Im Licht leben LEITTEXT: „Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife.“ (1. Thessalonicher 5, 4.) Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 4, S. 337-342. Zeugnisse, Band 5, S. 742-749. „Die Sonne der Gerechtigkeit schien der Gemeinde, um die Dunkelheit zu vertreiben und die Aufmerksamkeit des Volkes Gottes auf die Vorbereitung zu lenken, die wesentlich ist für alle, die als Lichter in der Welt scheinen möchten.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 169. 170. 1. Wachsamkeit im Gebet 06.12. (So) a. Was müssen wir stets im Auge behalten, wenn wir sehen, wie sich Prophetie direkt vor unseren Augen erfüllt? 1. Thessalonicher 5, 1. 2; Prediger 8, 5. „Wir müssen mehr die Nähe Gottes suchen. In unserem Leben muss mehr von Christus und seiner Gnade zu spüren sein als von unserem Ich. Wir leben in einem der wichtigsten Abschnitte dieser Weltzeit. Das Ende der Dinge ist nahe, die noch verbleibende Zeit verrinnt schnell. Bald wird es im Himmel heißen: ‚Und er sprach zu mir: Es ist geschehen.‘ (Offenbarung 21, 6.) Und ‚Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein-, aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig.‘ (Offenbarung 22, 11.) Wir müssen unser Glaubenszeugnis verstärken und uns dabei noch enger an Gott anlehnen. Mitunter kann ich mitten in der Nacht nicht anders, als den Herrn zu bitten, in diesem Sinne auf die Herzen unserer Gemeindeglieder einzuwirken. Der ganze Himmel verfolgt gespannt, was hier auf Erden geschieht. Am Thron Gottes stehen auf Christi Anweisung Engel bereit, auf jedes Gebet zu reagieren, das Gläubige aufrichtigen Herzens zu Gott emporsenden.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 387. 388. „Gott sei gedankt, nicht alle werden in der Wiege fleischlicher Sicherheit in den Schlaf gewiegt werden. Es wird Treue geben, welche die Zeichen der Zeit erkennen. Während eine große Anzahl derer, die sich zur gegenwärtigen Wahrheit bekennen, ihren Glauben durch ihre Werke verleugnen, werden einige bis ans Ende ausharren.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 17. 2. Nötige Wachsamkeit 07.12. (Mo) a. Welcher Realität stehen wir gegenüber, da wir in den letzten Tagen leben? Jesaja 13, 9; Lukas 17, 28-30. „Die Verderbtheit und den Abfall in der religiösen Welt der letzten Tage sah Johannes im Gesicht über Babylon, jener großen Stadt, ‚die die Herrschaft hat über die Könige auf Erden‘. (Offenbarung 17, 18.) Vor ihrer Zerstörung wird der Ruf erschallen: ‚Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen!‘ (Offenbarung 18, 4.) Es muss, ähnlich wie in den Tagen Noahs und Lots, eine klare Trennung von der Sünde selbst und den Sündern gewährleistet sein; es darf kein Kompromiss zwischen Gott und der Welt geschlossen und kein Rückzug dahin angetreten werden, sich irdischer Reichtümer zu versichern. Jesus sagte: ‚Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.‘ (Matthäus 6, 24.) Wie die Bewohner des Tales Siddim träumen die Menschen von Glück und Frieden. ‚Rette dein Leben‘, lautet die Warnung der Engel Gottes. Aber man hört auch andere Stimmen: ‚Regt euch nicht auf, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung.‘ Viele rufen: ‚Friede, es hat keine Gefahr‘, während Gott sagt, dass den Übertreter das Verderben schnell erreichen wird.“ – Patriarchen und Propheten, S. 143. 144. b. Wessen müssen wir uns alle bewusst sein, trotz der glänzenden Versprechen irdischen Wohlstands von einflussreichen Menschen? 1. Thessalonicher 5, 3. „Rechtsanwälte, Handwerker, Landwirte, Kaufleute und selbst Prediger brechen in jene verhängnisvollen Worte aus: ‚Es ist Friede, es hat keine Gefahr‘; dabei wird sie das Verderben schnell überfallen. Der Glaube an das baldige Kommen des Menschensohnes in den Wolken des Himmels wird den wahren Christen nicht veranlassen, seine alltäglichen Lebensaufgaben nachlässig und achtlos zu erfüllen. Wer Christus erwartet und nach seinem baldigen Erscheinen ausschaut, wird nicht untätig sein, sondern seinen geschäftlichen Angelegenheiten fleißig nachgehen. Er wird seine Arbeit nicht unachtsam und unredlich, sondern gewissenhaft, schnell und gründlich ausführen. Wer sich selbst schmeichelt, dass die unbekümmerte Nichtachtung weltlicher Dinge ein Beweis seiner geistlichen Einstellung und seiner Loslösung von der Welt sei, täuscht sich gewaltig. Seine Wahrhaftigkeit, Treue und Rechtschaffenheit werden an weltlich-vergänglichen Dingen geprüft und erprobt. Wer im Geringsten treu ist, wird auch im Großen treu sein… Es wurde mir gezeigt, dass darin viele die Prüfung nicht bestehen werden. In der Handhabung ihrer weltlichen Interessen enthüllen sie ihren wahren Charakter. Im Umgang mit ihren Mitmenschen verhalten sie sich betrügerisch, unehrlich und ränkevoll. Sie bedenken weder, dass ihr zukünftiges, ewiges Heil davon abhängt, wie sie ihre Lebensinteressen wahrnehmen, noch dass peinlichste Lauterkeit für die Bildung eines rechtschaffenen Charakters unerlässlich ist.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 337. 338. 3. Klar wie der Tag 08.09. (Di) a. Wie soll sich Gottes Volk auf dieser Erde unterscheiden? 1. Thessalonicher 5, 4-6. „Gott wünscht, dass sein Volk der Welt in Wort und Verhalten erklärt, dass keine irdischen Attraktionen oder weltliche Besitztümer von genügend Wert sind, um den Verlust des himmlischen Erbteils aufzuwiegen. Die wahren Kinder des Lichtes und des Tages werden nicht eitel noch leichtfertig in Worten, Kleidung oder im Verhalten sein, sondern besonnen, nachdenklich und stets darauf bedacht, einen Einfluss auszuüben, der Seelen zum Erlöser zieht. Die Liebe Christi, die vom Kreuz ausstrahlt, seine Fürbitte für den Sünder, zieht diesen durch Bande unendlicher Liebe zum Frieden und zur Glückseligkeit, die nur in unserem Heiland zu finden sind. Gott auferlegt allen seinen Nachfolgern die Pflicht, in unmissverständlicher Sprache durch ihr Betragen, ihre Kleidung, ihre Unterhaltung, in allen Vorhaben des Lebens ein lebendiges Zeugnis dafür abzulegen, dass die Kraft wahrer Gottseligkeit allen sowohl in diesem als auch im zukünftigen Leben von Nutzen ist, und dass nur diese allein die Seele des Empfängers befriedigen kann.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 630. „In der Warnung zu wachen und zu beten, hat Christus den einzig sicheren Weg gewiesen. Wir müssen wachsam sein. Unsere eigenen Herzen sind trügerisch. Wir sind mit den Schwächen und Fehlern der Menschheit behaftet; und unser Widersacher ist nicht untätig. Er will vernichten. Wir mögen das Wachen vernachlässigen; doch der Feind schläft nicht. Da wir mit seiner unermüdlichen Wachsamkeit bekannt sind, dürfen wir ‚nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein.‘ Wir müssen dem Geist und Einfluss der Welt begegnen, aber wir dürfen nicht gestatten, dass sie von unserem Gemüt und Herzen Besitz nehmen. Wenn der aktive Geschäftsmann mit der Welt in Kontakt kommt, wird er Prüfungen, Schwierigkeiten und ängstliche Sorgen zu erdulden haben. Er wird finden, dass die Neigung besteht, weltlichen Gedanken und Plänen den Vorrang zu geben, und dass es Mühe erfordert, Verstand und Seele in Zucht zu halten und einen weihevollen Geist zu bewahren. Aber Gottes Gnade steht ihm zur Verfügung. Sein großes Bedürfnis ist das machtvolle Argument, das den Sieg über Gott erringt.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 431. b. Warum können wir Hoffnung haben und entsprechend handeln? 1. Thessalonicher 5, 7-11. „Paulus bezeichnet es als eine Sünde, sich gleichgültig den Zeichen gegenüber zu verhalten, die der Wiederkunft Christi vorausgehen sollen. Alle, die sich dieser Missachtung schuldig machen, nennt er Kinder der Nacht und der Finsternis… Der wachsame Christ ist ein arbeitender Christ, der eifrig danach strebt, alles in seiner Macht stehende für die Verbreitung des Evangeliums zu tun.“ – Das Wirken der Apostel, S. 260. 4. Geduldige Wertschätzung 09.12. (Mi) a. Woran mussten die Thessalonicher erinnert werden? 1. Thessalonicher 5, 12. 13. „Die Gläubigen zu Thessalonich wurden sehr von Leuten belästigt, die fanatisch ihre Ideen und Lehren vertraten. ‚Etliche ... wandeln unordentlich und arbeiten nichts, sondern treiben unnütze Dinge.‘ Die Gemeinde war ordnungsgemäß organisiert worden. Gemeindebeamte waren beauftragt worden, als Prediger und Diakone zu dienen. Aber es gab auch eigenwillige, aufsässige Glieder, die sich denen nicht unterordneten, die Verantwortung in der Gemeinde trugen. Sie beanspruchten nicht nur das Recht für sich, zu allem ihre eigene Meinung zu äußern, sondern auch, ihre Ansichten der Gemeinde öffentlich aufzudrängen. Deshalb ermahnte Paulus die Thessalonicher, denen die notwendige Achtung und Ehrerbietung entgegenzubringen, die gewählt sind, Verantwortung in der Gemeinde zu tragen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 261. b. Welche allgemeinen Ermahnungen sind notwendig? 1. Thessalonicher 5, 14. 15. „Welche Erinnerungen kommen, wenn der Tod jemanden aus unserer Mitte reißt, über die Behandlung auf, die er erfahren hat? Wecken diese Erinnerungen angenehme Bilder? Sind es Erinnerungen an freundliche Worte oder an Teilnahme zur rechten Zeit? Haben seine Brüder die üblen Verdächtigungen zurückgewiesen, die zudringliche Schwätzer gegen ihn in Umlauf gesetzt haben? Sind sie für ihn eingetreten? Sind sie der inspirierten Mahnung nachgekommen: ‚Ermutigt die Verzagten, nehmt euch der Schwachen an‘?... Wenn ein Bruder stirbt, mit dem wir in der Gemeinde verbunden waren, und wir wissen, dass in den Himmelsbüchern die Aufzeichnungen über ihn abgeschlossen sind und er sich im Gericht dafür verantworten muss, welche Gedanken bewegen dann seine Brüder über die Behandlung, die sie ihm angedeihen ließen? Welchen Einfluss haben sie auf ihn ausgeübt? Wie deutlich wird jetzt jedes harte Wort und jede unüberlegte Tat ins Gedächtnis zurückgerufen! Wie anders würden sie sich verhalten, wenn ihnen eine nochmalige Gelegenheit gegeben würde!“ – Zeugnisse, Band 5, S. 516. 517. „Je mehr du bedrängt, missverstanden und falsch dargestellt wirst, desto größer ist der Beweis, dass du ein Werk für den Meister tust, und desto mehr musst du dich zum Heiland halten. Sei trotz all deiner Schwierigkeiten ruhig, ungestört, geduldig und nachsichtig. Vergelte nicht Böses mit Bösem, sondern Böses mit Gutem. Schau empor zur Spitze der Leiter. Gott steht oben. Seine Herrlichkeit scheint auf jede Seele hernieder, die himmelwärts klettert. Jesus ist diese Leiter. Klimm an ihm empor. Klammere dich an ihn, und in Kürze kannst du von der Leiter ins ewige Reich eintreten.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 136. 5. Der Schlüssel zum Erfolg 10.12. (Do) a. Woran sollen wir denken, wenn wir Prüfungen durchleben? 1. Thessalonicher 5, 16-18. „Prüfungen werden dir begegnen; aber halte fest an deiner Redlichkeit. Offenbare immer nur einen edlen Geist. Der ganze Himmel nimmt Anteil an deinem Kampf. Satan ist wachsam, eifrig darum bemüht, dich von deiner Wachsamkeit abzulenken. Er will dich dazu verleiten, heftig zu reagieren, um einen Vorteil über dich zu erlangen. Sei mannhaft im Kampf für den Herrn. Handle so, wie Christus handeln würde, wäre er an deiner Stelle. Sorge dafür, dass sich keine Ungereimtheit in dein Glaubensleben und deine Handlungsweise einschleicht. Werde nicht erregt über ärgerlichen Verdruss, der sich fortwährend erhebt. Bleib ruhig, denke an Jesum und tue alles, um ihm zu gefallen. Christi Gnade und der Heilige Geist sind Gottes Gaben für dich, damit du gestärkt werdest am inwendigen Menschen.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 138. „Würde die Güte Gottes mehr Dank und Lob in uns hervorrufen, so würden wir mehr Kraft im Gebet haben. Wir würden immer mehr in der Liebe Gottes zunehmen und mehr erhalten, wofür wir ihn loben können. Der du klagst, dass Gott deine Gebete nicht erhöre, ändere die bisherige Weise und sende Lobpreisungen mit deinen Bitten empor. Gedenkst du seiner Güte und Gnade, so wirst du finden, dass er auch deine Bedürfnisse beachtet.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 332. b. Nenne einige Gewohnheiten eines siegreichen Denkens. 1. Thessalonicher 5, 19-21. „Die Menschen haben es in der Hand, den Geist Gottes zu betrüben. Ihnen ist die Macht gegeben, zu wählen. Es ist ihnen erlaubt, völlig frei zu handeln. Sie können durch den Namen und die Gnade unseres Erlösers gehorsam sein, oder sich dagegen entscheiden, aber sie müssen sich über die Folgen klar werden… Beständig überzeugt Gottes Geist, und Seelen entschließen sich für oder gegen die Wahrheit.“ – Diener des Evangeliums, S. 98. Fragen zur persönlichen Wiederholung 11.12. (Fr) 1. Wie kann ich wachsamere Gebetsgewohnheiten entwickeln, und warum ist das wichtig? 2. Woran sollten wir denken, wenn wir von „Friede und Sicherheit“ hören? 3. Was unterscheidet die Kinder des Lichts und des Tages von denen der Finsternis und der Nacht? 4. Wen kenne ich, der vielleicht schwierig ist, aber dennoch Wertschätzung verdient? 5. Was soll unsere Bitten an Gott begleiten? |