In allen Umständen christusähnlich LEITTEXT: „Nichts tut durch Zank oder eitle Ehre; sondern durch Demut achte einer den andern höher denn sich selbst, und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist.“ (Philipper 2, 3. 4.) Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 5, S. 176-187. 504-518. „Wären wir immer zu unterschiedsloser Höflichkeit bereit und behandelten andere so, wie wir es für uns selber wünschten, würde die Hälfte aller Übel im Leben beseitigt. Überheblichkeit zeugt von einem bösen Geist. Aber in wem die Liebe Christi wohnt, der wird nicht das Seine suchen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 111. 1. Eine notwendige Eigenschaft 04.10. (So) a. Warum sollten wir die Worte des Paulus über den Wert wahrer christlicher Einmütigkeit schätzen? Philipper 2, 1. 2; Römer 15, 5. 6. „Christus führt ein Volk heraus und bringt es zur Einigkeit im Glauben, damit alle eins sein mögen, wie er eins mit dem Vater ist. Meinungsverschiedenheiten müssen beseitigt werden, denn alle müssen in Übereinstimmung mit dem Körper sein und einen Sinn und ein Urteil haben.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 346. b. Beschreibe die Freude, die aus solcher Einheit geerntet wird, und wie sie allein erreicht werden kann. 1. Korinther 1, 10; Psalm 133, 1-3. „Die Ursache von Uneinigkeit und Zwietracht in den Familien und der Gemeinde ist die Trennung von Christus. Christus näher zu kommen bedeutet, einander näher zu kommen. Das Geheimnis wahrer Eintracht in der Gemeinde und Familie sind nicht Diplomatie, Führung oder eine übermenschliche Anstrengung, um Schwierigkeiten zu überwinden, obwohl viel davon abhängt, sondern Einigkeit in Christus.“ – Ein glückliches Heim, S. 114. 2. Eine Änderung der Haltung 05.10. (Mo) a. Welcher Aufruf ergeht an alle christlich Gläubigen, und warum? Philipper 2, 3. „Aufgeblasenheit und eigensüchtiger Ehrgeiz sind ein Fels, an dem viele Seelen Schiffbruch erlitten und viele Gemeinden ihre Kraft verloren haben. Die am wenigsten von Weihe wissen und am wenigsten mit Gott verbunden sind, trachten am eifrigsten nach dem höchsten Platz. Sie haben keine Kenntnis von ihrer Schwäche und der Fehlerhaftigkeit ihres Charakters.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 184. „Männer mit verschiedensten Temperamenten und fehlerhaften Charakteren können die Fehler anderer erkennen, scheinen aber keine Kenntnis von ihren eigenen Irrtümern zu haben… Der gewöhnliche Mensch ist von Natur aus selbstsüchtig und ehrgeizig, was sich nachteilig auf Gottes Werk auswirkt. Eigene Interessen müssen aufgegeben werden.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 441. „Ohne den Frieden Christi ist das Herz unglücklich und voller Unzufriedenheit. Ein solcher Mensch sieht überall Mängel und würde in die reinste Musik des Himmels Missklang hineinbringen. Ein Leben der Selbstsucht ist gänzlich dem Bösen verfallen. Derjenige, dessen Herz mit Liebe zum eigenen Ich erfüllt ist, der wird voll übler Gedanken über seine Brüder sein und gegen Gottes Werkzeuge auftreten. Leidenschaften, die durch Satans Einflüsterungen wild und heftig erhalten werden, sind eine bittere Quelle, deren unaufhörlich fließender Strom das Leben anderer vergiftet. Lasst jeden, der vorgibt ein Nachfolger Christi zu sein, sich selbst geringer und andere höher achten. Schließt euch zusammen! Schließt euch zusammen! In Einigkeit liegt Kraft und Sieg. Uneinigkeit und Spaltung führt zu Schwachheit und Niederlage.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 515. 516. b. Erkläre das Geheimnis echten Gedeihens. Philipper 2, 4. „Wenn unser Leben mit heiligem Wohlgeruch erfüllt ist und wir Gott ehren, indem wir Gutes über andere denken und durch gute Taten anderen Segen bringen, dann ist es gleichgültig, ob wir in einer Hütte oder in einem Palast wohnen. Äußere Umstände haben nur wenig Einfluss auf die Erfahrungen der Seele. Der Geist, den wir pflegen, gibt all unserem Tun die Färbung. Einen Menschen, der mit Gott und Mitmenschen Frieden hat, kann man nicht unglücklich machen. Neid wird in seinem Herzen nicht aufkommen, übler Argwohn findet dort keinen Raum, Hass kann es da nicht geben. Ein Herz, das im Einklang mit Gott steht, ist über die Ärgernisse und Prüfungen dieses Lebens erhaben.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 515. „Ihr Erfolg [wird] in dem Maße zunehmen…, wie [unsere Einrichtungen] selbstlose Freigebigkeit üben und ihren Überfluss mit andern Einrichtungen teilen, die sehr ums Überleben kämpfen. Unsern wohlhabenden Anstalten ist aufgetragen, jenen zu helfen, die nach göttlichem Willen bestehen bleiben und gedeihen sollten, die aber um ihre Existenz bangen. Es herrscht unter uns ein großer Mangel an wirklicher, selbstloser Liebe.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 142. 3. In seinen Fußtapfen 06.10. (Di) a. Was sollte unser Denken und Handeln in dieser Zeit kennzeichnen? 2. Korinther 10, 3-5; Philipper 2, 5. „Um die Lehre Christi, unseres Erlösers, zu schmücken, müssen wir so gesinnt sein, wie Christus es war. Unsere Vorlieben und Abneigungen, unser Verlangen, uns selbst zum Nachteil anderer zu begünstigen, müssen wir überwinden. Der Friede Gottes regiere in euren Herzen. Christus muss in uns eine lebendig, wirkende Macht sein.“ – Bibelkommentar, S. 463. „Wir müssen in die Schule Christi gehen und Sanftmut und Demut von ihm lernen. Erlösung ist jenes Geschehen, durch das die Seele für den Himmel zubereitet wird. Diese Erziehung umfasst die Erkenntnis Christi und das Sichlösen von Gedanken, Gewohnheiten und Geschäften, die man sich in der Schule des Fürsten der Finsternis angeeignet hat. Das Herz muss von allem frei werden, was der Treue zu Gott entgegensteht.“ – Das Leben Jesu, S. 321. 322. b. Wie und warum sollen wir die Gesinnung Christi widerspiegeln? Philipper 2, 6-8. „Jesus nahm unsere Natur an, legte seine Herrlichkeit, seine Majestät und seine Reichtümer beiseite, um seine Mission zu erfüllen – zu retten, was verloren war. Er kam nicht, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen. Wenn Jesus geschmäht, beschimpft und beleidigt wurde, übte er keine Vergeltung ‚... welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward.‘ Als die Grausamkeit der Menschen ihm schmerzhafte Striemen und Wunden zufügte, drohte er nicht, sondern stellte es dem anheim, der gerecht richtet. Der Apostel ermahnt die Philipper: ‚Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war: welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er‘s nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden.‘ Ist der Knecht größer als sein Meister? Christus hat uns sein Leben als Vorbild gegeben, und wir entehren ihn, wenn wir uns über jede Geringfügigkeit aufregen und bereit sind, jedes vermeintliche oder wirkliche Unrecht zu rächen. Es ist kein Beweis edler Gesinnung, wenn wir stets vorbereitet sind, uns selbst zu verteidigen und unsere Würde zu schützen. Wir sollten lieber hundertmal Unrecht leiden, als die Seele durch einen Geist der Wiedervergeltung oder indem wir dem Zorn Raum geben, zu verletzen. Von Gott können wir Kraft empfangen. Er kann helfen. Er kann Gnade und himmlische Weisheit verleihen. Wenn du ihn im Glauben bittest, wirst du empfangen. Aber du musst wachsam sein unter Gebet. Wachen, Beten, Arbeiten sollte deine Losung sein.“ – Zeugnisse, Band 2, S. 420. 421. 4. Bewusste Wertschätzung 07.10. (Mi) a. Wie sieht Gott, der Vater, das unendliche Opfer, das Christus gebracht hat, und wie sollten wir es sehen? Philipper 2, 9-11. „Auf wessen Seite stehen wir? Die Welt warf Christus hinaus, und der Himmel nahm ihn auf. Der Mensch, der sterbliche Mensch, verwarf den Fürsten des Lebens; Gott, unser Alleinherrscher, nahm ihn in den Himmel auf. Gott hat ihn erhöht. Der Mensch krönte ihn mit einer Dornenkrone; Gott hat ihn mit einer Krone königlicher Majestät gekrönt. Lasst uns aufrichtig nachdenken. Willst du, dass dieser Mann Jesus Christus über dich herrscht, oder willst du Barabbas?... Doch ist der Tod Christi allen, die ihn annehmen und an ihn glauben, Hoffnung und ewiges Leben.“ – Bibelkommentar, S. 283. b. Warum müssen wir uns dem Heiland bewusst hingeben, obwohl wir an moralischer Kraft und Willensstärke schwach sind? Philipper 2, 12. 13. „Hast du wahrhaft das Glaubensleben begonnen, dann hast du dich dem Herrn als sein Eigentum übergeben, und er hat dich zu seinem Zweck umgewandelt und gestaltet, dass du ein Gefäß zu seinen Ehren sein möchtest. Du sollst den aufrichtigen Wunsch haben, in seinen Händen gefügig zu sein und zu gehen, wohin er dich führen mag. Du wirst ihm dann vertrauen, dass er seine Absichten erfüllt, während du gleichzeitig mit ihm zusammenarbeitest, deine eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern zu schaffen… Reine Religion ist eine Sache des Willens. Der Wille ist die beherrschende Macht in der menschlichen Natur, der alle anderen Fähigkeiten unter Kontrolle hält. Der Wille ist weder Geschmack noch Neigung, sondern die entscheidende Macht, die im Menschen entweder Gehorsam zu Gott oder Ungehorsam bewirkt… Du wirst dich so lange in Gefahr befinden, bis du die wahre Stärke des Willens verstanden hast. Du magst alles glauben und versprechen, aber deine Versprechungen und dein Glaube haben keinen Wert, bis du deinen Willen auf die Seite des Glaubens und Handelns stellst. Wirst du den Glaubenskampf mit deiner ganzen Willenskraft führen, dann wirst du siegen. Deinen Gefühlen, deinen Eindrücken und deinem Empfinden kann nicht vertraut werden, denn sie sind nicht zuverlässig… Du brauchst aber nicht zu verzweifeln… Es ist deine Aufgabe, deinen Willen dem Willen Jesu Christi unterzuordnen. Tust du es, so wird Gott dich sofort in Besitz nehmen und in dir das Wollen und Vollbringen nach seinem Wohlgefallen wirken. Deine ganze Natur wird dann der Herrschaft des Geistes Christi unterstellt. Sogar deine Gedanken werden ihm untertänig sein.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 540. 541. 5. Tägliches Christentum 08.10. (Do) a. Nenne einige häufige Probleme, die wir überwinden müssen. Philipper 2, 14. 15. „Die Liebe Gottes muss die Seele durchdringen. Andernfalls können die Früchte der Gerechtigkeit nicht erscheinen. Es ist höchst unsicher, Eitelkeit, Stolz oder Liebe zu Macht oder Gewinn zu hegen. Es ist Selbstsucht im höchsten Sinne, Zorn, Kritik und Anklagen zu äußern, weil ihr dazu die Macht besitzt, ohne dass jene, die ihr beschimpft, sich wehren können. Es ist Selbstsucht, welche Uneinigkeit in der Familie und in der Gemeinde hervorruft. Unchristliche Herzen werden glauben, große Verkehrtheiten bei andern entdeckt zu haben, wo sie gar nicht existieren. Sie werden bei geringfügigen Dingen verweilen, bis sie riesengroß erscheinen. Das Werk, diese geringen Angelegenheiten, die einigen so groß erscheinen, in Ordnung zu bringen, hat Gott seinen Nachfolgern persönlich überlassen. Lasst nicht zu, dass diese unglücklichen Meinungsverschiedenheiten bestehen bleiben, bis sie zu einer bitteren Wurzel in der Gemeinde werden, wodurch viele verunreinigt werden. Wenn Christus im Herzen wohnt, wird es durch die Liebe zu Gott und zu den Menschen so besänftigt und unterwürfig sein, dass Ärger, Krittelei und Streit keinen Raum darin finden. Christi Religion im Herzen wird für ihren Besitzer einen völligen Sieg über jene Leidenschaften erringen, die nach der Herrschaft streben.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 662. 663. b. An welche wichtige Wirklichkeit sollte uns das Lob des Paulus für Epaphroditus erinnern? Philipper 2, 21. 25-27. 30. „Christus sandte nicht seine Engel in diese gefallene Welt, während er im Himmel blieb; sondern er selbst ging hinaus vor das Lager und trug die Schmach. Er wurde ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; er selbst nahm unsere Schwachheiten auf sich und trug unsere Gebrechen. Und den Mangel an Selbstverleugnung in seinen bekennenden Nachfolgern betrachtet Gott als eine Verleugnung des christlichen Namens. Diejenigen, die bekennen, eins mit Christus zu sein, und ihren selbstsüchtigen Wünschen nach teurer und kostspieliger Kleidung, Einrichtung und Nahrung nachgeben, sind nur dem Namen nach Christen. Christ zu sein bedeutet, Christus ähnlich zu sein.“ – Counsels on Stewardship, S. 54. Fragen zur persönlichen Wiederholung 09.10. (Fr) 1. Warum ist christliche Einheit wichtig, und wie kann sie allein erreicht werden? 2. Was ist das Geheimnis des Erfolges, sowohl für Einzelne als auch für Institutionen? 3. Wie könnten wir zusammenfassen, was Christus für die Menschheit getan hat? 4. Was ist Jesus trotz unserer bösen Vergangenheit bereit, für uns zu tun – und wie? 5. Warum neige ich dazu zu klagen, und was kann mir helfen, diese schlechte Gewohnheit zu überwinden? |