8. Lektion Sabbat, den 21. November 2026


Die Familie und darüber hinaus

LEITTEXT: „Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo.“ (Epheser 4, 32.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 3, S. 558-573.

„Wir müssen den Geist Gottes besitzen oder wir werden in unseren Heimen keine Harmonie haben… Wenn sich jemand irrt, wird der andere christliche Geduld üben und sich nicht kalt abwenden.“ – Ein glückliches Heim, S. 74.

1. Aufrufe an die Frauen 15.11. (So)

a. Wie kann eine Ehefrau die Harmonie in ihrer Ehe fördern? Sprüche 14, 1; Epheser 5, 33 (letzter Teil); Kolosser 3, 18.

„Die Beziehung von Mann und Frau ist die heiligste und feierlichste.“ – Manuscript Releases, Band. 6, S. 43.
„Viele Männer enden bei den Worten: ‚Ihr Frauen seid untertan...‘, aber wir wollen auch den Schluss dieser Anweisung lesen, die sagt: ‚...wie sich‘s gebührt in dem Herrn.‘
Gott verlangt, dass die Frau die Furcht und den Ruhm Gottes immer vor Augen behält. Völlige Unterordnung steht nur dem Herrn Jesus Christus zu, der sie mit dem unendlichen Preis seines Lebens als sein eigenes Kind gekauft hat. Gott gab ihr ein Gewissen, das sie nicht ungestraft verletzen kann. Ihre Individualität kann nicht mit der ihres Mannes verschmolzen werden, denn sie ist Christi Eigentum. Es ist falsch zu glauben, dass sie in blinder Ergebenheit alles genau so machen soll, wie ihr Mann es sagt, wenn sie weiß, dass es ihrem Körper und Geist schaden würde, die aus der Sklaverei Satans erlöst wurden. Es gibt einen, der höher steht als der Mann über seiner Frau – nämlich ihr Erlöser, und ihr Gehorsam ihrem Mann gegenüber ist so geregelt, wie Gott es angewiesen hat: ‚...wie sich‘s gebührt in dem Herrn.‘“ – Ein glückliches Heim, S. 72. 73.
„Wenn eine Frau den Geist Christi besitzt, wird sie ihre Worte vorsichtig wählen und ihren Geist kontrollieren. Sie wird sich unterordnen und sich doch nicht als eine Sklavin fühlen, sondern als Gefährtin ihres Mannes.“ – Ein glückliches Heim, S. 74.

2. Ein vergessener Aufruf 16.11. (Mo)

a. Wie sollen gottesfürchtige Frauen Gottes Verhaltensgrundsätze schätzen, und dabei auch von ihren Familien und Gemeinden darin bestärkt werden? 1. Petrus 3, 1-6; Philipper 2, 14.

„In unseren Familien und Gemeinden werden heute Götzen gehegt, die denselben Einfluss auf uns haben wie das goldene Kalb auf die Israeliten. Will das Volk sich selbst überprüfen? Wollen die Hirten ihre Arbeit als getreue Wächter Gottes verrichten? Wollen sie sehen, welche Götzen sie hegen? Will ein jeder, der in mittelmäßigen Umständen lebt, bedenken, dass er zu einem Volk gehört, das in seiner Kleidermode, seiner Rede und seinem Betragen eigentümlich und abgesondert von der Welt sein soll? Wollen sie ihren Götzendienst in kleinen wie großen Sachen sehen, und dass dies sie von Gott trennt? Wird getadelt, sind sie beschämt, aber nicht reumütig.“ – Bibelkommentar, S. 489.
„Auffallende, extravagante Kleidung ruft allzu oft im Herzen der Trägerin Lust und Sinnlichkeit hervor und erweckt Begehren im Herzen des Betrachters. Gott weiß, dass dem Ruin eines Charakters häufig Stolz und Eitelkeit in der Kleidung vorangehen.“ – Counsels on Health, S. 602.
„Die Mode ist eine Göttin, welche die Herrschaft über die Welt errungen hat und sich häufig auch in die Gemeinde einschleicht. Die Gemeinde sollte das Wort Gottes als Richtschnur betrachten und die Eltern sich hierin von vernünftigen Gedanken leiten lassen. Wenn sie bei ihren Kindern die Neigung zu weltlicher Mode beobachten, sollten sie wie Abraham ihrem Hause entschiedene Befehle erteilen. Statt sie an die Welt zu binden, verbindet sie mit Gott.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 527.
„Um Gottes Volk vor den verderblichen Einflüssen der Welt zu bewahren und sowohl die körperliche als auch die moralische Gesundheit zu fördern, wurde die Kleiderreform unter uns eingeführt. Sie sollte kein Knechtschaftsjoch, sondern ein Segen sein.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 689.

b. Was stärkt die Gemeinde, um eine gottgefällige Lebensweise zu bewahren und die Moral in einer gottlosen Welt zu schützen? Titus 2, 1-5; Matthäus 5, 8.

„Meine Schwestern, meidet selbst den Schein des Übels. In diesem schnelllebigen Zeitaltar der Unmoral und Verdorbenheit seid ihr nicht sicher – es sei denn, ihr seid wachsam.
Tugend und Sittsamkeit sind selten. Ich rufe euch auf, die ihr als Nachfolger Christi einen erhabenen Glauben bekennt, die unschätzbar schöne Knospe der Sittsamkeit zu pflegen. Das wird die Keuschheit schützen.“ – Ein ernster Aufruf an die Mütter, S. 39.

3. Aufrufe an die Männer 17.11. (Di)

a. Was muss sich ein Mann bewusst machen, wenn er sich zur Heirat entschließt? Kolosser 3, 19.

„Wenn Ehemänner die völlige Unterwerfung ihrer Frauen verlangen und erklären, dass Frauen in der Familie nichts zu sagen und keinen Willen haben, sondern sich völlig unterordnen müssen, rücken sie ihre Frauen in eine Position, die nicht mit der Heiligen Schrift übereinstimmt. Indem sie es in dieser Art und Weise auslegen, tun sie der Einrichtung der Ehe Gewalt an. Dies geschieht nur, damit sie ihre willkürliche Herrschaft ausüben können, wozu sie kein Recht haben. Aber wir lesen weiter: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, und seid nicht bitter gegen sie.“ (Kolosser 3, 19.) Warum sollte der Mann auch bitter gegen seine Frau sein? Wenn der Mann feststellt, dass sie voller Irrtümer und Mängel ist, wird Bitterkeit das Übel nicht heilen…
Es war nicht der Plan Gottes, dass der Mann als das Haupt des Hauses die Kontrolle ausüben soll, wenn er sich selbst nicht Christus unterwirft. Er muss unter der Befehlsgewalt Christi stehen, damit er die Beziehung Christi zu seiner Gemeinde darstellen kann.“ – Ein glückliches Heim, S. 73.
Viele Männer lieben ihre Frauen, sind aber zu selbstsüchtig, um es zu zeigen. Sie hegen eine falsche Würde und Stolz und wollen ihre Liebe nicht durch Wort und Tat kundtun. Es gibt viele Männer, die niemals erkannt haben, wie sehr sich das Herz der Frau nach Worten zärtlicher Anerkennung und Zuneigung sehnt. Sie legen ihre Lieben ins Grab und murren über Gottes Vorsehung, dass er sie ihrer Gefährten beraubt habe. Könnten sie das Innenleben dieser Gefährten lesen, würden sie sehen, dass es ihre eigene Handlungsweise war, die ihren vorzeitigen Tod verursacht hat.“ – Zeugnisse, Band 3, S. 558. 559.

b. Was weckt die wahre Liebe eines Mannes zu seiner Frau – und wie wird seine Beziehung zu Gott durch seine Haltung beeinflusst? Epheser 5, 25. 33 (erster Teil); 1. Petrus 3, 7.

„Männer sollten das Musterbeispiel studieren und zu verstehen versuchen, was mit dem Sinnbild gemeint ist, das den Ephesern die Verbindung darstellt, die Christus zur Gemeinde unterhält. Der Mann muss in seiner Familie wie ein Erlöser sein. Wird er in seiner edlen, gottgegebenen Männlichkeit stehen und immer danach trachten, seine Frau und seine Kinder zu erheben? Wird er um sich eine reine, süße Atmosphäre ausstrahlen? Wird er nicht in dem Maß fleißig die Liebe Jesu pflegen und sie zu einem dauerhaften Grundsatz in seinem Heim machen, wie er seinen Anspruch auf Autorität geltend machen will?
Jeder Ehemann und Vater sollte studieren, dass er die Worte Christi versteht, nicht einseitig, nur um die Unterwerfung der Frau unter ihren Mann stützen zu können, sondern im Licht des Kreuzes von Golgatha sollte er seine Position in der Familie betrachten.“ – Ein glückliches Heim, S. 73.

4. Eltern und Kinder 18.11. (Mi)

a. Erkläre unsere Pflicht gegenüber unseren Eltern. 5. Mose 5, 16; Kolosser 3, 20.

„Kinder, die sich ihren Eltern gegenüber respektlos verhalten, sie entehren und ihre Ratschläge und Anweisungen missachten, werden nicht auf der Neuen Erde sein. Dort gibt es für rebellische, ungehorsame und undankbare Söhne und Töchter keinen Platz.“ – Ein glückliches Heim, S. 199.
„Es gibt keine Zeit, in der Kinder ihren Eltern gegenüber Respekt und Liebe zurückhalten sollten. Solange die Eltern leben, sollte es die Freude der Kinder sein, sie zu ehren und zu achten. Sie sollten so viel Heiterkeit und Sonnenschein wie möglich in das Leben der betagten Eltern bringen…
Der Gedanke, dass Kinder zum Wohlbefinden ihrer Eltern beigetragen haben, ist ein Gedanke der Zufriedenheit für das ganze Leben und wird ihnen besonders Freude bereiten, wenn sie selbst der Anteilnahme und Liebe bedürfen. Diejenigen, deren Herzen mit Liebe erfüllt sind, werden das Vorrecht, ihren Eltern den Weg zum Grab zu erleichtern, als ein unschätzbares Vorrecht ansehen. Sie werden sich freuen, dass sie dazu beitragen durften, den letzten Tagen ihrer geliebten Eltern Trost und Frieden zu bringen.“ – The Review and Herald, 15. November 1892.

b. Wie werden wir als Eltern angewiesen, unseren Kindern die Erfüllung ihrer Pflicht uns gegenüber zu erleichtern? Kolosser 3, 21; Epheser 4, 32; 6, 4.

„Jugendliche sind unwissend und unerfahren. Die Liebe zur Bibel und ihre heiligen Wahrheiten stellt sich nicht von Natur aus ein. Werden keine ernsten Anstrengungen gemacht, um sie her Schranken vor Satans Verführungen zu errichten, werden sie seinen Versuchungen unterliegen und nach seinem Willen gefangengenommen werden. Bereits in jungen Jahren müssen sie mit den Anforderungen des Gesetzes Gottes und mit dem Glauben an Jesum, unseren Erlöser, der uns von der Befleckung der Sünde reinigt, bekannt gemacht werden…
Die Kinder können geformt werden, wenn sie jung sind. Aber die Jahre gehen dahin, wenn ihre Herzen zart und für die Eindrücke der Wahrheit zugänglich sind, und nur wenig Zeit wird für ihre moralische Erziehung aufgewandt. Täglich sollten die kostbaren Lektionen der Wahrheit und Pflicht ihren Herzen eingeprägt werden.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 345.
„Wenn Väter und Mütter erkennen, wie ihre Kinder sie nachahmen, werden sie sorgfältig auf jedes Wort und jede Gebärde achten.“ – Sermons and Talks, Band 1, S. 325.
„Glücklich die Eltern, deren Leben ein Abglanz des Göttlichen ist, so dass die Verheißungen und Gebote Gottes in dem Kinde Dankbarkeit und Ehrfurcht erwecken; glücklich die Eltern, deren Zärtlichkeit, Gerechtigkeit und Langmut ihrem Kinde die Liebe, Gerechtigkeit und Langmut Gottes veranschaulichen.“ – Propheten und Könige, S. 175.

5. Am Arbeitsplatz 19.11. (Do)

a. Welche Sichtweise weckt, unabhängig von unserem beruflichen Rang oder unserer Stellung in der Gesellschaft, in uns eine wahrhaft christliche Haltung? Kolosser 3, 22-25; 4, 1. 5.

„Wissenschaft ist in der unscheinbarsten Arbeit vorhanden, und wenn alle dieses so betrachteten, würden sie die Arbeit als edel ansehen. Herz und Seele müssen in jedes Werk eingebracht werden, dann sind Freude und Leistungsfähigkeit die Folge… Segen ist in jeder Arbeit vorhanden, die notwendigerweise verrichtet werden muss. Lasst uns das Gesetz Gottes zum Handlungsmaßstab erheben, so veredelt und heiligt es alle Arbeit. Gewissenhaftigkeit in der Ausübung einer jeden Pflicht veredelt die Arbeit und offenbart einen Charakter, den Gott anerkennt.
‚Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.‘ Gott fordert Liebe, die mit dem Herzen, mit der Seele und mit den körperlichen Kräften dient…
Du kannst wählen, dich entweder in einem falschen Handlungsverlauf ein für allemal festzulegen, weil du nicht entschlossen bist, dich einer Veränderung und Reform zu unterziehen, oder du kannst die Kraft hegen, um den allerbesten Dienst zu verrichten: dann wirst du sehen, dass du immer und überall gefragt bist. Man wird dich für alles, was du wert bist, wertschätzen. ‚Alles, was dir zur Hand kommt, das tue frisch.‘ ‚Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit; dienet dem Herrn‘.“ – Bibelkommentar, S. 289. 290.
„Wir kennen nicht die Folgen, die ein Tag, eine Stunde oder ein Augenblick haben mögen, und wir sollten nie den Tag beginnen, ohne unsere Wege unserem himmlischen Vater anzubefehlen. Seine Engel haben den Auftrag, über uns zu wachen und wenn wir uns ihrer Hut anvertrauen, werden sie in jeder Zeit der Gefahr uns zur Rechten stehen. Wenn wir unbewusst in Gefahr stehen, einen schlechten Einfluss auszuüben, werden die Engel an unserer Seite sein und uns veranlassen, eine bessere Richtung einzuschlagen; sie werden unsere Worte für uns wählen und unsere Handlungen beeinflussen. So kann unser Einfluss eine stille uns selbst unbewusste, aber dennoch starke Macht sein, andere Seelen zu Christo und der himmlischen Welt zu ziehen.“ – Christi Gleichnisse, S. 338.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 20.11. (Fr)

1. Erkläre die gesunde Ausgewogenheit, die Gott für Ehefrauen bestimmt hat.
2. Nenne eine götzendienerische Ablenkung, die oft zur Falle wird.
3. Beschreibe die hohe Berufung eines Ehemannes in der Ehe.
4. Wie kann ich in meinem Umgang zu den Eltern Gottes Willen besser widerspiegeln?
5. Wie kann ich Gottes Willen gegenüber den Menschen an meinem Arbeitsplatz besser zum Ausdruck bringen?

Erste Sabbatschulgaben

Sabbat, den 5. Dezember 2026

Für eine Gemeinde in Brazzaville, Republik Kongo

Die Stadt Brazzaville ist die Hauptstadt der Republik Kongo und liegt in Zentralafrika. Brazzaville liegt westlich der Demokratischen Republik Kongo, deren Hauptstadt Kinshasa ist, und zusammen bilden diese beiden Städte die weltweit nächstgelegenen Hauptstädte. (Es gibt zwei Kongos aufgrund der Kolonialgeschichte, als verschiedene europäische Mächte diese angrenzenden Regionen kolonisierten und sie nach dem Kongo-Fluss benannten.)
Die Republik Kongo umfasst eine Fläche von 342.000 km² mit einer Gesamtbevölkerung von 6.484.437 (2025) Einwohnern. Brazzaville, die Hauptstadt, hat eine Fläche von 263,9 km² und nahezu 2,8 Millionen Einwohnern, von denen etwa 75 % Christen sind: 90 % Katholiken und 10 % evangelische Protestanten – überwiegend Kimbanguisten. Der Rest gehört traditionellen animistischen Glaubensrichtungen des afrikanischen Messianismus an oder ist atheistisch.
Die gesprochenen Sprachen sind Französisch (Amtssprache), Lingala und Kikongo.
Die Botschaft der Reformationsbewegung erreichte Brazzaville erstmals im Jahr 2013, als ein Missionar vier Tage dort verbrachte und die Reformationsbotschaft zwei jungen Ehepaaren brachte. Drei Monate später kehrte er zurück, und innerhalb von 27 Tagen gewannen die fünf zusammen 41 Seelen. Im folgenden Jahr wurden Seminare mit weiterführenden Bibelstudien in die Region gebracht, und ein großer Teil der Gläubigen entschied sich für die gegenwärtige Wahrheit. Seit 2021 dient ein Absolvent der RAMA-Missionsschule im Kongo als Bibelarbeiter für die Gemeinde in Brazzaville.
Eine Herausforderung vor Ort ist das Fehlen eines geeigneten Versammlungsortes. Die Geschwister treffen sich in einem alten Gebäude, das vom Eigentümer aufgegeben wurde, und müssen es mit einigen langen Plastikplanen abdecken. In der Regenzeit erschweren diese Bedingungen regelmäßige Versammlungen erheblich.
Dennoch wächst die Gemeinde in Brazzaville. Im Durchschnitt versammeln sich jeden Sabbat 30 Menschen, um den Herrn anzubeten. Die Brüder und Schwestern dieser Gruppe richten nun ihre Hoffnung auf euch – unsere Geschwister weltweit – damit ihr durch eure großzügige Gabenbereitschaft finanziell dazu beitragt, Land zu erwerben, um ein würdigeres Gotteshaus zur Ehre und zum Ruhm Gottes zu bauen.

Eure Brüder und Schwestern von Brazzaville

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