der Männer hervorhob, welche die Lasten mit Mose teilen sollten? 2. Mose 18, 21 (erster Teil). Welcher Ratschlag, der den wählenden Leitern für Schulen gegeben wurde, ist auch auf die verschiedenen Abteilungen des Werkes heute übertragbar?


„Wo immer Schulen errichtet werden, muss man sich auch nach weisen Verwaltern umsehen, nach ‚tüchtigen, gottesfürchtigen Männern, Männern der Wahrheit, die den ungerechten Gewinn hassen‘ (2. Mose 18, 21; Elberfelder Bibel), die ihr Allerbestes geben, um den verschiedenen Verantwortlichkeiten gerecht zu werden, die ihre Stellungen ihnen auferlegen. Obgleich sie kaufmännische Fähigkeiten benötigen, ist es von noch größerer Wichtigkeit, dass sie demütig vor Gott wandeln und sich vom Heiligen Geist leiten lassen. Solche Männer werden von Gott gelehrt sein und werden auch von ihren Brüdern, die Männer des Gebets sind, Rat einholen.
Die Leiter unserer Schulen müssen sich in ihrer Arbeit von lauteren Beweggründen leiten lassen. In ihrer Selbstlosigkeit werden sie daran denken, dass andere Teile des großen, weiten Erntefeldes dieselben Erleichterungen bedürfen wie die Schulen, die unter ihrer Aufsicht stehen.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 218.

Mittwoch, 11. März

4. Den Ratschlag befolgen

a. Wie reagierte Mose auf den weisen Rat seines Schwiegervaters? 2. Mose 18, 24. 25.


„Der Herr hatte Mose ausgezeichnet und durch seine Hand Wunder tun lassen. Die Tatsache aber, dass Gott ihn dazu ausersah, andere zu belehren, verleitete ihn nicht zu der Annahme, er selbst bedürfe keiner Unterweisung mehr. Der erwählte Hirte Israels hörte gern auf die Ratschläge des frommen Priesters aus Midian und übernahm seinen Plan als eine kluge Einrichtung.“ – Patriarchen und Propheten, S. 275.

b. Was lehrt uns das in Bezug darauf, wie wir diejenigen behandeln sollten, die älter und erfahrener sind als wir? Was macht ihren Ratschlag so kostbar? 3. Mose 19, 32; Sprüche 16, 31.

„Auch den Beauftragten Gottes: Predigern, Lehrern und Eltern, die berufen sind, an seiner Statt zu sprechen und zu handeln, sollte Ehrerbietung gezollt werden. Durch die Achtung, die man ihnen erweist, wird er geehrt.
Besonders den Alten gegenüber hat Gott zarte Rücksicht geboten. Er sagt: ‚Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden wird.‘ (Sprüche 16, 31.) Sie erzählen von durchfochtenen Kämpfen und errungenen Siegen, von der Last, die getragen, und von Versuchungen, denen widerstanden wurde. Sie weisen auf matte Füße hin, die ihrer Ruhe nahe sind, auf Lücken, die bald entstehen werden. Das rufe man den Kindern ins Bewusstsein; dann werden sie den Pfad der Alten durch ihre Höflichkeit und Achtung ebnen. Anmut und Schönheit werden ihr junges Leben zieren, wenn sie das Gebot beachten: ‚Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren.‘ (3. Mose 19, 32.)“ – Erziehung, S. 225.

c. Was war das Ergebnis der empfohlenen Aufteilung der Befugnisse? 2. Mose 18, 26.

„Mose nahm den Rat an, der ihm nicht nur Erleichterung brachte, sondern auch zu einer besseren Ordnung im Volk führte.“ – Patriarchen und Propheten, S. 275.

Donnerstag, 12. März

5. Moses Befähigung zum Leiter

a. Welche besonderen Qualifikationen hatte Mose, so wie es Gott von denen forderte, die unter ihm wirken sollten? Welche wichtige Eigenschaft besaß er? 4. Mose 12, 3.

„Mose war ein demütiger Mensch. Gott nannte ihn den sanftmütigsten Menschen auf der Erde. Er war freigebig, edelmütig, von hoher Gesinnung und ausgeglichen. Er war nicht fehlerhaft. Seine Fähigkeiten waren nicht nur halb entwickelt. Mit passenden Worten konnte er seine Mitmenschen ermahnen; denn sein eigenes Leben stellte ein lebendiges Zeugnis dessen dar, was ein Mensch mit der Hilfe Gottes werden und erreichen kann, was er andere lehrte, wie die anderen sein sollten und was Gott von ihm forderte. Er sprach von Herzen und damit erreichte er auch die Herzen. Er war vollendet in Erkenntnis und doch so einfach wie ein Kind in seiner tiefen Anteilnahme. Mit einem bemerkenswerten Einfühlungsvermögen begabt, konnte er sich sofort in die Lage seiner Gesprächspartner und die jeweiligen Nöte versetzen. Er erkannte, wo sich etwas in schlechtem Zustand befand und Aufmerksamkeit erforderte, und er versäumte nicht einzugreifen.“ – Bibelkommentar, Band 1, S. 50.

b. Welche besondere Verheißung gab Jesus den Sanftmütigen? Matthäus 5, 5.

„Sanftmut ist eine kostbare christliche Eigenschaft. Die Sanftmut und die Demut Christi können nur durch das Tragen seines Jochs erlernt werden … Dieses Joch bedeutet die vollständige Unterwerfung.“ – In Heavenly Places, S. 236.

Freitag, 13. März

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Auf welche Eigenschaften sollten wir schauen, wenn wir heute Leiter für das Werk erwählen? Sollten solche auserwählt werden, denen diese Eigenschaften fehlen?
2. Was ist wichtiger als geschäftliche Fähigkeiten, wenn man Männer für verantwortungsvolle Aufgaben erwählt?
3. Worüber sollten wir in unseren Gesprächen mit anderen oftmals reden? Warum?
4. Wie sollten wir unsere Prediger, Eltern und Lehrer im Glauben behandeln? Warum?
5. Warum waren Moses Ermahnungen so mächtig? Was lehrt mich das?

Nach oben