12. Lektion Sabbat, den 19. Dezember 2026


Ein wahrhaft abgesondertes Volk

LEITTEXT: „Und derhalben beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache zur Berufung und erfülle alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in der Kraft.“ (2. Thessalonicher 1, 11.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 2, S. 295-304.
Zeugnisse, Band 5, S. 620-633.

„Der Herr wünscht, dass seine Nachfolger in ihrem Umgang miteinander sehr sorgsam sind. Sie sollten aufrichten, wiederherstellen, heilen. Dennoch darf in der Gemeinde die rechte Zucht nicht vernachlässigt werden. Die Glieder sollten sich als Schüler betrachten und lernen, Charaktere zu werden, die ihrer hohen Berufung würdig sind.“ – Zeugnisse, Band 7, S. 248.

1. Innen und außen rein 13.12. (So)

a. Was zeigt die Tiefe des Rufes Gottes zur Reinheit? 1. Thessalonicher 5, 22.

„Tut nichts unter Fremden, sei es auf der Straße, in der Bahn, zu Hause, was auch nur den leisesten bösen Schein hat.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 499.
„Lasst euer Verhalten so sein, dass ihr bei jeder Seele, mit der ihr in Berührung kommt, den Eindruck hinterlasst, dass euch eine reine und heilige Atmosphäre umgibt. Ein einziges eitles Wort, ein einziger leichtfertiger Scherz kann eine Seele in die falsche Richtung lenken. Furchtbar sind die Folgen, wenn man nicht in beständiger Verbindung mit Gott bleibt.
Meidet alles Böse. Gewöhnliche Sünden, so unbedeutend sie auch erscheinen mögen, schwächen euer moralisches Empfinden und löschen den inneren Eindruck des Geistes Gottes aus. Der Charakter der Gedanken prägt sich der Seele ein, und jede niedrige Unterhaltung verunreinigt den Geist. Alles Böse bringt denen Verderben, die es begehen. Gott kann und wird den reuigen Sünder vergeben, aber obwohl vergeben, ist die Seele beschädigt; die Kraft erhabener Gedanken, die dem unversehrten Geist möglich ist, wird zerstört. Durch alle Zeit trägt die Seele die Narben. Lasst uns daher den Glauben suchen, der durch Liebe wirkt und das Herz reinigt, damit wir der Welt den Charakter Christi darstellen können.“ – Fundamentals of Christian Education, S. 195.

2. Heiligung durch Christus 14.12. (Mo)

a. Beschreibe Gottes Plan für unser tägliches Leben und wie er verwirklicht wird. 1. Thessalonicher 5, 23. 24.

„So wird auch den Christen geboten, ihre Leiber zum Opfer zu begeben, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Dazu müssen aber alle ihre Kräfte in dem bestmöglichen Zustand erhalten werden. Jede Handlung, die die körperliche oder geistige Kraft schwächt, macht den Menschen für den Dienst seines Schöpfers untauglich. Könnte Gott Wohlgefallen an etwas finden, das nicht unser Bestes ist? Christus sagte: ‚Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen.‘ Alle, die Gott von ganzem Herzen lieben, werden ihm den besten Dienst ihres Lebens weihen wollen und beständig danach trachten, jede Kraft ihrer Persönlichkeit mit den Gesetzen in Übereinstimmung zu bringen, die ihre Fähigkeit, seinen Willen zu tun, fördern. Sie werden nicht, indem sie ihre Genusssucht oder Leidenschaften befriedigen, das Opfer schwächen oder verunreinigen, dass sie ihrem himmlischen Vater darbringen.“ – Der große Kampf, S. 473.
„Die Schrift sagt, dass die Heiligung des Leibes, der Seele und des Geistes unser Ziel sein soll. Darin sollen wir mit Gott zusammenwirken. Im Blick auf die Wiederherstellung des Bildes Gottes im Menschen können sich in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht erstaunliche Veränderungen vollziehen, wenn man sich an die gottgegebenen Ordnungen hält. Leibliche Vollkommenheit allerdings ist nicht zu erreichen, wohl aber eine völlige geistliche Erneuerung. Durch Jesu Opfertod werden unsere Sünden vollkommen vergeben. Wir sollten uns dabei aber nicht auf das verlassen, was der Mensch tun kann, sondern auf das, was Gott durch Christus bereits für uns getan hat. Wenn wir uns Gott im Glauben rückhaltlos übergeben, reinigt uns das Blut Christi von aller Sünde. Das Gewissen wird uns dann nicht mehr verklagen. Gott sei gedankt, dass durch Jesu Erlösungstat so etwas möglich geworden ist. Wir dürfen uns freuen über Gottes Zuwendung.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 33. 34.

b. Welche Eigenschaften offenbaren die echte Tiefe der Gemeinschaft unter den Gläubigen? 1. Thessalonicher 5, 26-28; 1. Johannes 1, 7.

„Der heilige Gruß, der in dem Evangelium Jesu Christi von dem Apostel Paulus erwähnt wird, sollte immer in seinem wahren Charakter erkannt werden. Es ist ein heiliger Kuss. Er sollte als ein Zeichen der Gemeinschaft unter christlichen Freunden angesehen werden, wenn sie weggehen oder nach einer Trennung von Wochen und Monaten wieder zusammen kommen. In 1.Thessalonicher 5, 26 sagt Paulus: ‚Grüßet alle Brüder mit dem heiligen Kuss.‘ In dem selben Kapitel sagt er: ‚Meidet allen bösen Schein.‘ Es kann keinen bösen Schein geben, wenn der heilige Kuss zur rechten Zeit und am rechten Ort gegeben wird.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 110.

3. Christus soll offenbar werden 15.12. (Di)

a. Welchen ermutigenden Zuspruch richtet Paulus zu Beginn seines zweiten Briefes an die Gläubigen in Thessalonich? 2. Thessalonicher 1, 1-5.

„Erneut betonte [Paulus] sein Vertrauen in die Rechtschaffenheit der Thessalonicher und seine Dankbarkeit dafür, dass ihr Glaube stark sei und sie einander und das Werk ihres Meisters sehr liebten. Er schrieb ihnen auch, dass er sie wegen ihrer Geduld und Standhaftigkeit im Glauben andern Gemeinden als Vorbild hinstelle, widerstanden sie doch tapfer allen Verfolgungen und Anfechtungen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 263.

b. Warum können wir durch die ihnen gegebene Hoffnung ermutigt werden, wenn wir wie die Thessalonicher verfolgt werden? 2. Thessalonicher 1, 6. 7.

„[2. Thessalonicher 1, 1-6 zitiert.] Hier sehen wir das Interesse dieser Gemeinden füreinander. Die Verfolgung, die sie ertrugen, führte alle Herzen zusammen und verband sie miteinander. Sie waren zerstreut. Die Irrtümer sowie der abergläubische Glaube und die Lehren der jüdischen Nation, die Christus so bitterlich widersetzten, ließen die kleine Herde wie Schafe ohne Hirten zurück. Doch der Same wurde gesät. Christus wurde als der unter ihnen Gekreuzigte erhöht, und es wurden ständig Anstrengungen unternommen, die Armut und Unterdrückung der Geschwister wegen ihres Glaubens zu lindern.“ – Letters and Manuscripts, Band 12, Brief 28, 1897.

c. Warum sollte die baldige Wiederkunft Christi einen tiefen Eindruck auf unsere Herzen machen? 2. Thessalonicher 1, 7. 8; Psalm 50, 3. 4.

„[2. Thessalonicher 1, 8. zitiert] Diese wichtigen Ereignisse stehen nahe bevor. Doch viele, die vorgeben, an die Wahrheit zu glauben, schlafen. Wenn sie in ihrer gegenwärtigen Stellung der Freundschaft mit der Welt beharren, werden sie bestimmt zur Klasse derer gezählt werden, die durch den untreuen Knecht dargestellt ist, der in seinem Herzen sagte: ‚Mein Herr kommt noch lange nicht.‘ Nur jenen, die in Hoffnung und Glauben warten, wird Christus ‚ohne Sünde zur Errettung‘ erscheinen. Viele haben die Theorie der Wahrheit, kennen aber nicht die Kraft der Gottseligkeit. Wohnte das Wort Gottes im Herzen, würde es das Leben beherrschen. Glaube, Reinheit und Übereinstimmung mit dem Willen Gottes würde von seiner heiligenden Kraft zeugen.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 22.

4. Eine klare Unterscheidung 16.12. (Mi)

a. Erkläre das Schicksal zweier Menschengruppen. 2. Thessalonicher 1, 8. 9.

„Entschuldige nicht deine Fehler, weil andere verkehrt handeln. Am Tage Gottes wirst du nicht wagen, deine Vernachlässigung, einen Charakter für den Himmel zu entwickeln, damit zu entschuldigen, dass andere keine Hingabe und geistliche Gesinnung offenbarten. Der gleiche Mangel, den du bei andern entdecktest, bestand bei dir. Und die Tatsache, dass andere Sünder waren, macht deine Sünden nicht weniger kränkend. Beide, sie und du, wenn ihr in eurem jetzigen Zustand der Untauglichkeit beharrt, werdet von Christo getrennt werden und mit Satan und seinen Engeln sein, um der ewigen Vernichtung anheim zu fallen, die von der Gegenwart des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Macht ausgeht.
Der Herr hat genügend Vorsorge getroffen, dass du den Weg nicht zu verfehlen brauchst, wenn du ihn suchen und dem Licht folgen würdest, das er dir geben möchte. Das Wort Gottes ist dir als deines Fußes Leuchte und ein Licht auf deinem Wege gegeben. Wenn du strauchelst, dann deshalb, weil du deinen Führer, das Wort Gottes, nicht um Rat gefragt und jenes kostbare Wort nicht zur Richtschnur deines Lebens gemacht hast. Gott hat dir kein menschliches Wesen als Vorbild gegeben, wie gut und scheinbar tadellos sein Leben sein mag. Wenn du tust, was andere tun, und handelst, wie andere handeln, wirst du dich schließlich außerhalb der Heiligen Stadt unter der großen Masse derer befinden, die ebenso taten wie du, indem sie einem Vorbild folgten, das der Herr ihnen nicht gab, und die ebenso verloren gehen werden wie du.
Das, was andere getan haben oder in Zukunft tun werden, wird deine Verantwortlichkeit oder Schuld um nichts verringern. Ein Vorbild ist dir vor Augen gestellt, ein fehlerloses Leben, gekennzeichnet von Selbstverleugnung und uneigennütziger Wohltätigkeit. Wenn du dich von diesem korrekten, vollkommenen Vorbild abwendest, und an seine Stelle ein unvollkommenes setzt, worüber Gottes Wort dich informierte, es zu meiden, dann wird dein Verhalten seinen verdienten Lohn empfangen; dein Leben wird ein Fehlschlag sein.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 391. 392.

b. Welcher erfrischende Gegensatz soll bestehen, und warum? 2. Thessalonicher 1, 10.

„Die Auferstehung und Himmelfahrt Christi ist die Sicherheit für den Triumph der Heiligen Gottes über Tod und Grab. Sie ist ein Pfand dafür, dass der Himmel allen offensteht, die ihren Charakter im Blute des Lammes gereinigt haben. Jesus fuhr als Vertreter des Menschengeschlechts zu seinem Vater im Himmel auf. Gott wird alle, die den Charakter Jesu widerspiegeln, zu sich aufnehmen, damit sie die Herrlichkeit seines Sohnes sehen und daran teilhaben.“ – Zeugnisse, Band 9, S. 268.

5. Zeit für treues Handeln 17.12. (Do)

a. Beschreibe das wunderbare Ergebnis der Gemeinde Gottes. 2. Thessalonicher 1, 11. 12.

b. Worüber können wir gewiss sein, wenn sich prophetische Ereignisse erfüllen? 2. Thessalonicher 2, 1-7.

„In der Prophetie wird jemand als ‚Mensch der Sünde‘ bezeichnet. Er ist Satans Stellvertreter. Dieser Mensch der Sünde nimmt Satans Vorschläge über Gottes Gesetz an, das unveränderlich ist wie Gottes Thron; er kommt und verkündet der Welt, dass er jenes Gesetz geändert habe: Der erste Tag der Woche statt des siebenten Tages sei jetzt der Sabbat. Er behauptet Unfehlbarkeit und beansprucht das Recht, Gottes Gesetz ändern zu dürfen, um es seinen eigenen Absichten gefügig zu machen…
Doch Christus erklärte: ‚Bis dass Himmel und Erde zergehen, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz.‘ Das Werk, das er zu vollbringen gekommen war, bestand eben darin, jenes Gesetz zu erheben und den geschaffenen Welten und dem Himmel zu zeigen, dass Gott gerecht ist und sein Gesetz nicht verändert zu werden braucht. Doch da ist Satans Helfer als dessen rechte Hand bereit, das Werk weiterzuführen, das Satan im Himmel begann: nämlich zu versuchen, Gottes Gesetz zu verändern…
Der Mensch der Sünde hat sich gegen Gott erhoben, indem er sich in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt. Er hat das große Denkmal der Schöpfung mit Füßen getreten, das zum Gedenken an das Werk Gottes errichtet wurde; und als Ersatz für dieses Denkmal hat er der Welt einen gewöhnlichen Wochentag angeboten…
Auch wenn jedes Glied der menschlichen Familie dieses Kind des Papsttums annehmen sollte, würde dies den heiligen Sabbat des Herrn in keiner Weise ungültig machen. Die den falschen Sabbat annehmen, erhöhen den Menschen der Sünde und greifen Gottes Regierung an. Aber der Mensch der Sünde kann nicht abschaffen, was nach Gottes Aussage ewig bestehen soll. Das Werk, das jetzt in unserer Welt ausgeführt werden soll, besteht darin, das Gesetz des Herrn zu erhöhen und die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu lenken. Die Zeit ist gekommen, in der die Wahrheit gegen Falschheit und Irrtum zu verkündigen ist.“ – Bibelkommentar, S. 448. 449.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 18.12. (Fr)

1. Wie kann ich ganz praktisch von jeder Form des Bösen Abstand nehmen?
2. Was ist nach 1. Johannes 1, 7 die Grundlage echter Gemeinschaft?
3. Welche Fakten der Macht unseres Gottes kann die Herzen mit Ehrfurcht erfüllen?
4. Warum sollte ich mich nicht durch die Schwächen anderer entmutigen lassen?
5. Wie kann ich Menschen helfen, den wahren Sabbats Gottes zu verstehen?

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