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Philipper, Kolosser und Thessalonicher" |
Vorwort
Wenn wir einige Briefe des Paulus betrachten, insbesondere die Briefe an die Philipper, Kolosser und Thessalonicher, so erklingt darin deutlich eine lebenswichtige, umfassende Botschaft. Hier erkennen wir unsere Notwendigkeit eines hohen Maßes an Fortschritt im christlichen Charakter sowie das Verständnis wesentlicher lehrmäßiger Wahrheiten in Vorbereitung auf die Wiederkunft unseres Herrn.
Diese Briefe wurden vor nahezu 2.000 Jahren geschrieben, und doch sind sie für uns heute höchst relevant. Während alle innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren verfasst wurden, enthält jeder von ihnen eine kraftvolle Botschaft für unsere Zeit. Der Brief an die Philipper zeigt die Freude des Apostels, selbst während er um des Glaubens willen gefangen war; der Kolosserbrief, ebenfalls aus dem Gefängnis geschrieben, entfaltet ein wahres lehrmäßiges Bild des Christentums; und die beiden Briefe an die Thessalonicher erklären die Ereignisse der letzten Tage mit einzigartiger Klarheit für Seelen, die selbst Verfolgung erduldeten.
„Heute gibt es viele Menschen, die ihre Augen vor den Zeichen verschließen, mit denen Jesus sie warnend auf sein Kommen hinweisen wollte. Sie versuchen alle Befürchtungen zu beschwichtigen, während sich gleichzeitig die Zeichen des Endes rasch erfüllen und die Welt dem Tag entgegeneilt, da des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels erscheinen soll. Paulus bezeichnet es als eine Sünde, sich gleichgültig den Zeichen gegenüber zu verhalten, die der Wiederkunft Christi vorausgehen sollen. Alle, die sich dieser Missachtung schuldig machen, nennt er Kinder der Nacht und der Finsternis. Die Einsichtigen und Wachsamen dagegen ermutigt er mit den Worten: ‚Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein.‘“ – Das Wirken der Apostel, S. 260.
„Wir stehen unmittelbar vor der letzten Schlacht in dem großen Kampf, in dem Satan ‚mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit‘ alles aufbieten wird, den Charakter Gottes zu entstellen und, wo es möglich wäre, auch die Auserwählten zu verführen. Wenn je ein Volk einer ständig wachsenden Erleuchtung vom Himmel bedurfte, dann ist es das Volk, das Gott in dieser gefahrvollen Zeit berufen hat, Hüter seines heiligen Gesetzes zu sein und seinen Charakter vor der Welt zu verteidigen. Diejenigen, denen Gott ein so heiliges Vermächtnis anvertraut hat, müssen durch die Wahrheiten, an die sie glauben, vom Geist Gottes durchdrungen, veredelt und belebt werden. Noch nie war es nötiger und niemals wünschte der Herr es mehr, dass die Gemeinde die Erfahrung machen sollte, die in dem Brief des Paulus an die (Kolosser 1, 9-11) beschrieben wird: Wir hören ‚nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verständnis, dass ihr wandelt würdig dem Herrn zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken und wachset in der Erkenntnis Gottes.‘“ – Zeugnisse, Band. 5, S. 778.
Möge dies unsere Erfahrung sein!
Die Sabbatschulabteilung der Generalkonferenz


