3. Lektion Sabbat, den 18. Januar 2020


Sturheit, eine Frucht des Stolzes

„Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Galater 6, 7.)

„Pharao säte Eigensinn und erntete Eigensinn. Er war es, der diesen Samen säte. Gott brauchte keine andere Kraft einzusetzen, um das Wachsen zu fördern, als wie er sie bei einem Samenkorn verwendet.“ – Bibelkommentar, S. 34.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 234-242.

Sonntag, 12. Januar

1. Der Pharao widersetzt sich Gott

a. Welche Bitte äußerten Mose und Aaron, als sie vor den König Ägyptens traten, und was antwortete dieser? 2. Mose 5, 1-3.

b. Welche Warnung sollten wir im Stolz und in der Empörung des Pharao erkennen? Galater 6, 7; Sprüche 11, 2.


„Wer sein eigenes Wissen über den klaren göttlichen Willen stellt, spricht wie Pharao: ‚Wer ist der Herr, des Stimme ich hören müsse?‘ Jede Verwerfung des Lichts verhärtet das Herz und trübt das Verständnis. Die Menschen können so immer weniger zwischen Recht und Unrecht unterscheiden und werden immer kühner im Widerstand gegen den Willen Gottes.“ – Bibelkommentar, S. 33.
„Lasst alle durch die Botschaften gewarnt werden, die vom Himmel gesendet werden, denn wenn jemand seine eigenen Wege erhöht und sein eigenes Urteil über alles stellt, dann wird er unter die Herrschaft Satans fallen und wird mit verbundenen Augen von ihm geführt werden, bis sein Geist und seine Handlungen mit denen des großen Betrügers übereinstimmen. So geht es Schritt für Schritt, bis sein gesamter Geist unter dem Einfluss des Bannes steht. Die Schlange hält ihre Augen auf den Menschen fixiert, um ihn zu bezaubern, bis er keine Kraft mehr hat, aus der Falle zu entkommen.“ – The Publishing Ministry, S. 175.

Montag, 13. Januar

2. Der Pharao legt größere Lasten auf

a. Welchen Vorwurf brachte der König gegen Mose und Aaron hervor? 2. Mose 5, 4. 5. Auf welches „Feiern“ bezog er sich?


„In der Knechtschaft hatten die Israeliten das Verständnis für das göttliche Gesetz bis zu einem gewissen Grade verloren und waren davon abgewichen. Der Sabbat wurde allgemein vernachlässigt, und die Forderungen der Fronvögte machten seine Beobachtung, wie es schien, unmöglich. Aber Mose zeigte seinem Volk, dass Gehorsam gegenüber Gott die erste Bedingung für die Befreiung war. Und das Bestreben, den Sabbat wieder zu halten, war ihren Unterdrückern bekannt geworden.“ – Patriarchen und Propheten, S. 235.

b. Was war das Ziel Gottes bei der Befreiung Israels aus Ägypten? Psalm 105, 43-45. Welche Auswirkung hat das auf uns?

„Wie der Sabbat damals, als Israel aus Ägypten in das irdische Kanaan einzog, das Zeichen des Unterschiedes war, so kennzeichnet er auch heute Gottes Kinder, wenn sie aus der Welt herauskommen, um in die himmlische Ruhe einzugehen. Der Sabbat ist ein Zeichen der Verwandtschaft zwischen Gott und seinem Volk, ein Zeichen, dass dieses sein Gesetz ehrt. Er kennzeichnet Gottes treue Untertanen sowie die Übertreter … Der Sabbat, der Welt als Zeichen gegeben, dass Gott der Schöpfer ist, ist auch das Zeichen, dass Gott sie heiligt. Die Kraft, die alle Dinge schuf, ist dieselbe Kraft, welche die Seele nach Gottes Bild erneuert.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 350.
„Wird das Gesetz Gottes im Leben beispielhaft befolgt, dann wird selbst die Welt erkennen, dass diejenigen, die Gott lieben, ihn fürchten und ihm dienen, jedem anderen Volk auf Erden überlegen sind.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 22.

c. Welches Ergebnis hatte das Treffen mit dem Pharao? 2. Mose 5, 6-14.

„Ganz erregt argwöhnte der König, die Israeliten planten Empörung gegen ihre Dienstpflicht. Da Unzufriedenheit meistens die Folge von Müßiggang sei, wollte er schon dafür sorgen, dass ihnen keine Zeit zu gefährlichen Plänen blieb. Schlagartig traf er Maßnahmen, die Zügel noch straffer anzuziehen und die Neigungen zur Unabhängigkeit zu unterdrücken.“ – Patriarchen und Propheten, S. 235.

Dienstag, 14. Januar

3. Gott prüft den Glauben Israels

a. Mit welchem Vorwurf kamen die Vorsteher der Kinder Israel zu Mose und Aaron? 2. Mose 5, 19-21.

b. Warum hat der Herr das Volk Israel nicht sofort befreit? Apostelgeschichte 14, 22.


„Die Hebräer hatten nicht damit gerechnet, dass sie ihre Freiheit erst nach außergewöhnlichen Glaubensprüfungen durch Leiden oder gar Not gewinnen würden. Sie waren auch noch gar nicht darauf vorbereitet. So glaubten sie nur ungenügend an Gott und wollten ihre Anfechtungen nicht so lange geduldig ertragen, bis er sich bereitfände, ihnen zu helfen. Viele wollten sogar lieber in der Knechtschaft bleiben, nur um den Schwierigkeiten zu entgehen, die der Auszug in ein fremdes Land mit sich brächte. Auch hatten sich manche den ägyptischen Sitten so stark angepasst, dass sie es vorzogen, in Ägypten zu bleiben. Darum errettete der Herr sie nicht gleich durch die erste Bekundung seiner Macht vor Pharao. Er fügte die Ereignisse sogar derart, dass der tyrannische Sinn des ägyptischen Königs erst die Oberhand gewann und er sich auch seinem Volke offenbaren konnte. Wenn sie dann seine Gerechtigkeit, Macht und Liebe sähen, würden die Hebräer Ägypten verlassen und ihm dienen wollen. Moses Aufgabe wäre wesentlich leichter gewesen ohne die vielen verführten Israeliten, die nicht mehr aus Ägypten fort wollten.“ – Patriarchen und Propheten, S. 237.
„Die Kinder Israel waren der Zügellosigkeit, dem Götzendienst, der Völlerei und widerlichen Lastern verfallen. Das ist stets die Folge der Sklaverei. Aber der Herr schaute auf sein Volk und unterwies es nach seiner Befreiung. Sie wurden nicht vernachlässigt.“ – The Southern Work, S. 43.

c. Was versprach der Herr für sein Volk zu tun, als Mose sich beim Herrn über die den Israeliten auferlegten Strapazen beschwerte? 2. Mose 5, 22. 23; 6, 1-8.

„Weil [Gott] es gut mit uns meint, führt er uns nicht immer zu den leichtesten Plätzen, denn dort könnten wir in unserer Selbstgenügsamkeit vergessen, dass der Herr unser Helfer zu aller Zeit ist, wenn wir etwas brauchen. Aber er wünscht, sich selbst in Zeiten der Not in uns zu bekunden und uns die reichen Quellen zu eröffnen, die uns ungeachtet unserer Umgebung zur Verfügung stehen; auch Enttäuschung und Versuchungen werden zugelassen, damit wir unsere eigene Hilflosigkeit erkennen und den Herrn um Hilfe anrufen wie ein Kind, welches hungrig und durstig nach seinem irdischen Vater ruft.“ – Reflecting Christ, S. 353.

Mittwoch, 15. Januar

4. Die Menschen sind verzagt

a. Wie nahmen die Kinder Israel die Botschaft des Herrn auf, als Mose zum zweiten Mal mit ihnen sprach? 2. Mose 6, 9. Welche Verheißungen hätten eine Quelle der Hoffnung für alle Israeliten sein sollen? 1. Mose 15, 13. 14; 50, 24.


„Die Ältesten Israels bemühten sich, den schwindenden Glauben ihrer Brüder wachzuhalten. Sie wiederholten ihnen die Verheißungen an die Väter und Josephs prophetische Worte vor seinem Tode, die ihre Befreiung aus Ägypten voraussagten. Einige hörten und glaubten es. Andere aber wagten dies angesichts ihrer augenblicklichen Lage nicht zu erhoffen. Die Ägypter waren über das, was unter ihren Sklaven erzählt wurde, gut unterrichtet, aber sie lachten über deren Erwartungen und leugneten höhnisch die Macht ihres Gottes. Sie wiesen auf ihre Lage als ein Sklavenvolk hin und spotteten: ‚Wenn euer Gott gerecht und barmherzig ist und Macht besitzt über die ägyptischen Götter, warum macht er euch nicht zu einem freien Volk?‘ In diesem Sinne beriefen sie sich auf die eigene Stellung. Sie verehrten Gottheiten, die die Israeliten falsche Götter nannten, und doch wären sie ein reiches, mächtiges Volk. Ihre Götter hätten sie mit Wohlstand gesegnet und ihnen die Israeliten als Sklaven preisgegeben. Sie prahlten mit ihrer Macht, die Anbeter Jahwes unterdrücken und vernichten zu können; Pharao selbst rühmte sich, dass der Gott der Hebräer sie nicht aus seiner Hand erretten könne.
Solche Worte machten die Hoffnungen vieler Israeliten zunichte. Ihre Lage schien in vieler Hinsicht so zu sein, wie es die Ägypter darstellten. Es stimmte ja, dass sie Sklaven waren und über sich ergehen lassen mussten, was immer die grausamen Fronvögte ihnen zufügten. Ihre Kinder wurden aufgespürt und umgebracht, und ihnen selbst war das Leben eine Last. Dennoch verehrten sie den Gott des Himmels. Wenn Jahwe wirklich über allen Göttern stand, würde er sie ganz gewiss nicht in der Knechtschaft von Götzendienern lassen. Und die Gott treu blieben, begriffen auch, weshalb er es zugelassen hatte, dass sie zu Sklaven wurden: weil Israel von ihm abgewichen war, weil es dazu neigte, in heidnische Völker zu heiraten, und sich dadurch zum Götzendienst verleiten ließ. Aber voll Zuversicht versicherten sie ihren Brüdern, dass er das Joch des Bedrückers bald zerbrechen werde.“ – Patriarchen und Propheten, S. 237.

b. Mit welchem Argument versuchte sich Mose zu entschuldigen, als Herr im befahl, nochmals vor dem Pharao zu sprechen? 2. Mose 6, 10-12.

Donnerstag, 16. Januar

5. Gott sendet Zeichen und Wunder

a. Was wollte Gott in Ägypten vervielfachen, nachdem er Mose dazu ermutigt hatte erneut zu Pharao zurückzukehren, und wie war die Reaktion der Ägypter? 2. Mose 7, 1-5.


„Vor jeder Plage sollte Mose deren Art und Wirkung beschreiben, damit der König sich davor bewahren konnte, wenn er das wollte. Auf jede Züchtigung, die er zurückwies, sollte eine härtere folgen, bis sich sein stolzes Herz demütigen und er den Schöpfer Himmels und der Erde als den wahren, lebendigen Gott anerkennen werde … Gott wünschte seinen eigenen Namen zu verherrlichen, damit auch andere Völker von seiner Macht hörten und sich seiner mächtigen Taten wegen fürchteten; aber auch, damit Israel sich vom Götzendienst abwendete und ihm mit reinem Gottesdienst Gehorsam leistete.“ – Patriarchen und Propheten, S. 238.

b. Wie wurden die Macht Gottes und die Macht Satans vor dem Pharao einander gegenübergestellt? 2. Mose 7, 8-12. Was war Satans Ziel in dem Versuch, die Werke Gottes nachzuahmen?

„Indem er nachahmte, was Gott durch Mose geschehen ließ, hoffte er nicht nur, Israels Befreiung zu verhindern, sondern auch Einfluss auf künftige Zeiten zu gewinnen. Es galt, den Glauben an Christi Wunder zu vernichten. Satan wird immer versuchen, das Werk Christi zu verfälschen und seine eigene Macht wie auch die damit verbundenen Ansprüche durchzusetzen. Er bringt die Menschen dahin, Christi Wunder als scheinbaren Erfolg menschlicher Kraft und Geschicklichkeit anzusehen. Auf diese Weise zerstört er in vielen den Glauben an Christus als den Sohn Gottes und verleitet sie dazu, die im Erlösungsplan angebotene Gnade zurückzuweisen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 240.

Freitag, 17. Januar

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Wie zeigen wir manchmal denselben Stolz wie der Pharao?
2. In welcher Weise ist der Sabbat ein Merkmal von Gottes Volk in der heutigen Zeit?
3. Warum waren so viele Israeliten nicht gewillt, Ägypten zu verlassen? Warum sind so viele von uns heute nicht gewillt, sich von weltlichen Bräuchen und Ideen zu trennen?
4. Warum ließ Gott zu, dass die Israeliten versklavt werden?
5. Warum versuchte Satan, die Wunder Gottes nachzuahmen?

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