5. Lektion Sabbat, den 31. Oktober 2026


Würdig wandeln

LEITTEXT: „Dass ihr wandelt würdig dem Herrn zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden.“ (Kolosser 1, 10. 11.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 2, S. 76-81.
Zeugnisse, Band 8, S. 286-290.

„In diese Worte kleidete Paulus seine Wünsche für die Gläubigen in Kolossä. Was für ein hohes Lebensziel weisen sie doch dem Nachfolger Jesu! Sie zeigen die wunderbaren Möglichkeiten eines Christenlebens auf und lassen erkennen, wie unbegrenzt die Segnungen sind, die Gottes Kinder empfangen können.“ – Das Wirken der Apostel, S. 467.

1. Ein Beispiel für uns 25.10. (So)

a. Wie drückt der Apostel Paulus sein tiefes Vertrauen in den geistlichen Zustand der Kolosser aus? Kolosser 1, 1-6.

„Mir ist gezeigt worden, dass das erste und zweite Kapitel des Kolosserbriefes ausdrückt, was unsere Gemeinden an jedem Ort der Welt sein sollten.“ – Bibelkommentar, S. 442.

b. Wozu veranlasst dieser Glaube den Apostel? Kolosser 1, 7-11

„[Kolosser 1, 9-11 zitiert]. Wie vollständig dieses Gebet ist! Es gibt keine Grenzen für die Segnungen, die zu empfangen unser Vorrecht ist. Wir können ‚mit der Erkenntnis seines Willens‘ erfüllt werden. Der Heilige Geist hätte Paulus nie inspiriert, dieses Gebet für seine Glaubensgeschwister darzubringen, wenn es ihnen nicht möglich gewesen wäre, ihrer Bitte entsprechend eine Antwort von Gott zu erhalten. Da dies so ist, wissen wir, dass Gottes Wille seinem Volke offenbart wird, wenn sie ein deutlicheres Verständnis seines Willens benötigen.“ – Bibelkommentar, S. 442.

2. Schöpferische Kraft in Christus 26.10. (Mo)

a. Beschreibe die herrliche Erfahrung, die der Apostel schildert, und wie wir unseren Glauben stark erhalten können, indem wir in dieser Erfahrung bleiben. Kolosser 1, 12-14.

„Wir [sollten] feststehen in der Freiheit, womit er uns frei gemacht hat, und uns der Wahrheit freuen. Es missfällt Gott, wenn wir hingehen und Irrtümern lauschen, ohne dass wir verpflichtet sind, zu gehen; es sei denn, dass er uns zu solchen Versammlungen, wo der Irrtum durch die Macht des Willens dem Volke aufgezwungen wird, sendet, so wird er uns nicht bewahren. Die Engel wachen nicht mehr über uns, und wir sind den Anschlägen des Feindes ausgesetzt, um durch ihn und die Macht seiner bösen Engel verfinstert und geschwächt zu werden; das Licht um uns herum wird mit der Finsternis befleckt…
Wir [haben] keine Zeit übrig… um Fabeln zuzuhören. Unsere Gedanken sollten nicht mit solchen Dingen, sondern mit der gegenwärtigen Wahrheit erfüllt sein; wir sollten nach Weisheit suchen, damit wir eine gründlichere Kenntnis unserer Stellung erlangen möchten und imstande sind, in Sanftmut einen Grund unserer Hoffnung aus der Schrift zu geben.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 117. 118.
„Gott hat uns errettet ‚von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes‘. (Kolosser 1, 13.) Alles wird uns in seinem Wort angeboten; nehmen wir es an, dann sind wir gerettet.“ – Das Leben Jesu, S. 310.

b. Wie klärt der Vergleich von Schriftstelle mit Schriftstelle den Begriff der Vorrangstellung Christi? Kolosser 1, 15. 18. Vergleiche das Wort „Erstgeborener“ in Psalm 89, 21. 28; 1. Samuel 16, 11-13.

„Wir haben nur ein vollkommenes Abbild Gottes, und das ist Jesus Christus.“ – Bibelkommentar, S. 442.

c. Wodurch wird Christus als Gott offenbart? Kolosser 1, 16. 17; Johannes 1, 1-3; Hebräer 1, 2.

„Ein lebendiger Gott schuf durch Christum, das Wort, den Menschen und verlieh ihm Verstand und Macht.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 421.
„Die Hand, die die Himmelskörper im Weltenraume trägt, die alle Dinge im gesamten Universum Gottes in ihrer Ordnung und in rastloser Tätigkeit erhält, ist es, die für uns ans Kreuz genagelt wurde.“ – Erziehung, S. 121.

3. Das Opfer WÜRDIGEN 27.10. (Di)

a. Was müssen wir über die tiefe Bedeutung der Sendung Christi verstehen, als er als Menschensohn gekommen ist? Kolosser 1, 19. 20; 2, 9.

„Um den Wert der Erlösung in seiner ganzen Größe schätzen zu können, ist es notwendig, zu erkennen, was sie gekostet hat. Viele Menschen schätzen das große Werk der Versöhnung nur wenig, da sie sich von dem Leiden Christi kaum eine Vorstellung machen können… Dieser göttliche Plan ist die wunderbare Offenbarung der Liebe Gottes zur gefallenen Menschheit.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 201.
„Obwohl Christi Herrlichkeit durch die Annahme seiner menschlichen Natur eine Zeitlang verhüllt und verdunkelt war, so hörte er doch nicht auf, Gott zu sein, als er Mensch wurde. Die menschliche Natur nahm nicht die Stelle der göttlichen Natur ein, noch nahm die göttliche Natur die Stelle der menschlichen Natur ein. Dies ist das gottselige Geheimnis. Die beiden Ausdrücke ‚menschlich‘ und ‚göttlich‘ waren in Christus eng und untrennbar eins und hatten doch eine unterschiedliche Persönlichkeit (Einzigartigkeit). Obwohl Christus sich selbst erniedrigte, um Mensch zu werden, war die Göttlichkeit stets sein eigen. Seine Göttlichkeit konnte nicht verlorengehen, solange er treu und wahrhaftig an seiner Verpflichtung festhielt. Umgeben von Sorgen, Leiden und sittlicher Verschmutzung, verachtet und verworfen vom Volke, denen die Prophezeiungen des Himmels anvertraut worden waren, konnte Jesus von sich selbst sprechen als der Menschensohn im Himmel. Er war bereit, seine göttliche Herrlichkeit wieder aufzunehmen, wenn sein Werk auf Erden vollendet war.“ – Bibelkommentar, S. 312.
„Jesus stellte das Kreuz in den Kegel des Lichts, das vom Himmel kommt, denn dort soll es das menschliche Auge auf sich lenken. Das Kreuz steht in direktem Kegel des Lichts, das von den göttlichen Angesichtern strahlt, so dass wir beim Betrachten des Kreuzes Gott und Jesus Christus, den der Vater gesandt hat, sehen und erkennen können. Wenn wir auf Gott schauen, sehen wir den, der sein Leben aushauchte und starb. Wenn wir das Kreuz anschauen, wird der Blick auf Gott ausgeweitet, und wir erkennen seinen Hass gegen die Sünde. Doch während wir im Kreuz Gottes Hass gegen die Sünde sehen, sehen wir auch seine Liebe für die Sünder, welche stärker ist als der Tod.“ – Bibelkommentar, S. 317.

b. Wie fasst der Apostel das Werk zusammen, das Christus zugunsten derer wirkt, die sich ihm völlig hingeben? Kolosser 1, 21. 22.

„Christus hat Vorkehrungen getroffen, seine Gemeinde zu einer verwandelten, von himmlischem Licht erleuchteten und die Herrlichkeit Immanuels besitzenden Körperschaft zu machen. Er beabsichtigt, dass jeder Christ von einer geistlichen Atmosphäre des Lichtes und des Friedens umgeben ist. Unbeschränkt ist die Nützlichkeit eines Menschen, der das Ich beiseitesetzt, den Heiligen Geist auf sein Herz wirken lässt und ein völlig Gott geweihtes Leben führt.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 28.

4. Ein fortwährender Ruf 28.10. (Di)

a. Unter welcher wichtigen Bedingung ist das Heil derer, die zu Christus kommen, völlig gesichert? 1. Korinther 15, 1. 2; Kolosser 1, 23.

„Wir können keine wechselhafte Religion haben. Das Evangelium soll verkündigt und persönlich angenommen werden. Eine allgemeine Zustimmung genügt nicht. Es muss eine verständige Annahme der Wahrheit im Herzen geben, in der der Empfangende feststeht und beharrlich das empfangene Wissen an andere weitergibt. Die Wahrheit muss in jeder Hinsicht ausgelebt werden, indem man das Wort des Lebens festhält, ‚durch welches ihr auch selig werdet, so ihr’s festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt habt‘ (1. Korinther 15, 2).
Es gibt ein Glaubensbekenntnis, das durch die natürlichen Charakterzüge des Menschen so verwässert ist, dass es seine rettende Kraft verloren hat, weil ihm das unterscheidende Merkmal der Christusähnlichkeit fehlt. Obwohl du sagst, du seist reich, wirst du am Ende elend und jämmerlich und arm und blind und bloß sein. Wenn Glaube und Praxis unbeständig und willkürlich sind und nicht den Lehren Christi entsprechen, dann hast du einen vergeblichen Glauben. Dein Herz muss entweder die Schätze der Güte oder die Schätze des Bösen enthalten. Aus dem guten Schatz des Herzens bringt der Empfänger der Wahrheit gute Dinge hervor. Wer behauptet zu glauben, aber nicht danach handelt, bringt Böses hervor, das verwundet, entmutigt und zerstört.
Ich bitte dich, mein Bruder, verhalte dich nicht wie ein Kind, was das Verständnis angeht. Handle wie ein Kind, das das Wort Gottes in die Tat umsetzt. Christus sagt: ‚Was heißet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?‘ Die Übereinstimmung unseres Verhaltens in Worten, in Geduld, in Sanftmut wird Christus im Herzen offenbaren. Nimm dein Leben entschlossen in die Hand, mein Bruder, und gehe stetig vorwärts, Schritt für Schritt, um ein Überwinder zu werden.“ – Manuscript Releases, Band. 9, S. 213. 214.

b. Wie beschreibt Paulus seine Berufung? Kolosser 1, 24. 25; 2. Korinther 11, 28-30.

„Nehmt Mut aus der Erfahrung des Apostels Paulus! Er hatte viele Prüfungen. Er war ein unermüdlicher Arbeiter und reiste ständig: manchmal durch ungastliche Gegenden, manchmal zu Wasser, in Sturm und Orkan. Sein Los war weitaus härter als das unsere, denn das damalige Reisen kannte nicht die heutigen Bequemlichkeiten. Doch Paulus ließ sich durch nichts von seiner Arbeit abhalten.“ – Bibelkommentar, S. 418.

5. Das Geheimnis am Werk 29.10. (Do)

a. Wie nur können Christen das lebendige Evangelium veranschaulichen, das wir weitergeben sollen? Kolosser 1, 27-29.

„Durch Christi Kraft haben Männer und Frauen die Fesseln sündhafter Gewohnheiten gesprengt und der Selbstsucht abgesagt. Durch sie wurden Frevler ehrerbietig, Trunkenbolde nüchtern und Lasterhafte rein. Menschen, die von Sünden gezeichnet waren, verwandelte sie in das Ebenbild Gottes. Solch eine Umwandlung ist das größte aller Wunder. Dass Gottes Wort solche Veränderung zu bewirken vermag, gehört zu seinen tiefsten Geheimnissen. Wir können es nicht verstehen; wir können nur glauben, was die Schrift darüber sagt: Es kommt daher, ‚dass Christus in euch wohnt und euch die Hoffnung auf die künftige Herrlichkeit verbürgt.‘“ – Das Wirken der Apostel, S. 471.
„Geheiligte, opferwillige Männer werden benötigt, die weder vor Schwierigkeiten noch vor der Verantwortung zurückschrecken, die tapfer und treu sind, Christus als ‚Hoffnung der Herrlichkeit‘ in ihre Herzen aufgenommen haben und das Wort predigen mit Lippen, die von heiliger Glut berührt wurden. Aus Mangel an solchen Mitarbeitern liegt das Werk Gottes darnieder, und unheilvolle Irrtümer verderben, einem tödlichen Gifte gleich, die Moral und ersticken die Hoffnung vieler Menschen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 503. 504.
„Wenn Christus in dir die ‚Hoffnung der Herrlichkeit‘ ist, hast du gar kein Verlangen danach, anderen aufzulauern und ihre Fehler bloßzustellen. Statt zu beschuldigen und zu verdammen, richtest du dein Augenmerk darauf, zu helfen, zu segnen und zu retten. Kommst du mit einem Irrenden in Berührung, dann wirst du die Ermahnung beachten: ‚Siehe auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.‘ (Galater 6, 1.) Du wirst dich daran erinnern, wie oft auch du gefehlt hast und wie schwer es dir fiel, wieder auf den rechten Weg zu kommen, nachdem du einmal abgewichen warst. Du wirst deinen Bruder nicht noch weiter in die Nacht hinausstoßen, sondern ihn mitleidsvoll auf seine Gefahr aufmerksam machen.
Wer oft nach dem Kreuz von Golgatha blickt und sich vergegenwärtigt, dass seine Sünden den Heiland dahin gebracht haben, wird nie versuchen, seine Schuld mit der eines anderen zu vergleichen. Er wird nicht den Richtersitz besteigen, um andere zu beschuldigen. Wer im Schatten des Kreuzes von Golgatha wandelt, den werden kein Richtgeist und keine Selbstgerechtigkeit beherrschen.“ – Das bessere Leben, S. 105. 106.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 30.10. (Fr)

1. Welchen Wunsch des Paulus für die Kolosser sollten wir auf uns selbst anwenden?
2. Wie erhebt die Schrift Christus als Schöpfer aller Dinge?
3. Warum ist ein genaues Verständnis der Natur Christi wesentlich?
4. Auch wenn man sich zu Christus bekennt – was untergräbt den wahren Glauben?
5. Warum ist Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, heute so sehr nötig?

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