6. Lektion Sabbat, den 7. November 2026


Durch den Heiland gestärkt

LEITTEXT: „Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so wandelt in ihm und seid gewurzelt und erbaut in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar.“ (Kolosser 2, 6. 7.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 1, S. 311-324.

„Du hast das Vorbild, Christus Jesus; wandle in seinen Fußtapfen, und du wirst befähigt werden, jede Stellung auszufüllen, zu der du berufen wirst.“ – Fundamentals of Christian Education, S. 303.

1. Die feste Quelle 01.11. (So)

a. Wo fordert der Apostel uns auf, in einem Zeitalter, in dem so viele Informationen verfügbar sind, Antworten zu suchen? Kolosser 2, 1-4.

„Ich bin angewiesen worden, unseren Geschwistern zu sagen: Lasst uns Christus nachfolgen! Vergesst nicht, dass er in allen Dingen unser Vorbild ist. Ideen, die nicht in seiner Lehre zu finden sind, können wir mit Sicherheit beiseitewerfen. Ich lege es unsern Predigern ans Herz, dessen gewiss zu sein, dass ihre Füße auf dem Felsen ewiger Wahrheit stehen. Nehmt euch in acht, euren Gefühlen zu folgen und sie als Heiligen Geist zu bezeichnen. Einige sind in dieser Hinsicht in Gefahr. Ich fordere sie auf, gesund zu sein im Glauben und fähig, jedem antworten zu können, der Grund fordert der Hoffnung, die in ihnen ist.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 296. 297.
„Wir nähern uns dem Ende der Zeit. Wir dürfen uns jetzt nicht nach dem Geschmack und den Praktiken der Welt richten, sondern müssen danach trachten, Gottes Willen zu tun, zu sehen, was die Heilige Schrift sagt, und dann gemäß des Lichtes zu wandeln, das Gott uns gegeben hat. Unsere Neigungen, unsere Sitten und Gewohnheiten dürfen nicht den Vorrang haben. Gottes Wort ist unser Maßstab.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 534.

b. Für welche kostbaren Eigenschaften lobt der Apostel die Gläubigen in Kolossä besonders? Kolosser 2, 5.

2. Lernen in der heutigen Welt 02.11. (Mo)

a. Wie sollen wir in jedem Schritt unseres christlichen Wandels wachsen – und wie soll uns dies auch bei der Erziehung der nächsten Generation leiten? Kolosser 2, 6. 7.

„Die beste Erziehung, die Kindern und Jugendlichen gegeben werden kann, ist diejenige, die in engster Beziehung zum zukünftigen, unsterblichen Leben steht. Diese Art der Erziehung sollte von gottesfürchtigen Eltern, von hingebungsvollen Lehrern und von der Gemeinde vermittelt werden, damit die Jugend ihrerseits eifrige Missionare werde, sei es im Heimatfeld oder im Ausland. Sie sollen ernstlich in den Wahrheiten der Bibel unterwiesen werden, damit sie zu Säulen in der Gemeinde und zu Kämpfern für die Wahrheit werden, fest gegründet und verwurzelt im Glauben. Sie sollen wissen, woran sie glauben, und eine solche Erfahrung in göttlichen Dingen haben, dass sie niemals zu Verrätern heiliger Verpflichtungen werden. Die Jugend soll durch Lehre und Beispiel dazu erzogen werden, Werkzeuge Gottes und Boten der Barmherzigkeit zu sein, bereit zu jedem guten Wort und Werk, damit sie denen zum Segen werden, die dem Verderben nahe sind.“ – Fundaments of Christian Education, S. 231.

b. In Anbetracht der heutigen weltlichen Denkweise, welche wichtige Perspektive müssen wir stets im Blick behalten? Kolosser 2, 8; 1. Korinther 3, 19.

„Die tiefsten Denker der Welt werden irregeführt und bestürzt, wenn sie bei ihrer Untersuchung von Wissenschaft und Offenbarung nicht durch Gottes Wort erleuchtet werden. Der Schöpfer und seine Werke können mit dem begrenzten Auffassungsvermögen nicht erfasst werden und Menschen folgern daraus, die biblische Geschichte sei unzuverlässig, nur weil sie Gottes Werke und Wege mit natürlichen Ursachen nicht erklären können. Viele sind so darauf versessen, Gott von der Ausführung des unumschränkten Willens und der Macht in der Ordnung des Weltalls auszuschließen, dass sie den Menschen, das edelste seiner Geschöpfe, herabwürdigen. Die Theorien und Spekulationen der Philosophie wollen uns weismachen, der Mensch hätte sich allmählich entwickelt: Nicht bloß aus einem unterentwickelten Zustand, sondern aus der allerniedrigsten Form der Tierwelt. Sie zerstören die Würde des Menschen, weil sie Gottes wunderwirkende Macht nicht eingestehen wollen.
Gott hat eine Flut des Lichts durch Entdeckungen in Kunst und Wissenschaft auf die Welt ergossen; doch diejenigen, die diese Entdeckungen nur vom menschlichen Standpunkt aus betrachten, werden ganz gewiss zu falschen Schlussfolgerungen gelangen. Irrtum, Zweifel und Unglaube werden verkleidet, indem man sie mit dem Gewand der Philosophie und Wissenschaft verdeckt. Satan hat diese scharfsinnige Verfahrensweise erfunden, Seelen vom lebendigen Gott und der Wahrheit der Religion zu trennen und für sich zu gewinnen.“ – Bibelkommentar, S. 443.

3. Ein vollkommener Erlöser 03.11. (Di)

a. Was müssen wir über die Natur Christi erkennen? Kolosser 2, 9.

„Welch wunderbare Verbindung von Mensch und Gott!... Das ewige Wort willigte ein, Fleisch zu werden! Gott wurde Mensch! Das war eine erstaunliche Demut.“ – Bibelkommentar, S. 309.
„Christus konnte mit der Herrlichkeit, die er in den himmlischen Höfen hatte, nicht auf diese Erde kommen. Sündige, menschliche Wesen hätten diesen Anblick nicht ertragen können. Er verhüllte seine Göttlichkeit im Gewand der menschlichen Natur, doch trennte er sich nicht von seiner göttlichen Natur. Als göttlich-menschlicher Erlöser wurde er zum Oberhaupt der gefallenen Menschheit, um an ihrer Erfahrung von Kindheit bis zum Erwachsenenalter teilzuhaben. Christus hatte seine Göttlichkeit nicht mit der Menschlichkeit vertauscht, sondern seine Göttlichkeit in Menschlichkeit gekleidet.
Sei sorgfältig, äußerst sorgfältig, wie du die menschliche Natur Christi behandelst! Stelle ihn den Leuten nicht als einen Menschen mit dem Hang zur Sünde dar! Er ist der zweite Adam. Der erste Adam wurde als reines, sündloses Wesen geschaffen, ohne auch nur einen Flecken der Sünde an sich zu haben; er war nach dem Bilde Gottes geschaffen. Er konnte fallen, und er fiel durch Übertretung. Aufgrund der Sünde wurde seine Nachkommenschaft mit innewohnenden Neigungen zum Ungehorsam geboren. Doch Jesus Christus war der eingeborene Sohn Gottes. Er nahm die menschliche Natur auf sich und wurde in allen Dingen versucht, wie die menschliche Natur versucht wird. Er hätte sündigen können; er hätte fallen können, aber keinen einzigen Augenblick war in ihm ein Hang zum Bösen vorhanden.“ – Bibelkommentar, S. 310. 311.

b. Was offenbart seine mächtige, allumfassende Kraft, uns zu retten? Kolosser 2, 10.

„Dadurch, dass Christus allen Geboten Gottes gehorsam war, erwirkte er die Erlösung der Menschen. Das geschah nicht dadurch, dass er aus sich heraus- und in einen Menschen einging, sondern indem er die menschliche Natur in sich aufnahm. Auf diese Weise schuf Christus aus sich selbst einen Menschen. Das Menschsein in Christus zu verankern und die gefallene Menschheit wieder mit Gott zu versöhnen, das ist das Werk der Erlösung. Christus nahm die menschliche Natur an, damit die Menschen mit ihm eins sein können, wie er mit dem Vater eins ist, damit Gott den Menschen lieben kann, wie er seinen eingeborenen Sohn liebt, damit die Menschen an der göttlichen Natur teilhaben und in ihm vollkommen sein können…
Was diese Vereinigung bedeutet, wird uns durch das Bild von der Einheit zwischen Weinstock und Reben gezeigt. Der sterbliche Mensch wird eins mit der menschlichen Natur Christi. Durch den Glauben wird die Natur des Menschen der Natur Christi ähnlich. Wir werden eins mit Gott in Christus.“ – Für die Gemeinde geschrieben, S. 264. 265.

4. Gottes Wege betrachten 04.11. (Mi)

a. Beschreibe die Erfahrung, die durch die Taufe dargestellt wird. Lukas 3, 16; Kolosser 2, 11-13.

„Die Taufe ist ein höchst feierlicher Verzicht auf die Welt. Die in dem dreifachen Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden, erklärten zu Beginn ihres christlichen Lebens öffentlich, dass sie den Dienst Satans verlassen haben und Glieder der königlichen Familie, Kinder des himmlischen Königs geworden sind. Sie haben dem Befehl gehorcht: „Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 97.
„Der Herr bereitet ein Volk vor, das für den Himmel geschickt ist. Die Charakterfehler, der Eigenwille, die egoistische Abgötterei, das Hegen von Fehlerfinderei, Hass und Uneinigkeit erwecken Gottes Zorn und müssen von dem Volk, das Gottes Gebote hält, hinweggetan werden... Gott wird seinem Volk Tadel und Warnungen senden, solange sie sich auf Erden befinden.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 199. 200.

b. Was müssen wir über die Ordnungen verstehen, die ans Kreuz geheftet wurden? Kolosser 2, 14. 15.

„Nach Vollendung der Stiftshütte sprach Gott mit Mose aus der Wolke der Herrlichkeit über dem Gnadenstuhl. Er gab ihm umfassende Verfügungen über die Opferordnung und die Gottesdienstformen im Heiligtum. So erhielt Mose das Zeremonialgesetz und schrieb es in ein Buch. Aber die Zehn Gebote, die Gott vom Sinai verkündet hatte, schrieb der Herr selbst auf Steintafeln; sie wurden in der Bundeslade sorgsam aufbewahrt.
Viele versuchen, beide Ordnungen miteinander zu verschmelzen. Sie verwenden Schriftworte über das Zeremonialgesetz, um zu beweisen, dass das Sittengesetz abgeschafft sei. Aber das ist eine Verdrehung der Schrift. Der Unterschied zwischen beiden ist ganz deutlich. Das Zeremonialgesetz setzte sich aus Sinnbildern zusammen, die auf Christi Opfer und sein Priestertum hinwiesen. Dieses Ritualgesetz mit seinen Opfern und Bräuchen sollten die Hebräer halten, bis im Tode Christi, dem Lamm Gottes, das die Sünden der Welt wegnimmt, das Sinnbild dem Urbild entsprechen würde. Dann sollten alle Opferhandlungen aufhören. Dies ist das Gesetz, das Christus ‚aus der Mitte getan und an das Kreuz geheftet hat‘. (Kolosser 2, 14.) Aber über die Zehn Gebote sagt der Psalmist: ‚Herr, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht.‘ (Psalm 119, 89.)“ – Patriarchen und Propheten, S. 343.

5. Das Urteilsvermögen entwickeln 05.11. (Do)

a. In welchem anderen Zusammenhang wird das Wort „Sabbat“ in Kolosser 2, 16. 17 verwendet, im Gegensatz zum Sabbat des siebenten Tages in den Zehn Geboten (2. Mose 20, 8-11)? Erkläre den Unterschied. 3. Mose 23, 37-39; Hebräer 10, 1-4.

„Paulus bemühte sich, die Gedanken seiner Zuhörer auf das eine große Opfer für die Sünder zu lenken. Zunächst wies er auf die Opfer hin, die nur ein Abglanz zukünftiger Güter waren, und zeigte dann, wie in Christus alle Opfervorschriften ihre Erfüllung fänden, da sie auf ihn als die einzige Quelle des Lebens und der Hoffnung für die gefallene Menschheit hinwiesen. Auch die heiligen Männer vor alters seien allein durch den Glauben an Christi Blut erlöst worden. Beim Anblick des Todeskampfes der Opfertiere schauten sie über die Jahrhunderte hinweg auf Gottes Lamm, das der Welt Sünde tragen sollte.“ – Das Wirken der Apostel, S. 420.

b. Gib Beispiele dafür, wovor Paulus in Kolosser 2, 18-23 warnt.

„Die Verfechter des Spiritismus kommen in einer gefälligen, bezaubernden Weise, um euch zu verführen. Und wenn ihr ihren Lügen Gehör schenkt, werdet ihr vom Feind der Gerechtigkeit betrogen und gewiss euren Lohn verlieren. Hat euch der faszinierende Einfluss des Erzbetrügers erst einmal überwältigt, so seid ihr vergiftet. Sein tödlicher Einfluss verdirbt und zerstört euren Glauben an die Gottessohnschaft Christi, und ihr hört auf, der Macht seines Blutes zu vertrauen. Die durch diese Philosophie Getäuschten haben durch den Betrug Satans ihren Lohn verloren. Sie bauen auf ihre Verdienste, unterziehen sich freiwilliger Demut, sind sogar bereit, Opfer zu bringen, erniedrigen sich selbst und überlassen es ihrem Verstand, den größten Unsinn zu glauben. Die absurdesten Ideen empfangen sie durch diejenigen, von denen sie glauben, es seien ihre verstorbenen Freunde. Satan hat ihre Augen so geblendet und ihre Urteilskraft so entstellt, dass sie das Unheil nicht bemerken. Sie führen die Aufträge aus, von denen sie annehmen, dass sie von ihren verstorbenen Freunden kommen, die jetzt angeblich Engel in einer ‚höheren Sphäre‘ sind.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 319.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 06.11. (Fr)

1. Warum ist es weise für mich, an den Lehren der Schrift festzuhalten?
2. Nenne einige subtile Gefahren, die beim Streben nach weltlicher Hochschulbildung auftreten können.
3. Wie kann das Wissen um die Natur Christi uns zu besseren Menschen machen?
4. Was muss ich über Kolosser 2, 14. 15 verstehen?
5. Auf welche Art von Sabbat bezieht sich Paulus in Kolosser 2, 16. 17?

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