7. Lektion Sabbat, den 14. November 2026


Die Ewigkeit widerspiegeln

LEITTEXT: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.“ (Kolosser 3, 2.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 4, S. 105-107. 382-392.
Ruf an die Jugend, S. 62-72.

„Wenn du deine Geschicklichkeit und Gewandtheit, die du beim Erzielen von Gewinnen und beim Vermehren deiner irdischen Besitztümer angewandt hast, zur Rettung von Seelen und zur Verbreitung der Wahrheit benutzt hättest, könntest du viele Sterne in deiner Krone im Reich der Herrlichkeit haben.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 390.

1. Den Fokus bewahren 08.11. (So)

a. Wo soll der Fokus aller liegen, die sich Christus hingeben? Kolosser 3, 1.

„Ja, wir sind mit Christus auferstanden, er ist unser Leben. Seine Liebe und Gnade hat uns erwählt und angenommen, schenkt uns Vergebung unserer Sünden und hat uns vor Gott gerechtfertigt. Darum lasst uns dem Herrn die Ehre geben.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 248.
„Das eigene Ich darf nicht zu Rate gezogen werden. Stolz, Eigenliebe, Selbstsucht, Habsucht, Geiz, Liebe zur Welt, Hass, Argwohn, Eifersucht, üble Nachrede – all das muss unterdrückt und für immer aufgegeben werden. Wenn Christus erscheint, wird es nicht sein, um diese Übel zu korrigieren und dann moralische Bereitschaft für sein Kommen zu vermitteln. Diese Vorbereitung muss vor seinem Kommen stattfinden. Dies sollte ein Gegenstand des Nachdenkens, des Studiums, des ernsten Forschens sein: Was müssen wir tun, um gerettet zu werden? Wie müssen wir uns verhalten, damit wir Gottes Beifall haben können?
Wenn du versucht wirst zu murren, zu tadeln, ärgerlich zu sein und die Menschen in deiner Umgebung und damit deine eigene Seele zu verwunden – oh, dann lass sich in deiner Seele die tiefe, ernste, eifrige Frage erhaben: Werde ich ohne Fehl vor Gottes Thron stehen können? Nur die Vollkommenen werden dort sein. Niemand wird für den Himmel verwandelt werden, während sein Herz mit dem Schutt dieser Welt angefüllt ist. Jeder Fehler im sittlichen Charakter muss zuerst geheilt, jeder Flecken durch das reinigende Blut Christi entfernt und alle unschönen, unliebsamen Wesenszüge müssen entfernt sein.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 732. 733.

2. Entscheiden, was man liebt 09.11. (Mo)

a. Welche bewusste Entscheidung müssen wir beständig treffen, um unser Heil zu sichern? Kolosser 3, 2. 3; Offenbarung 3, 11.

„Unsere Sinne bewegen sich auf der Ebene der Dinge, auf denen unsere Gedanken verweilen, und wenn wir über Irdisches nachdenken, kommen wir zu kurz, den Eindruck des Himmlischen zu empfangen. Wir würden sehr gesegnet sein, dächten wir über die Gnade, Güte und Liebe Gottes nach; doch verlieren wir viel, wenn wir bei Irdischem und Zeitlichem verweilen. Wir gestatten, dass Kummer, Sorge und Bestürzung unsere Sinne zur Erde hin anziehen, und wir vergrößern einen Maulwurfshügel zum Berg. ...
Zeitliches soll nicht unsere ganze Aufmerksamkeit gefangennehmen oder unsere Sinne in Anspruch nehmen, sonst werden unsere Gedanken ganz und gar vom Irdischen umgarnt. Wir sollen die Sinne so einüben, in Zucht halten und erziehen, dass wir auf himmlischer Ebene denken und bei Nichtsichtbarem und Ewigem verweilen, das durch geistliches Sehen erkennbar wird. Indem wir den sehen, der unsichtbar ist, Christus, erlangen wir Geistesstärke und Geisteskraft.“ – Bibelkommentar, S. 409. 410.

b. Welches erhabene Vorrecht wird jedem Nachfolger Christi angeboten, und wie können wir daran teilhaben? Kolosser 3, 4; 1. Johannes 3, 2. 3.

„Unser Leben sollte durch Christum in Gott geborgen sein. Wir lesen: ‚Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, dass wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.‘ (1. Johannes 3, 2.) Die fürstliche Würde des christlichen Charakters wird hevorleuchten wie die Sonne, und die Strahlen des Lichts von Christi Angesicht wird auf jene widerstrahlen, die sich selbst gereinigt haben, gleichwie er rein ist. Das Vorrecht, Gottes Kinder zu werden, ist billig genug erkauft, selbst wenn es die Aufgabe all unseres Besitztums, ja selbst das Leben erfordert.
Mein lieber Bruder, du solltest dir fest vornehmen, ein Mann nach dem Herzen Gottes zu werden. Was andere wagen zu tun oder zu sagen, sollte, wenn es nicht in genauer Übereinstimmung mit dem christlichen Standard ist, keine Entschuldigung für dich sein. Wenn du einst vor dem Weltenrichter stehst, musst du dich nicht für andere verantworten, sondern für dich selbst. Wir tragen eine persönliche Verantwortung, und keines Menschen Charakterfehler werden unsere Schuld auch nur im geringsten entschuldigen. Christus hat uns in seinem Wesen ein vollkommenes Vorbild, ein fehlerloses Leben vor Augen gestellt…
Versuchungen werden uns umgeben, denn durch sie werden wir während unserer Probezeit auf Erden geprüft. Es ist eine Prüfung von Gott, eine Offenbarung dessen, was in unseren Herzen ist. Versuchung ist keine Sünde. Die Sünde erscheint erst dann, wenn der Versuchung nachgegeben wird.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 389. 390.

3. Der neue Mensch 10.11. (Di)

a. Was müssen wir, indem wir an Christus festhalten, abtöten, und wie allein ist das möglich? 1. Petrus 2, 11; Kolosser 3, 5-8.

„Der Apostel ermahnt uns, von den fleischlichen Lüsten Abstand zu nehmen, die wider die Seele streiten. Jeder verkehrte Appetit wird zu einer widerstreitenden Lust. Gehegte Esslust, welche die körperliche Kraft schwächt, verursacht die Krankheit der Seele. Die Lust, von welcher der Apostel spricht, beschränkt sich nicht auf die Übertretung des siebten Gebotes, sondern betrifft ebenfalls jedes Frönen der Esslust, durch welche die körperliche Kraft geschwächt wird…
Du benötigst Selbstbeherrschung. Die Lektion, die du in deiner Jugend hättest lernen sollen, musst du jetzt nachholen. Erziehe dich dazu, dem eigenen Ich abzusterben und deinen Willen dem Willen Christi zu unterwerfen.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 236.
„Wenn der Christ sein Taufgelübde ablegt, wird ihm göttliche Hilfe zugesichert. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist stehen bereit, für ihn zu wirken. Gott stellt ihm die Hilfsquellen des Himmels zur Verfügung, damit er ein Überwinder sein kann. Seine eigene Kraft ist gering; aber Gott ist allmächtig, und Gott ist sein Helfer. Täglich soll er seine Bedürfnisse am Thron der Gnade kundtun. Durch Glauben und Vertrauen, indem er die bereitgestellten Hilfsquellen in Anspruch nimmt, kann er mehr als ein Überwinder sein.“ – Our High Calling, S. 157.

b. Wie wirkt sich die Erneuerung unseres Herzens auf unsere Worte aus? Kolosser 3, 9. 10.

„Alles Tun des Christen sollte so klar sein wie die Sonne. Die Wahrheit ist aus Gott; die Lüge in ihrer tausendfachen Gestalt stammt vom Teufel. Wer irgendwie vom festen Pfad der Wahrheit weicht, liefert sich der Gewalt des Bösen aus. Es ist aber auch wirklich nicht so leicht, immer die unverfälschte Wahrheit zu reden. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn wir sie nicht kennen. Wie oft hindern uns vorgefasste Meinungen, einseitiger Standpunkt, mangelhafte Kenntnis und irriges Urteil am richtigen Verstehen der Angelegenheiten, mit denen wir zu tun haben! Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn unser Geist nicht dauernd unter der Führung dessen steht, der die Wahrheit ist.“ – Das bessere Leben, S. 59.
„Satan frohlockte, dass es ihm gelungen war, das Bild Gottes bei den Menschen herabzusetzen. Darum kam Jesus auf diese Erde, um im Menschen das Bild seines Schöpfers wiederherzustellen. Niemand außer Christus kann den Charakter, der durch die Sünde zugrunde gerichtet worden war, erneuern. Er kam, die bösen Geister zu vertreiben, die den Willen beherrscht hatten. Er kam, um uns aus dem Staub aufzuhelfen, um unseren entstellten Charakter nach dem Vorbild seines göttlichen Wesens umzuformen und ihn mit seiner eigenen Herrlichkeit zu schmücken.“ – Das Leben Jesu, S. 29.

4. Ein besonderes Volk 11.11. (Mi)

a. Beschreibe Gottes Botschaft für das gesamte Menschengeschlecht, das er geschaffen hat. Apostelgeschichte 17, 24. 26. 27; Kolosser 3, 11.

„[Christus] sah die Menschheit in Elend und Sünde versunken. Er wusste, dass Männer und Frauen verdorben und entartet waren und den niedrigsten Lastern huldigten. Die Engel wunderten sich, dass Christus etwas unternehmen wollte, was ihnen als hoffnungslose Aufgabe erschien. Es war ihnen ein Geheimnis, wie Gott eine solch sündige Rasse dulden konnte. Sie sahen keinen Raum für Liebe. Aber: ‚Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.‘ (Johannes 3, 16.)
Christus kam mit einer Botschaft der Gnade und Vergebung zur Erde. Er legte das Fundament für eine Religion, durch die Jude und Heide, schwarz und weiß, frei und geknechtet, alle zu einer Bruderschaft verbunden und in Gottes Augen gleich sein sollten. Der Heiland hegt eine grenzenlose Liebe für jeden einzelnen Menschen. In jedem sieht er eine Entwicklungsmöglichkeit. Mit göttlicher Energie und Hoffnung begrüßt er jene, für die er sein Leben dahingab. In seiner Kraft können sie ein Leben reich an guten Werken führen, erfüllt von der Macht des Geistes.“ – Zeugnisse, Band 7, S. 212. 213.

b. Nenne einige Wege, in denen unsere Worte und unser Verhalten ein höheres Christentum offenbaren können, als es gewöhnlich zu sehen ist. Kolosser 3, 12-14.

„Wenn eine Sünde in einem Bruder entdeckt wird, sprecht nicht mit andern darüber, sondern geht persönlich zu ihm, mit einem Herzen voller Liebe für die Seele des Bruders, voller Mitgefühl und Barmherzigkeit, und sagt ihm, was er verkehrt macht. Dann überlasst die Sache ihm und dem Herrn. Dann habt ihr eure Pflicht getan. Urteilt nicht.
Wie leicht ist es, einen Bruder, um einer geringen Sache willen zu richten, zu verurteilen und ihn unter Verdammnis zu halten. Es wurde für Gott geeifert, aber nicht mit Verstand. Hätte jeder sein eigenes Herz in Ordnung gebracht, dann könnten die Geschwister, wenn sie zusammenkommen, freudig und aus vollen Herzen ihr Zeugnis ablegen, und die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht an die Wahrheit glauben, würden bewegt. Die Offenbarung des Geistes Gottes würde ihre Herzen überzeugen, dass ihr Gottes Kinder seid. Eure Liebe zueinander würde für alle sichtbar sein. Das wird für euch sprechen. Das wird Einfluss haben…
Packt das Werk persönlich an, seid fleißig und tut Buße! Und wenn alles euch bekannte Unrecht gutgemacht ist, dann glaubt, dass Gott euch annimmt. Geht nicht mit trauriger Miene einher, sondern nehmt Gott bei seinem Wort.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 184.

5. Süße Melodie 12.11. (Do)

a. Nenne einige erfrischende Eigenschaften eines wahren Lebens in Christus, die sich in der heutigen feindlich gesinnten Welt zeigen. Kolosser 3, 15-17.

„Indem wir unsere eigenen Schwierigkeiten und Sorgen vergessen, lasst uns Gott loben für eine Gelegenheit, zur Ehre seines Namens zu leben. Lasst die Segnungen eines jeden neuen Tages Dank in euren Herzen erwecken für diese Zeichen seiner liebenden Fürsorge. Wenn ihr eure Augen am Morgen öffnet, so dankt Gott, dass er euch die Nacht hindurch bewahrt hat; dankt ihm für seinen Frieden in euren Herzen. Lasst morgens, mittags und abends euer Dankgebet als einen süßen Wohlgeruch zum Himmel aufsteigen.
Wenn euch jemand fragt, wie es euch geht, so denkt nicht an etwas Trauriges und erzählt es, damit ihr Teilnahme erregt. Sprecht nicht von eurem Mangel an Glauben, von eurem Kummer und euren Leiden. Der Versucher freut sich, wenn er solche Worte vernimmt. Sprecht ihr über traurige Dinge, so verherrlicht ihr ihn. Wir sollen nicht bei der großen Macht Satans, die er besitzt uns zu überwinden, verweilen. Wir geben uns oft in seine Hände, indem wir von seiner Macht reden. Lasst uns statt dessen lieber von der großen Macht Gottes reden, der alle unsere Interessen zu seinen eignen macht. Sprecht von der unaussprechlichen Liebe Christi und redet von seiner Herrlichkeit. Der ganze Himmel nimmt an unserer Erlösung Anteil. Die Engel Gottes, tausend mal tausend und zehntausend mal zehntausend sind beauftragt, denen zu dienen, die Erben der Seligkeit sein sollen. Sie schützen uns gegen das Böse und drängen die Mächte der Finsternis zurück, die uns zu vernichten suchen. Haben wir nicht Ursache, jeden Augenblick dankbar zu sein, dankbar, selbst wenn scheinbare Schwierigkeiten in unserem Wege liegen?“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 258. 259.
„Auf die Häupter der Überwinder setzt der Heiland mit eigener Hand die Krone der Herrlichkeit. Jeder erhält eine Krone, die seinen ‚neuen Namen‘ (Offenbarung 2, 17) trägt sowie die Inschrift ‚heilig dem Herrn!‘ In jede Hand wird die Siegespalme und die glänzende Harfe gelegt. Dann gleitet jede Hand – die leitenden Engel geben den Ton an – geschickt über die Harfensaiten und entlockt ihnen liebliche Musik in reichen, klangvollen Melodien.“ – Der große Kampf, S. 645.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 13.11. (Fr)

1. Was zeigt oft, dass wir in einer irdischen Denkweise feststecken könnten?
2. Wie kann ich meine Aufmerksamkeit besser auf die Vorbereitung auf Jesus richten?
3. Warum möchte Jesus, dass ich auf einer höheren Ebene des Denkens und Handelns lebe?
4. Warum ist die Frage der Rassenunterschiede für echte Christen unbedeutend?
5. Wie kann ich die reine Unschuld des Himmels in Wort und Lied ausstrahlen?

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