13. Lektion Sabbat, den 28. März 2020


Ein Schutzwall

„Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des Herrn wandeln!“ (Psalm 119, 1.)

„Wer ein Verständnis der weitreichenden Forderungen von Gottes Gesetz hat, der kann etwas von der Abscheulichkeit der Sünde verstehen. Und je höher seine Vorstellung über die Anforderungen Gottes sind, desto größer wird seine Dankbarkeit für die Vergebung sein, die ihm zugesichert wird.“ – Our High Calling, S. 137.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 279-285.

Sonntag, 22. März

1. Den Schöpfer anerkennen

a. Wann wurde der Menschheit der Sabbat gegeben? Was war das Ziel des Sabbats? 1. Mose 2, 1-3.

„Man soll sich [des Sabbats] erinnern und ihn halten im Gedenken an das Werk des Schöpfers. Weil durch ihn auf den Schöpfer Himmels und der Erde hingewiesen wird, unterscheidet man durch seine Befolgung den wahren Gott von allen falschen Göttern.“ – Patriarchen und Propheten, S. 281.

b. Welche sind einige der grundlegenden Richtlinien für das wahre Halten des Sabbats? Jesaja 58, 13.

c. Warum versagen wir oft darin, am Sabbat Acht auf unsere Worte zu haben? Matthäus 12, 34.

„Um den Sabbat zu heiligen, sollen wir nicht einmal mit unseren Gedanken bei weltlichen Dingen sein.“ – Patriarchen und Propheten, S. 281.
„Um aber den Sabbat heiligen zu können, müssen die Menschen selbst heilig sein und durch den Glauben Teilhaber der Gerechtigkeit Christi werden.“ – Das Leben Jesu, S. 271.

Montag, 23. März

2. Gott an die erste Stelle setzen

a. Was drückt Gott ganz zu Beginn des Gesetzes aus, wodurch er seine Wichtigkeit bekundet? 2. Mose 20, 3. Wie zeigen wir, dass wir einer Sache die höchste Wichtigkeit im Leben einräumen? Welcher Art von anderen Göttern dienen wir manchmal?


„Jahwe, der Ewige, aus sich Seiende, Ungeschaffene, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, hat allein das Recht zu höchster Verehrung und Anbetung. Der Mensch darf keinem andern Wesen den ersten Platz in seinen Gefühlen oder seinem Handeln einräumen. Was auch immer wir schätzen mögen, sobald es unsere Liebe zu Gott mindert oder den ihm gebührenden Dienst beeinträchtigt, machen wir uns einen Gott daraus.“ – Patriarchen und Propheten, S. 279.

b. Welche Einstellung sollten wir Gott gegenüber haben? Markus 12, 30; 5. Mose 10, 12.

„Der Dienst Christi erfordert den gesamten Menschen – das Herz, den Geist, die Seele, die Kraft. Er wird ein geteiltes Herz nicht annehmen. Er erwartet von uns, das Beste von uns zu geben.“ – This Day With God, S. 161.

c. Welche Eigenschaft lebt auf, wenn wir dabei sind, in eine Beziehung mit Gott zu treten, in der er an erster Stelle steht? Galater 5, 6.

„Der Glaube, der uns in einen lebendigen Kontakt mit Christus bringt, kommt darin zum Ausdruck, dass wir Christus in allem den Vorrang geben, uns völlig auf ihn verlassen und uns ihm ganz weihen … Er sorgt im Leben des Nachfolgers Christi für den wahren Gehorsam gegenüber Gottes Geboten; denn die Liebe zu Gott und die Liebe zum Menschen wird das Ergebnis der lebendigen Verbindung mit Christus sein.“ – In Heavenly Places, S. 108.
„[Der wahre Gläubige] bleibt in Christus und empfängt seine Nahrung von ihm.
Nur die Ausübung eines persönlichen Glaubens kann diese geistliche Beziehung begründen. Diesen Glauben müssen wir über alles stellen, uns ganz auf ihn verlassen und durch ihn geheiligt werden. Unser Wille muss dem göttlichen Willen völlig unterstellt werden. Unsere Gefühle, Wünsche, Neigungen und Ehre sollen im Einklang sein mit der Förderung des Reiches Christi und der Ehre seiner Sache, da uns ständig seine Gnade zuteil wird und Christus unseren Dank dafür entgegennimmt.“ – My Life Today, S. 11.

Dienstag, 24. März

3. Selbstsüchtige Wünsche beiseitelegen

a. Wo hat das sündige Verlangen seinen Ursprung, das zu schlimmen Sünden wie Begierde und Ehebruch führt? Sprüche 4, 23; Matthäus 15, 19; 22. 37.

„Der Versucher kann auch uns niemals zwingen, etwas Böses zu tun. Er kann die Gemüter nicht beherrschen, wenn sie sich nicht selbst seiner Herrschaft unterwerfen. Der Wille muss seine Zustimmung geben, und der Glaube muss seinen Halt an Christus lassen, ehe Satan seine Macht über uns ausüben kann. Doch mit jedem sündhaften Verlangen kommen wir ihm entgegen. Sooft wir uns dem göttlichen Gebot widersetzen, öffnen wir dem Versucher eine Tür, durch die er eintreten kann, uns zu versuchen und zu verderben. Und jede Niederlage und jedes Versagen unserseits gibt ihm willkommene Gelegenheit, Christus zu schmähen.“ – Das Leben Jesu, S. 110.
„Das zehnte Gebot rührt unmittelbar an die Wurzel aller Sünden, wenn es selbstsüchtiges Verlangen verbietet, dem die sündige Tat entspringt. Wer im Gehorsam gegen Gottes Gesetz sündige Wünsche nach Dingen bezähmt, die andern gehören, wird sich durch keine Übeltat am Mitmenschen schuldig machen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 284.

b. Was sollten wir tun, wenn wir erkennt haben, dass sich das Schlachtfeld in der Seele befindet? Philipper 2, 5-8; Offenbarung 3, 20.

„Jesus wurde Mensch, damit er zwischen Mensch und Gott vermitteln konnte …, um im Menschen die ursprüngliche Gesinnung wiederherzustellen, die er im Garten Eden durch Satans verlockende Versuchung verloren hatte.“ – That I May Know Him, S. 291.
„Durch die Bekehrung und die darauf folgende Veränderung empfangen wir den Geist Christi.“ – That I May Know Him, S. 134.

c. Wie weitreichend ist der Gehorsam gegen das siebte Gebot? Matthäus 5, 27. 28.

„Dieses Gebot verbietet nicht nur unkeusche Handlungen, sondern auch wollüstige Vorstellungen und Begierden oder irgendwelche Gewohnheiten, durch die sie erregt werden könnten. Gott fordert nicht allein die äußerliche Reinheit, sondern die des Herzens, der geheimsten Gefühle und Wünsche. Auch Christus, der die weitreichende Verbindlichkeit des Gesetzes Gottes lehrte, bezeichnete böse Gedanken oder Blicke genauso als Sünde wie die unerlaubte Tat.“ – Patriarchen und Propheten, S. 283.

Mittwoch, 25. März

4. Zerstörerische Gedanken zurückweisen

a. Welches ist die Wurzel, aus der Mord heranwächst? 1. Johannes 3, 15. Was ist noch im Halten des sechsten Gebotes inbegriffen?

„Folgende Dinge sind mehr oder weniger Übertretung des sechsten Gebotes: jede Ungerechtigkeit, die zur Verkürzung eines Menschenlebens führt; Hassgefühle, Rachsucht und andere Leidenschaften, die sich schädlich auf andere Menschen auswirken oder uns auch nur veranlassen, ihnen Böses zu wünschen; denn ‚wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger‘ (1. Johannes 3, 15); ferner Vernachlässigung der Bedürftigen oder Leidenden aus selbstsüchtigen Gründen und sowohl alle zügellose Genusssucht als auch unnötige Entbehrung oder übertriebene Arbeitsleistung, die zur Schädigung der Gesundheit führt.“ – Patriarchen und Propheten, S. 283.

b. Welche Eigenschaft des fleischlichen Herzens führt uns zum Hass, und wie beeinflusst dieser üble Wesenszug solche, die ihn hegen? 1. Korinther 3, 3; Sprüche 14, 30.

„Neid ist ein Kind des Stolzes; nährt man ihn im Herzen, führt das schließlich zu Hass, Rachsucht und Mord.“ – Patriarchen und Propheten, S. 632.
„Neid ist ein verächtliches Merkmal des satanischen Wesens. Er trachtet fortwährend danach, dass Ich zu erhöhen und andere ins schlechte Licht zu rücken. Ein Mensch, der neidisch ist, wird seinen Nächsten herabsetzen, um sich selbst zu erhöhen.“ – Bibelkommentar, S. 168.
„Neid, Eifersucht und Argwohn sind ein höllischer Schatten, durch den Satan euren Blick auf den Charakter Christi behindern will, so dass ihr, wenn ihr das Böse anseht, völlig in dessen Ebenbild verwandelt werdet.“ – Bibelkommentar, S. 173.

c. Wie weit sollte unsere Ehrlichkeit reichen, wenn wir wahrhaft das achte Gebot halten wollen? 2. Korinther 8, 21.

„[Das achte Gebot] verdammt Diebstahl und Raub und fordert unbedingte Redlichkeit in den kleinsten Dingen des Lebens. Es verbietet das Übervorteilen im Geschäftsleben und verlangt gerechte Bezahlung bei Verpflichtungen oder Arbeitslöhnen. Es erklärt jeden Versuch, sich durch die Unwissenheit, die Schwäche oder das Missgeschick eines anderen Vorteil zu verschaffen, für Betrug, der in den Büchern des Himmels verzeichnet wird.“ – Patriarchen und Propheten, S. 283.

Donnerstag, 26. März

5. Die höchste weltliche Ehre

a. Was ist am fünften Gebot besonders? Epheser 6, 2; 2. Mose 20, 12.

„Die Eltern haben in einem Maße Anspruch auf Liebe und Achtung, wie es keinem andern zusteht. Gott selbst hat ihnen die Verantwortung für jene Menschen auferlegt, die ihrer Obhut anvertraut sind, und hat bestimmt, dass sie an seiner Stelle stehen sollten, solange die Kinder noch jung sind. Wer also die rechtmäßige Autorität seiner Eltern ablehnt, verwirft die Autorität Gottes. Das fünfte Gebot verlangt von den Kindern nicht nur Dankbarkeit, Unterordnung und Gehorsam den Eltern gegenüber, sondern auch Liebe und fürsorgliche Rücksichtnahme. Sie sollen ihnen die Mühsal erleichtern, auf ihren guten Ruf bedacht sein sowie im Alter für sie sorgen und ihnen Freude machen. Das Gebot schließt aber auch Achtung vor Predigern, vor der Obrigkeit und allen anderen ein, denen Gott Autorität übertragen hat.“ – Patriarchen und Propheten, S. 282.
„Die Verpflichtung unseren Eltern gegenüber endet nie. Unsere Liebe zu ihnen und die ihre zu uns wird nicht in Jahren oder an der Entfernung gemessen, und unsere Verantwortung kann niemals aufhören.“ – My Life Today, S. 278.
„Wer aufrichtig dem Heiland folgen will, muss ihm in seinem Herzen Wohnung machen und ihm dort den besten Platz einräumen. Er muss in seinem häuslichen Leben den Geist und Charakter Jesu offenbaren und Höflichkeit und Güte denen entgegenbringen, mit denen er in Berührung kommt. Es gibt viele Kinder, die vorgeben, die Wahrheit zu kennen, und dennoch ihren Eltern nicht die gebührende Achtung und Zuneigung entgegenbringen, Kinder, die dem Vater und der Mutter nur wenig Liebe erweisen, deren Wünsche nur mangelhaft beachten und kaum versuchen, ihre Sorgen zu mildern.“ – Sons and Daughters of God, S. 60.

Freitag, 27. März

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Wie allein kann ich den Sabbat heilig halten? Was werden meine Worte und Taten offenbaren?
2. Was wird das Ergebnis sein, wenn ich eine lebendige Verbindung mit Christus pflege?
3. Was geschieht, wenn ein sündiges Verlangen oder ein sündiger Gedanke gehegt wird, auf dem man beharrt?
4. Was ist Neid? Was ist das Ergebnis, wenn man dieser sündigen Eigenschaft Raum gewährt?
5. Warum sollen Eltern mehr geliebt und respektiert werden als jede andere Person?

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