4. Lektion Sabbat, den 24. Oktober 2026


Vom Himmel gestärkt

LEITTEXT: „Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und bei allen geschickt, beides, satt sein und hungern, beides, übrighaben und Mangel leiden. Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.“ (Philipper 4, 12. 13.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 2, S. 584-587.
Das Wirken der Apostel, S. 457-463.

„Denkt daran, dass die Zusammenarbeit mit Christo als eurem persönlichen Heiland eure Kraft und euer Sieg ist. Dies ist der Teil, den ihr tun könnt, den ihr tun sollt. Wer danach handelt, dem gilt die Zusicherung: ‚Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.‘“ – Zeugnisse, Band 7, S. 42. 43.

1. Mitgefühl 18.10. (So)

a. Was sollten wir daraus lernen, wie Paulus andere ermutigte? Philipper 4, 1.

„[Paulus] schrieb nicht an solche, die vollkommen am Charakter waren. Er schrieb an sie als an Männer und Frauen, welche gegen die Versuchung ankämpften und in Gefahr waren, zu fallen…
Wenn jemand, der gefehlt hat, seinen Irrtum einsieht, so seid sorgfältig, seine Selbstachtung nicht zu zerstören. Entmutigt ihn nicht durch Gleichgültigkeit oder Misstrauen. Sagt nicht: ‚Ehe ich ihm mein Vertrauen schenke, will ich warten, um zu sehen, ob er auch aushält.‘ Oft kommen die Versuchten durch dieses Misstrauen zum straucheln.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 172.
„Die freudige Erleuchtung des Verstandes und des Seelentempels durch die Gewissheit, dass wir mit Gott versöhnt sind, die Hoffnung, die wir auf das ewige Leben durch Christus haben, und die Freude, andere zu segnen, sind Freuden, die kein Leid mit sich bringen.“ – My Life Today, S. 177.

b. Welche Bedeutung hatten einige der Personen, die Paulus erwähnte? Philipper 4, 2. 3; Offenbarung 20, 15.

2. Licht in der Dunkelheit 19.10. (Mo)

a. Welchen bemerkenswerten Appell richtet Paulus aus dem Gefängnis? Philipper 4, 4.

„Lobt den Herrn, selbst wenn ihr im Finstern wandelt. Preist ihn, wenn euch Versuchung überfällt. Der Apostel sagt: ‚Freuet euch in dem Herrn allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!‘ Wird das Traurigkeit und Finsternis über eure Familien bringen? Nein, wirklich nicht, es wird Sonnenschein bringen. Ihr werdet dadurch Strahlen ewigen Lichts vom Thron der Herrlichkeit einsammeln und um euch her verbreiten. Lasst mich euch ermahnen, mit diesem Werk zu beginnen. Verbreitet dieses Licht und Leben in eurer Umgebung, nicht nur auf eurem Pfad, sondern auch auf dem Pfad aller, mit denen ihr Umgang pflegt. Setzt es euch zum Ziel, eure Mitmenschen besser zu machen, sie zu erhöhen, sie auf den Himmel und die Herrlichkeit hinzuweisen. Veranlasst sie, vor allen irdischen Dingen, nach ewigen Dingen zu trachten, nach dem unsterblichen Erbe, den Reichtümern, die nicht vergehen.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 584.
„Wie auch immer deine Veranlagung sein mag, Gott ist fähig, sie so zu formen, dass sie sanft und christusähnlich wird. Durch die Ausübung eines lebendigen Glaubens kannst du dich von allem trennen, was nicht mit dem Sinn Gottes übereinstimmt, und so den Himmel schon hier auf Erden in dein Leben bringen. Wenn du dies tust, wirst du auf jedem Schritt Sonnenschein haben. Wenn der Feind versucht, die Seele mit Finsternis zu umhüllen, dann singe im Glauben und rede im Glauben, und du wirst feststellen, dass du dich selbst ins Licht hineingesungen und hineingeredet hast.
Wir öffnen uns selbst die Schleusen des Leides oder der Freude. Wenn wir zulassen, dass unsere Gedanken von den Sorgen und Nichtigkeiten der Erde erfüllt sind, werden unsere Herzen mit Unglauben, Trübsinn und banger Ahnung erfüllt sein. Wenn wir unsere Zuneigung auf das richten, was droben ist, wird die Stimme Jesu zu unseren Herzen sprechen, das Murren wird aufhören, und quälende Gedanken werden sich im Lob unseres Erlösers verlieren.“ – Counsels to Parents, Teachers, and Students, S. 233. 234

b. Was sollen wir in einer hastigen, von Stress erfüllten Welt, stets im Sinn behalten? Philipper 4, 5-7.

„Wenn wir in Schwierigkeiten kommen, offenbart er seine Macht und Weisheit in Beantwortung unserer demütigen Bitte. Setzt euer Vertrauen in ihn als einen Gebet erhörenden und Gebet beantwortenden Gott. Er will sich euch offenbaren als derjenige, der in jeglicher Bedrängnis helfen kann. Er, der den Menschen geschaffen hat, der ihm seine wunderbaren körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten verlieh, wird ihm nicht das vorenthalten, was notwendig ist, das Leben zu erhalten, welches er gegeben hat.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 203.

3. Geistliche Kraft 20.10. (Di)

a. Nenne die wesentlichen Elemente für den Sieg durch Christus. Philipper 4, 8.

„Wenn Gott durch seinen Heiligen Geist am menschlichen Herzen wirkt, muss der Mensch mit ihm zusammenarbeiten. Die Gedanken müssen unter Kontrolle bleiben. Sie dürfen nicht abschweifen und nicht auf Dinge gerichtet werden, die die Seele schwächen und verunreinigen. Die Gedanken müssen rein sein. Wenn unsere Worte für den Himmel angenehm und unserer Umgebung eine Hilfe sein sollen, muss das Sinnen unseres Herzens rein sein. ...
In der Bergpredigt verkündigte Christus seinen Jüngern die weitreichenden Grundsätze des Gesetzes Gottes. Er machte seinen Zuhörern deutlich, dass das Gesetz schon durch die Gedanken übertreten werden kann – noch bevor es zur eigentlichen Tat kommt. Wir sind verpflichtet, unsere Gedanken unter Kontrolle zu halten und sie dem Gesetz Gottes zu unterwerfen. Der Herr hat uns die großartigen Verstandeskräfte gegeben, die wir zur Betrachtung himmlischer Dinge einsetzen sollen. Gott hat genügend Vorkehrungen getroffen, um der Seele ständige Fortschritte im geistlichen Leben zu ermöglichen. Er hat uns vielerlei Hilfen bereitgestellt, damit wir an Kenntnis und Tugend zunehmen können. Doch wie wenig werden diese Möglichkeiten geschätzt und genutzt! Wie oft beschäftigen wir uns mit Dingen, die irdisch, fleischlich und unedel sind! Wir verwenden unsere Zeit mit unbedeutenden, alltäglichen Problemen und versäumen die großen Dinge, die uns zum ewigen Leben führen. Die edlen Verstandeskräfte verkümmern und werden geschwächt, wenn sie nicht auf Themen gerichtet werden, die des Nachsinnens wert sind.“ – Bibelkommentar, S. 149. 150.

b. Beschreibe die außergewöhnliche geistige Disziplin, die Paulus in seinem Leben entwickelte. Philipper 4, 11. 12.

„Weder Reichtum noch Verstand bringen Glück. Es ist der moralische Wert. Wahre Güte wird vom Himmel als wahre Größe eingeschätzt. Der moralische Gemütszustand entscheidet über den Wert eines Mannes. Jemand mag Vermögen und Verstand besitzen und dennoch wertlos sein, weil das glühende Feuer der Güte nie auf dem Altar des Herzens gebrannt hat, weil sein Gewissen verletzt, geschwärzt und durch Selbstsucht und Sünde verhärtet ist.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 303.
„Gottseligkeit vereint mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn. Hier ist das wahre Geheimnis des Glücklichseins und wahren Wohlergehens von Seele und Leib.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 567.

4. Stärke und Segen 21.10. (Mi)

a. Wie weitreichend werden wir durch das Verweilen in Christus verwandelt und befähigt? Johannes 15, 5; Philipper 4, 13.

„Ein schwacher Glaube und eine gleichgültige, träge und lässige Einstellung machen uns unsicher. Es ist unerlässlich, dass wir alle unsere Verstandeskräfte und Fähigkeiten einsetzen. Dennoch reicht menschliche Weisheit nicht aus, um erkennen zu können, was jetzt und heute nötig ist. Legt alles Gott vor, was Ihr zu tun gedenkt – mit Beten und Fasten. Beugt Euch vor Gott und seid bereit, seinen Willen zu tun. Dann werdet Ihr erleben, wie wahr Gottes Verheißung ist: ‚Er wird dich auf deinen Wegen leiten!‘ Seine Möglichkeiten sind unbegrenzt. Sollte der Herr des Himmels nicht in der Lage sein, auch dich zu bewahren?“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 373.
„Lehrt die Schüchternen, deren Mangel an Selbstvertrauen sie vor Sorge und Verantwortung zurückschrecken lässt, auf Gott bauen. Dann wird manch einer, der auf Erden nur eine Nummer, vielleicht auch nur eine Last für andere darstellen würde, mit dem Apostel Paulus sagen können: ‚Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.‘“ – Erziehung, S. 235. 236.
„Immer wenn die Gemeinde zu irgendeiner Zeit ihre Sünden aufgab, an die Wahrheit glaubte und darin wandelte, wurde sie von Gott geehrt. Im Glauben und in demütigem Gehorsam liegt eine Macht, der die Welt nicht widerstehen kann. Die Marschordnung der göttlichen Vorsehung für sein Volk ist Fortschritt – stetiges Voranschreiten in der Vervollkommnung des christlichen Charakters und auf dem Wege der Heiligung. Es soll sich immer höher emporschwingen im klaren Licht und in der Erkenntnis und der Liebe Gottes bis zum Abschluss der Zeit.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 511.
„Was auch die Fehler oder Versäumnisse der Vergangenheit sein mögen, wir können uns mit der Hilfe Gottes darüber erheben.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 524.

b. Erkläre den großen Wert bewusster Großzügigkeit. Philipper 4, 14-19.

„Wer sein Leben in den Dienst Gottes an seinen Erdenkindern gestellt hat, ist mit dem verbunden, dem alle Mittel der Welt zu Gebote stehen. Sein Leben ist durch die goldene Kette der unwandelbaren Verheißungen an das Leben aus Gott geschmiedet. Der Herr wird ihn in der Stunde der Trübsal und Not nicht vergessen… In höchster Not zur Endzeit wird der Barmherzige sich unter dem Mantel der Barmherzigkeit Jesu bergen und in Barmherzigkeit aufgenommen werden in die ewigen Wohnungen.“ – Das bessere Leben, S. 24.

5. Dem Schlechten begegnen 22.10. (Do)

a. Welche besondere Gruppe von Bekehrten kann allen, die sich in schwierigen Umgebungen befinden, eine echte Inspiration sein, und warum? Philipper 4, 21. 22.

„Sogar in Neros Haus errang das Kreuz seine Siege. Von dem lasterhaften Gefolge eines noch lasterhafteren Fürsten bekehrten sich einige und wurden Gottes Kinder. Sie waren nicht nur im geheimen Christen, sondern bekannten sich öffentlich zu ihrem Herrn und schämten sich ihres Glaubens nicht.“ – Das Wirken der Apostel, S. 459.
„Jeder Christ hat eine Aufgabe im Dienste seines Meisters. Wir sollen nicht nach eigener Gemütlichkeit und Bequemlichkeit trachten, sondern den Aufbau des Reiches Christi zu unserer ersten Pflicht machen…
Gott hat seine Kinder überall hin zerstreut, damit das Licht der Wahrheit inmitten der moralischen Finsternis scheint, welche die Erde umhüllt. Je tiefer die Finsternis um uns her ist, desto größer ist das Bedürfnis, dass unser Licht für Gott leuchtet. Wir mögen in schwierige Lagen und Prüfungen versetzt werden, aber das ist kein Beweis, dass wir uns nicht gerade dort befinden, wohin uns die Vorsehung berufen hat. Unter den Christen in Rom in den Tagen des Apostels Paulus erwähnt er ‚die von des Kaisers Hause‘. Nirgendwo konnte die moralische Atmosphäre dem Christentum abträglicher sein als am römischen Kaiserhof unter dem grausamen und liederlichen Nero. Diejenigen jedoch, die Christum während ihres Dienstes im Hause des Kaisers angenommen hatten, fühlten sich nach ihrer Bekehrung nicht frei, ihren Pflichtposten zu verlassen. Angesichts verführerischer Versuchungen, grimmigen Widerstandes und drohender Gefahren waren sie treue Zeugen für Christum.
Wer sich völlig auf die göttliche Gnade verlässt, kann sein Leben zu einem beständigen Zeugnis für die Wahrheit machen. Niemand ist so gestellt, dass er nicht ein wahrer, treuer Christ sein kann. Wie groß der Widerstand auch sein mag, so können doch alle, die Gott gehorchen wollen, herausfinden, dass er die Wege öffnet, während sie vorangehen.
Die inmitten widriger Einflüsse Gott treu bleiben, werden eine Erfahrung von höchstem Wert machen. Ihre Kraft nimmt bei jeder Überwindung von Widerständen zu, und jede Versuchung wird überwunden.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 191. 192.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 23.10. (Fr)

1. Wie kann ich wirksamer darin werden, irrenden Seelen zu helfen?
2. Erkläre die gewaltige Wirkung, die in der Wahl unserer Gedanken liegt.
3. Über welche Dinge sollte ich nachdenken, und über welche nicht?
4. Erkläre die Kraft, die aus dem Bleiben in Christus kommt.
5. Was kann ich von den Christen im Haus des Cäsars lernen?

Erste Sabbatschulgaben

Sabbat, den 7. November 2026

Für die Verlagsabteilung der Generalkonferenz

In den vergangenen Jahren wart ihr daran gewöhnt, am ersten Sabbat im November in dieser Lektion einen Aufruf zu lesen, der einige Zitate aus dem Geist der Weissagung im Zusammenhang mit der Verbreitung von Schriften enthielt, insbesondere mit der Betonung der Notwendigkeit, dieses Werk auszuweiten – was vollkommen angemessen und zeitgemäß ist.
Diesmal möchten wir euch jedoch einige Informationen geben, damit ihr dieses Bedürfnis besser verstehen könnt.
Vor einigen Jahren druckten wir 10.000 Sabbatschullektionen in englischer Sprache (die uns zu einem günstigen Großmengenpreis zur Verfügung standen). Derzeit ist diese Zahl auf etwa 2.000 Exemplare gesunken, was leider deutlich höhere Produktionskosten pro Stück bedeutet. Dieser Rückgang ist auf die Bequemlichkeit kostenloser Online-Anwendungen zurückzuführen, die andererseits natürlich ein Segen des technologischen Fortschritts sind.
Im Einklang mit dem weltweiten Trend hat die Generalkonferenz in eine App investiert, über die ihr die Sabbatschullektionen in eurer eigenen Sprache studieren könnt. Wir haben derzeit 22 Sprachen sowie Links zu früheren Lektionen in Englisch. Ihr findet die App im Google Play Store und im Apple App Store unter den Namen „Sabbath Bible Lessons“, „Church Hymnal“ oder „sdarm“. Die App bietet außerdem Zugang zu Kinderlektionen und zum Heft der Gebetswoche.
Unsere Website „sdarm.org“ ermöglicht ebenfalls den Zugriff auf frühere Lektionen und bietet derzeit die Sabbatschullektionen in 53 Sprachen an. Wir erkennen und schätzen die engagierte Arbeit unserer freiwilligen Übersetzer sehr. Die Online-Präsenz ist zweifellos hervorragend – und wiederum danken wir Gott für die Technologie.
Es ist jedoch auch wahr, dass dies den weltweiten Bedarf an gedruckten Materialien nicht ersetzt!
Die Verlagsabteilung der Generalkonferenz sendet kostenlose gedruckte Exemplare der Sabbatschullektionen, des Magazins Reformation Herald und der Jugend-Zeitschriften an mehr als 30 Missionen weltweit. Das bedeutet, dass sowohl diese Sendungen als auch der Druck durch die im November gesammelten Opfergaben subventioniert werden. Schon auf den ersten Blick kann man erkennen, dass diese Opfergaben nicht alle Kosten decken.
Bitte plant daher für diesen Sabbat eure Opfergabe für Literatur im Voraus, damit wir dadurch unser Bestes tun können, um mehr Menschen mit der Botschaft zu erreichen!

Die Verlagsabteilung der Generalkonferenz

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