10. Lektion Sabbat, den 5. Dezember 2026


Sich vorbereiten, Christus zu sehen

LEITTEXT: „Und ein jeglicher unter euch wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren.“ (1. Thessalonicher 4, 4.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 2, S. 474-482.
Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 261-278.

„Die Heiligung ist ein ständig fortschreitender Prozess. Sie kann nicht in einer Stunde oder in einem Tag erreicht werden, um sich ihrer dann ohne irgendeine besondere Anstrengung unserseits für alle künftige Zeit rühmen zu können.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 465.

1. Unzufriedenstellende Pracht 29.11. (So)

a. Wie zeigte Paulus die Leere eines Lebens ohne Christus und seine Sehnsucht nach Gemeinschaft mit treuen Geschwistern, selbst inmitten einer hochentwickelten Kultur? Apostelgeschichte 17, 16. 17. 32. 33; 1. Thessalonicher 3, 1-4.

„Athen war damals der Mittelpunkt des Heidentums. Hier traf Paulus nicht auf eine unwissende, leichtgläubige Bevölkerung wie in Lystra, sondern auf Leute, die wegen ihrer Bildung und Kultur bekannt waren. Überall erblickte man Standbilder ihrer Gottheiten und vergötterten Großen der Geschichte und Dichtkunst…
Als Paulus all das Schöne und Großartige schaute und feststellte, dass die Stadt dem Götzendienst völlig ergeben war, ergriff ihn ein heiliger Eifer für Gott, den er überall entehrt sah. Sein Herz war von Mitleid erfüllt für die Einwohner Athens, die trotz all ihrer geistigen Bildung den wahren Gott nicht kannten…
Angesichts der Herrlichkeit Athens erkannte er, welch eine verführerische Macht sie auf Freunde der Kunst und Wissenschaft ausübte und wie wichtig das Werk war, das auf ihn wartete.
In dieser großen Stadt, in der Gott nicht verehrt wurde, bedrückte Paulus das Gefühl der Einsamkeit. Er sehnte sich nach der Anteilnahme und Hilfe seiner Mitarbeiter. Soweit menschliche Freundschaft in Betracht kam, fühlte er sich ganz allein. In seinem Brief an die Thessalonicher drückt er sein Empfinden mit den Worten aus, er habe beschlossen, ‚in Athen allein zurückzubleiben.‘“ – Das Wirken der Apostel, S. 233. 234.

2. Eine Lebensweise 30.11. (Mo)

a. Wie offenbart Paulus in seinem Brief an die Thessalonicher erneut seine große Liebe und Hingabe zu den Gläubigen? 1. Thessalonicher 3, 5-10.

„[Timotheus und Silas] überbrachten [Paulus] ‚gute Botschaft‘ (1. Thessalonicher 3, 6) vom Glauben und von der Liebe derer, die während des ersten Besuchs der Evangeliumsboten in Thessalonich die Wahrheit angenommen hatten. In herzlichem Mitgefühl wusste Paulus sich diesen Gläubigen verbunden, die inmitten von Anfechtungen und Widerwärtigkeiten Gott treu geblieben waren.“ – Das Wirken der Apostel, S. 255.

b. Beschreibe das herrliche Ziel Gottes für seine Gemeinde und erkläre, wie es sich in unserem Leben auswirkt. 1. Thessalonicher 3, 12. 13; 4, 1-3 (erster Teil).

„Darauf bedacht, dass die Gläubigen zu Thessalonich ein Leben in wahrhafter Gottesfurcht führten, forderte sie der Apostel auf, in ihrem täglichen Wandel praktische Frömmigkeit zu beweisen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 261.
„Gott möchte, dass seine Kinder erkennen, dass sie ihn dann verherrlichen, wenn sie ihre Liebe an die weitergeben, die sie am meisten benötigen ... Im Umgang mit denen, die denselben kostbaren Glauben teilen, darf sich keinerlei Selbstsucht zeigen – weder im Blick, noch im Wort, noch in der Tat … ganz gleich, ob sie hoch oder niedrig, reich oder arm sind. Liebe, die sich nur einigen ausgesuchten Menschen zuwendet und andere ablehnend oder gar gleichgültig behandelt, ist selbstsüchtig. Sie dient in keiner Weise dazu, zur Verherrlichung Gottes Seelen zu gewinnen. Wir dürfen unsere Liebe nicht nur einigen besonderen Menschen zuwenden und andere vernachlässigen. Zerbrecht die Flasche und lasst den Duft ihres Inhalts durch das ganze Haus ziehen…
Zu lieben, wie Christus liebte, bedeutet, zu allen Zeiten und an allen Orten durch gütige Worte und freundliche Blicke Selbstlosigkeit zu zeigen. Es kostet nichts, sich so zu verhalten, doch hinterlässt man dabei einen Wohlgeruch, der die Menschen umgibt, mit denen wir zu tun haben. Die Auswirkungen eines solchen Verhaltens können nicht wirklich abgeschätzt werden. Diese Dinge sind nicht nur für den Menschen ein Segen, der sie empfängt, sondern auch für den, der sie gibt, denn sie kommen immer wieder auf ihn zurück. Echte Liebe ist eine kostbare Eigenschaft, die ihren Ursprung im Himmel hat. Ihr Wohlgeruch nimmt in dem Maß zu, in dem sie an andere weitergegeben wird.“ – Our High Calling, S. 231.
„Heiligkeit bedeutet, dass alles Gott geweiht ist: die Seele wird Gott übergeben. Der Wille und sogar die Gedanken sind dem Willen Christi untergeordnet. Die Liebe Jesu erfüllt die Seele und ergießt sich ständig in einem klaren, erfrischenden Strom, die Herzen anderer zu erfreuen.“ – Bibelkommentar, S. 377.

3. Rein in einer verdorbenen Zeit 01.12. (Di)

a. Nenne eine bestimmte Sünde, vor der Paulus die Thessalonicher warnen musste, die auch heute erschreckend verbreitet ist. 1. Thessalonicher 4, 3-5.

„Nicht alle, welche vorgeben die Gebote Gottes zu beobachten, halten ihren Körper in Heiligung und Ehren. Die feierlichste Botschaft, die je Sterblichen anvertraut wurde, ist diesem Volk übertragen. Sie können einen machtvollen Einfluss ausüben, wenn sie durch dieselbe geheiligt sind. Sie geben vor, auf der Plattform ewiger Wahrheit zu stehen und alle Gebote Gottes zu halten. Deshalb ist ihr Verbrechen, der Sünde zu huldigen, indem sie sich der Hurerei und dem Ehebruch hingeben, zehnmal schlimmer als bei jener von mir erwähnten Klasse, die Gottes Gesetz nicht als für sie bindend anerkennt. Wenn solche, die sich zu Gottes Gesetz bekennen, seine Vorschriften übertreten, entehren sie Gott und schänden die Wahrheit.
Es war das Vorherrschen gerade dieser Sünde, Hurerei, unter dem alten Israel, die ihnen in besonderer Weise Gottes Missfallen einbrachte. Dieser abscheulichen Sünde folgten seine Gerichte unmittelbar; Tausende fielen ihnen zum Opfer, und ihre befleckten Leichname wurden in der Wüste zurückgelassen…
Mehr als alle anderen Menschen sollten gerade wir Siebenten-Tags-Adventisten eine vorbildliche Frömmigkeit pflegen, heiligen Herzens sein und rein in unseren Worten.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 444. 445.
„Die Zügellosigkeit kennzeichnet unsere Zeit. Wohl kaum hat das Laster je sein entstelltes Haupt so dreist erhoben wie jetzt. Die Menschen scheinen wie betäubt zu sein. Durch das dreiste Hervorkehren des Lasters, durch seine Macht und seine weite Verbreitung sind die Tugendhaften und echten Frommen nahezu entmutigt. Die überhand nehmende Ungerechtigkeit beschränkt sich nicht nur auf Ungläubige und Spötter. Wenn dies doch der Fall wäre! Aber leider sind viele Männer und Frauen, die sich zur Religion Christi bekennen, ebenso lasterhaft. Selbst etliche von denen, die vorgeben auf die Wiederkunft Christi zu warten, sind auf dieses Ereignis nicht besser vorbereitet als Satan. Sie reinigen sich nicht von aller Befleckung. Da sie so lange ihrer Lust gefrönt haben, ist naturgemäß ihre Gedankenwelt unrein und ihre Phantasie verdorben. Es ist ebenso unmöglich für sie, bei reinen und heiligen Dingen zu verweilen, wie den Lauf des Niagara umzuwenden und seine Wasser die Fälle aufwärts strömen zu lassen.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 343.

b. Welche weitere Ermahnung gab Paulus der Herde? 1. Thessalonicher 4, 6. 7.

„Wenn der Herr als Vergelter kommt, wird er auch als Beschützer für alle erscheinen, die den Glauben in seiner Reinheit bewahrt und sich selbst von der Welt unbefleckt erhalten haben.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 220.

4. Lehren damals und heute 02.12. (Mi)

a. Welche Ermutigung hatte Paulus für die Herde? 1. Thessalonicher 4, 8-10.

„Einer der stärksten Beweise wahrer Bekehrung ist die Liebe zu Gott und Menschen. Wer Jesus als seinen Erlöser annimmt, empfindet eine tiefe, aufrichtige Liebe zu denen, die mit ihm diesen kostbaren Glauben teilen. Das traf auch für die Gläubigen von Thessalonich zu.“ – Das Wirken der Apostel, S. 262.

b. Welche Lebenslektion ist für alle hilfreich? 1. Thessalonicher 4, 11. 12; Sprüche 13, 4.

„Junge Männer, geht hinaus an die Orte, zu denen ihr durch den Geist des Herrn geführt werdet. Arbeitet mit euren Händen, damit ihr euch selbst versorgen könnt, und verkündigt, wo immer sich Gelegenheit bietet, die Warnungsbotschaft.“ – Medical Ministry, S. 321.

c. Welche biblische Lehre, die in Thessalonich von großer Bedeutung war, ist nach Jahrhunderten der Finsternis und Verwirrung wieder aktuell? 1. Thessalonicher 4, 13-15; Psalm 6, 6; 13, 4.

„Den Gedanken, dass Christus bald kommen wird, um die lebenden Getreuen zu verwandeln und zu sich zu nehmen, hatten die Thessalonicher begierig aufgenommen. Sie hatten das Leben ihrer Freunde sorgsam behütet, auf dass diese nicht stürben und dadurch den Segen verlören, den sie beim Kommen ihres Herrn zu empfangen hofften. Aber einer nach dem andern ihrer Lieben war von ihnen genommen worden. In tiefem Schmerz hatten die Gläubigen ihren Entschlafenen zum letzten Male ins Angesicht geschaut; denn sie wagten kaum zu hoffen, sie in einem zukünftigen Leben wiederzusehen.
Als des Paulus Brief geöffnet und verlesen worden war, brachten seine Ausführungen über den wahren Zustand der Toten große Freude und Trost über die Gemeinde. Der Apostel zeigte den Thessalonichern, dass jene, die bei Christi Kommen noch leben, ihrem Herrn nicht früher begegnen werden als die in Jesus Entschlafenen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 258.
„[Es] wurden bedenkliche Irrtümer in den christlichen Glauben eingeschleppt. An erster Stelle stand dabei der Glaube an die natürliche (seelische) Unsterblichkeit des Menschen und an sein Bewusstsein nach dem Tode. Auf der Grundlage dieser Lehre führte Rom die Anrufung der Heiligen und die Verehrung der Jungfrau Maria ein. Hieraus entsprang auch die dem päpstlichen Glauben schon früh hinzugefügte Irrlehre einer ewigen Qual für die bis zuletzt Unbußfertigen.“ – Der große Kampf, S. 58.

5. Die Toten auferwecken 03.12. (Do)

a. Beschreibe die gewaltige Szene, die bald stattfinden wird, wenn Christus in den Wolken der Herrlichkeit wiederkommt. 1. Thessalonicher 4, 16-18; Offenbarung 20, 4-6.

„Der ganze Himmel wird von den Engeln verlassen sein, während die wartenden Heiligen nach ihm ausschauen und gen Himmel blicken, wie die Männer von Galiläa taten, als er von dem Ölberg gen Himmel fuhr. Dann werden nur diejenigen, die heilig sind, diejenigen, die ganz dem sanftmütigen Vorbild nachgefolgt sind, mit Freuden ausrufen: ‚Siehe, das ist unser Gott, auf den wir harren, und er wird uns helfen!‘ Sie werden verwandelt werden ‚in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune‘, der Posaune, die die schlafenden Heiligen aufweckt und sie aus ihren staubigen Betten hervorruft; sie werden mit Unsterblichkeit begleitet werden.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 102. 103.
„Der Geist Gottes verbindet uns sterbliche Menschen unlösbar mit dem unsterblichen Christus. Menschen, die an ihn glauben, bedeuten dem Herrn viel; sogar im Tod ist ihr ‚Leben ... verborgen mit Christus in Gott‘. Eines Tages wird der Lebensfürst ihnen zurufen: ‚Wachet auf und rühmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Toten herausgeben.‘ (Jesaja 26, 19.)
In der ersten Auferstehung wird der Herr alle, die er zum Eigentum erkauft hat, ins Leben zurückrufen. Bis zu diesem triumphalen Augenblick, da die Posaune erschallt und für die Heiligen den Sieg ankündigt, werden alle im Glauben Entschlafenen so sicher verwahrt sein, als wären sie die kostbarsten Edelsteine. Die umwandelnde Kraft Christi und ihre Teilhaberschaft an seiner göttlichen Natur werden für die Entschlafenen zum Ausgangspunkt für das neue Leben…
Was wird das für ein Tag sein, wenn Christus erscheint und ihn alle, die an ihn geglaubt haben, jubelnd anbeten. Wer mit dem Herrn Leid und Schmach geteilt hat, darf dann erleben, dass der Herr die Herrlichkeit mit ihm teilt. Wie Christus aus dem Tod auferstanden ist, so werden auch die im Glauben an ihn Gestorbenen das Gefängnis des Todes verlassen und jubeln: ‚Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?‘ (1. Korinther 15, 55.)“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 275. 276.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 04.12. (Fr)

1. Welche Orte, wie Athen, zeigen heute die Grenzen irdischer Pracht?
2. Warum ist tätige Nächstenliebe im täglichen Leben so wesentlich?
3. Welche Wahrheit muss in der heutigen zügellosen Zeit gelehrt werden?
4. Warum ist es wichtig, den wahren Zustand der Toten zu verstehen?
5. Welche Schritte geschehen bei der Wiederkunft Christi?

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